Altauto-Scene

 
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16.04.18

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Endlich Sommer - der April Altautotreff in Darmstadt

Erinnert Ihr Euch? Im letzten Monat lag Schnee beim Altautotreff und nun sommerliche Temperaturen - was ein krasser Unterschied! Und entsprechend dem Wetter war der Altautotreff auch gut besucht.

Altautotreff

Einige Stammbesucher, aber auch vollkommen neue Gesichter und Autos. Sehr geil - wann habt Ihr das letzte Mal einen Opel Ascona A Caravan gesehen?

Opel Ascona A Caravan

Es handelte sich zudem um eine Amerika Ausführung, erkennbar an den Positionslichtern seitlich. Natürlich mit Automatik und was ich gestern dazugelernt habe: Die amerikanische Version hatte tatsächlich weniger PS als die deutsche.

Auch sehr schön: Ein Opel Rekord A.

Opel Rekord A

Ich habe gar nicht alle Autos fotografiert, ich war in Gespräche verwickelt.

Es wurde sogar geschraubt. Der Anwesende Chevy Bel Air hatte Hitzeprobleme, der Fahrer musste nicht wenig Kühlwasser nachfüllen. Dabei fiel einem Betrachter auf, dass der Keilriemen überhaupt nicht gespannt war. Der Fehler war schnell gefunden: Eine Schraube des Lima Halters war herausvibriert. Der Keilriemen treibt auch die Wasserpumpe an - kein Wunder, dass er heiß geworden war. Und ab und an ist eben gut, wenn ein paar Schrauber nachsehen.

Erwin war mit seinem 35i da.

Altautotreff

Lange hat er sich dagegen gewehrt, ihn tiefer zu legen, aber wir wussten alle - irgendwann holt er ihn runter auf die Erde - obwohl nicht so tief, wie all seine Vorgänger. Das Ganze in Verbindung mit ziemlich seltenen Exip Mega Felgen.

Altautotreff

Das Bild war wieder sehr gemischt - es waren auch diverse Amis da, teilweise sehr interessant, aber ich hatte mich anderweitig festgequatscht. Manche Autos erwischte ich noch bei der Abfahrt.

Altautotreff

Ein paar Bilder mehr finden sich in der Galerie.

Der nächste Altautotreff ist am 20.05.2018

09.04.18

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Was war nur mit der Veterama los?

Freitag früh fuhr ich zur Veterama zum Hockenheimring. Und es fing schon kurios an. Ich hatte am Vortag alles gepackt bis auf den Pavillon. Kofferraum auf, Pavillon aus dem Keller rein, Kofferraum zu. Dachte ich. Nur fand ich ums Verrecken meinen Pavillonbezug nicht. Hatte ich ihn evtl. in der Werkstatthölle zum Trocknen mitgenommen. Ich wusste es nicht und ich wollte mich nicht ewig mit der Suche aufhalten. Also musste ich einen neuen kaufen. Das tat weh im Herzen, denn es war eine schöne Tradition: Meine Pavillons bei der Veterama bestanden immer aus Teilen von Schrottpavillons, die andere weggeworfen hatten. Und nun so ein jungfräuliches weißes Ding überm Kopf - ungewohnt.

Veterama

Weiter ungewohnt: Wir hatten traumhaftes Wetter. Kein einziger Tropfen fiel vom Himmel. Nur die erste Nacht war etwas kalt, die zweite deutlich wärmer. Sonne, Sonne, Sonne! Ich bin mit einem Sonnenbrand zurückgekommen.

Wir hatten wieder unseren Gemeinschaftsstand an Pole Position. Insgesamt 4 Stände zusammen plus Cateringbereich. Unser Veteramateam schlug wieder zu mit kulinarischen Höhepunkten, wie diesmal Hamburgern am Samstagmittag, dem traditionellen Braten mit Folienkartoffeln am Samstagabend und Eifeltee, wie wir das Bitburger Pilsner nennen. Drei spaßige Tage hintereinander - und um das geht es bei der Veterama ja irgendwie auch. Gut, auch ums Verkaufen, das Entrümpeln der Werkstatt. Und da stehen wir vor einem Rätsel, denn die Umsätze hinkten bei vielen um ein Vielfaches den letzten Jahren hinterher. Geiles Wetter und die Besucher? Gingen durch die Gänge und blieben selten stehen. Nun könnte ich sagen, dass vielleicht meine diesjährige Auswahl, die ich dabei hatte, den Geschmack des Publikums nicht traf, aber sehr viele Stände hatten Grund zum Klagen. Es ging irgendwie sehr wenig.

Fiese Theorie: Das Wetter war einfach zu gut?

Nunja, wie ließen uns den Spaß nicht vermiesen. Ich finde es immer cool, auf der Veterama die verschiedensten Schrauber zu treffen, die ich von verschiedensten Gelegenheiten kenne und über die Vergangenheit, aber auch die Zukunft zu quatschen. Einen Floh hab ich ins Ohr gesetzt bekommen, aber ich klau dem Ideengeber nicht die Premiere, es umzusetzen und schreibe auch nicht hier, um welches Detail es geht. Macht man nicht. Aber schön, ab und an zu merken, dass es noch kreative Köpfe da draußen gibt!

Ich machte nur eine flüchtige Runde über den Platz. Ich brauchte Trennscheiben für die Flex und wollte eigentlich nix weiter kaufen. Ich ließ mich mit Kampfpreisen eines Besseren belehrten. Für den Prolo Umbau auf Benzgrill brauche ich voraussichtlich 2 Grillmasken. Ich habe zwei, aber zwei gute opfern? Diese leicht angeschossene für Kleingeld tut’s auch.

Mercedesgrill

Einen passenden Stern dazu habe ich sogar geschenkt bekommen.

Mit einem Nachbarstand tauschte ich Teile. Ich will Bügelspiegel am Titan. Sicherlich werden diese nicht Plug & Play passen.

Rückspiegel

Es ist aber eine brauchbare, stylische Basis.

Ich bin nicht reich geworden, hab aber auch nicht draufgezahlt, den Break Even habe ich geschafft. Und ich habe neues Spielzeug. Also war es doch irgendwie ein gelungenes Wochenende.

Kleine Geschichte noch am Rande: Da sonntags wirklich wenig passierte, bauten einige Stände vorzeitig ab. Gut, bis 16 Uhr wartet kaum einer, aber schon vor Mittag abzuhauen, oder Sonntag erst gar nicht aufmachen, ist einfach nicht fair gegenüber den zahlenden Besuchern, die Eintritt für den Markt zahlen. Klar, Sonntag ist weniger los, aber wenn da viele Lücken sind, kommen in Zukunft sonntags noch weniger Besucher. Kleiner Tipp vom Insider: Am Sonntag macht man die besten Schnäppchen. Denn es gibt immer wieder Händler - auch mich - die einige ihrer Ware am liebsten nicht wieder mitnehmen wollen und dann zum Dumpingpreis abgeben. Bei uns im Gang machte einer einen Tisch komplett zu einem 1 Euro Tisch, einen anderen zu einem 3 Euro Tisch (4 Teile 10 Euro). Und da lag nicht nur Unbrauchbares, ich habe auch für 6 Euro sechs Zusatzinstrumente in meinen Fundus aufgenommen. Aber ich schweife ab. Das Orgateam von der Veterama steuert inzwischen da konsequent dagegen. Sie kontrollieren am Sonntagnachmittag, wer vorzeitig abgereist ist. Angeblich verschicken sie einmalig ein Schreiben, in dem sie auffordern zu bestätigen, beim nächsten Mal am Sonntag nicht vorzeitig abzureisen. Schickt man das nicht unterschrieben zurück oder hält sich nicht daran, verliert man sein Recht auf seinen Stammplatz. Dann bekommt man überhaupt nur einen Standplatz, wenn noch Plätze übrig sind, was gerade bei der Herbstveterama selten der Fall ist. Es sind schon Fälle bekannt, von Hobbyhändlern, die seit Jahrzehnten dabei sind und deshalb nun draußen bleiben müssen. Hart, aber fair den Besuchern gegenüber. Und kein Gerücht, das Veterama Team war auch in unseren Reihen unterwegs und schrieb die entsprechenden Standnummern auf, die um 15 Uhr leer waren.

02.04.18

Permalink 11:42:00, von KLE E-Mail

Carsamstag 2K18 in Limburg

Man möge mir meinen kleinen Aprilscherz von gestern verzeihen - in Limburg beim Carsamstag war ich aber tatsächlich. Zum dritten Mal fand die Veranstaltung legal stat. Bedeutet: Früher war es am Karfreitag, was im Widerspruch zum ruhigen Feiertag stand und das gab immer viel Ärger mit Behörden. Andererseits war das eher illegale Treffen deutlich besser besucht. Brauchen die Besucher den Reiz des Verbotenen? Könnte man sich drüber streiten.

Oder der Eintritt von 8 Euro schreckt ab - den finde ich aber vollkommen o.k. Den Veranstaltern entstehen Kosten für Genehmigungen, Toiletten etc. Eigentlich hatte ich ja "nur" den Prolo dabei, kein wirklich aufsehenerregendes Fahrzeug. Mit dem hätte ich auch außerhalb parken können, aber ich empfinde es als fair, den Veranstalter zu unterstützen und den Eintritt zu bezahlen.

Doch was war denn letztendlich los?

Die Fläche, die zur Verfügung stand, war ganz gut gefüllt aber für meinen Geschmack irgendwie zu 95% recht langweilig. Autos, die ich im Straßenverkehr auch nicht weiter beachten würde.

Carsamstag Limburg

Schon irgendwie ganz nette Karren, aber eben nix, an dem ich mich wahnsinnig begeistern kann. Erstaunlich hoch war die Dichte an Subarus und anderen japanischen Autos mit Power unter der Haube - viele als Rechtslenker.

Carsamstag Limburg

Carsamstag Limburg

Carsamstag Limburg

Ich gehe mal schwer davon aus, dass sich die da verabredet hatten.

Völlig deplatziert und deshalb schon FAST wieder cool auf einem Tuningtreffen: Ein Prius. Ob die widerlichen Klarglasleuchten Serie oder Zubehör sind? Ganz ehrlich? Interessiert mich nicht wirklich.

Prius

Gut, ganz wenige Highlights gab es, wie diesen 1979er Porsche 911.

Porsche 911 Flachschnauzer

Auf der Techno Classica habe ich 911er nicht mit dem Arsch angesehen, wegen dem 911 Overflow, aber der hatte was. Der Flachschnauzer Umbau ist heute wohl eher Wertmindernd, in den 80ern war das super trendig. Und ich finde es sehr geil, dass das als Zeitzeuge so erhalten bleibt.

Porsche 911 Flachschnauzer

Stand übrigens zum Verkauf für schlappe 50k. Nicht meine Preisklasse, aber man muss ihn ja nicht kaufen, um sich an ihm zu erfreuen.

Gut, diese Retroschiene ist in VW Kreisen gerade hip, aber dieser Einser Jetta ist trotzdem nett anzusehen. Rentnerkarre Automatik, original mit BBS Felgen.

VW Jetta 1

VW Jetta 1

VW Jetta 1

Würde ich persönlich nicht fahren, aber schön, dass so auch solche Opaautos überleben, die früher zum allgemeinen Straßenbild gehörten.

Erkennt Ihr dieses Fahrzeug?

DKW Monza

DKW Monza

Ein DKW Monza - ja, es gab vor dem Opel Monza schon einen Monza in Deutschland.

Ich kann nicht sagen, ob dieses Tuningtreffen nun wirklich repräsentativ für die aktuelle Scene ist. Aufwändige Tuningfahrzeuge waren Mangelware.

Carsamstag Limburg

Ich gehe ja zugegebener Weise gerne auf solche Treffen, um auch ein wenig zu lästern, aber da war kaum etwas da dafür. Irgendwie schon fast langweilig. Vielleicht sollte ich im Sommer einmal auf ein größeres Event fahren. Für den Ostersamstag war es aber ganz ok - schließlich war es traumhaftes Wetter und es wäre eine Schande gewesen, das daheim am Rechner zu verplempern...

30.03.18

Permalink 15:31:00, von KLE E-Mail

Gute Nacht Halle Acht - unser Videobericht von der Techno Classica

Dieses Jahr hatten wir wieder einmal Burt mit der Kamera im Team in Essen. Bewegte Bilder sind doch etwas anderes, als "nur" Text. Soeben hat er seinen Videobericht online gestellt:

Es geht um unseren Stand, um unser Konzept, um die Stimmung bei uns vom Fusselforum.

Aber es geht auch um ein Thema, das all den Clubs in der Halle 8.1 beschäftigt hat dieses Jahr. Seit ein paar Jahren ist die Messe Essen dabei, das Messegelände umzugestalten. Alte Hallen werden abgerissen, neue Hallen entstehen. Nach der Techno Classica ist die Halle 8 dran abgerissen zu werden, sie wird es also im kommenden Jahr nicht mehr geben.

Die Halle 8.1 (und auch die Hallen 9.1 und 6.1) war für uns Clubs etwas Besonderes. Die (einzigen) Hallen im Obergeschoss waren Clubtreffpunkt. Nicht nur für die VW Clubs, denen wir uns vom Fusselforum angeschlossen haben, sondern auch für die Fiat Clubs, die Clubs rund um Fahrzeuge aus DDR Produktion etc. Und über die Jahre entstanden da auch Freundschaften zwischen den Clubs. Man besuchte sich untereinander, half sich gegenseitig beim Aufbau etc. Eine schöne Gemeinschaft, die funktioniert hat obwohl oder gerade weil man teilweise sehr unterschiedlich ist.

Und die Besucher wussten: Im Obergeschoss sind die Clubs, sie mussten nicht lange suchen.

Was für Firmen eher suboptimal war, war für uns ein Traum: Tausendmal übertapezierte Stellwände und Rückwände, die beim Aufbau immer schlimm aussahen, aber einen entscheidenden Vorteil hatten: Man konnte mit ihnen viel machen. Tapezieren, bemalen, auch mal einen Nagel oder eine Schraube reinhauen. Das gab viel Möglichkeiten zur Gestaltung.

Nur weil sie abgerissen wird, heißt das nicht, dass die Halle komplett wegfällt. Es wird eine neue gebaut, nur wird diese kein Obergeschoss mehr haben. Einerseits für die Wege der Besucher besser, aber natürlich hat eine Halle mit 2 Stockwerken auch die doppelte Grundfläche. Die neue Halle wird kein Obergeschoss mehr haben. Am Ende aller Um- und Neubauten soll die Messefläche wieder etwa der ursprünglichen Fläche entsprechen, aber das wird noch dauern. Und solange die neue Halle gebaut wird - wohin kommen wir in der Zwischenzeit?

Während der Bauphase gibt es provisorische Hallen, wir nennen sie gerne Zelte, weil sie nur ein Planendach haben. Das sind natürlich nicht die optimalen Hallen. Aber irgendwie muss man die Flächen ja ersetzen, die während dem Bau nicht nutzbar sind. Die Techno Classica platzt seit Jahren aus allen Nähten. Und es gibt die Halle 1A im Keller. Dort standen früher Clubstände, die letzten Jahre ausschließlich Autos zum Verkauf. Die Halle 1A hat einen fiesen Nachteil: Man findet sie schlichtweg nicht. Die Abgänge sind einmal durch das Foyer des Eingangs Süd und es gibt noch eine Rolltreppe in einem Zwischeneingang. Das war’s. Wenn man weder durch den Eingang Süd kommt, oder zufällig den Zwischengang geht - man findet die Halle einfach nicht. Entsprechend schlecht frequentiert ist die Halle.

Für uns Clubs wäre es am besten, in einer "normalen" Halle untergebracht zu werden kommendes Jahr. Und am besten wieder alle zusammen, denn die Gemeinschaft ist uns wichtig. Ob das klappt, werden wir sehen.

In dem Video haben Burt zusammen mit Reportertalent Nils und Praktikant Wuifi versucht, ein wenig die Stimmungen zu dem Thema einzufangen. Und ich finde, es ist ihnen sehr gut gelungen. Danke an das Team für die gute Arbeit!

Am Sonntag, also dem letzten Tag auf der Techno Classica, haben wir noch einen meiner Meinung nach noch einen würdigen Abschied von der Halle 8.1 hinbekommen. Mir wurde das Mikrofon in die Hand gedrückt, ich sprach noch ein paar Worte und dann erklangen die Hupen aller Ausstellungsfahrzeuge in der Halle. In diesem Sinne: Gute Nacht, Halle Acht!

28.03.18

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Mein persönliches Techno Classica Highlight

Es gibt tausende Oldtimer auf der Techno Classica zu sehen. Viele zu verkaufen, über die Preise - ach da haben sich schon genug drüber aufgeregt. Und ganz ehrlich, gefühlt war alles teuer, aber ich habe auch nicht die aktuellen Marktpreise im Kopf. Aber es gibt viel zu bestaunen. Hunderte Porsche 911 - die kenne ich schon vom Aldi Parkplatz. Aber an einem Clubstand, da stand da so ein Ding, das mich sofort in seinen Bann zog.

Citroen 11 CV Hot Rod

Auf den ersten Blick erkannt, was das ist? Von vorne ist es echt schwer, von hinten aber eindeutig.

Citroen 11 CV Hot Rod

Das ist tatsächlich ein Citroen 11CV, also die bekannte Gangsterlimo. Aber keine wilde Bastelei aus der Neuzeit, der Wagen wurde bereits in den 60ern von einer Citroen Werkstatt in Drome umgebaut für Dirt Track Rennen. Insgesamt vier dieser Fahrzeuge entstanden, wovon das der einzig bekannte Überlebende ist. Basis war ein 11CV BL von 1954. Während der Motor original blieb, wurde vieles getan, um das Gewicht zu optimieren. Das Dach ist um 10cm gechopt und die flachere Frontscheibe ist die einzige Scheibe im Wagen, auf Seiten und Heckscheibe wurde verzichtet - und hat der Wagen bis heute nicht. Ebenso wenig wie Stoßstangen. Wenn ich die Bilder in der Clubzeitschrift des Citroen Veteranen Clubs Deutschland richtig deute, hatte er vorne ursprünglich keine Kotflügel mehr, die Radabdeckungen vorne sind wahrscheinlich Zugeständnisse an den deutschen TÜV, passen stilistisch aber sehr gut zu dem Fahrzeug. Die hinteren Kotflügel sind beschnitten.

Alles, was man an Innenausstattung nicht brauchte, flog heraus, die Sitze stammen von einem Hubschrauber.

Citroen 11 CV Hot Rod

Den Platz der Rücksitzbank übernimmt ein leichter Renntank.

Der Kühlergrill stammt von der Karosseriefirma Emile Tonneline. Er lässt die Karosserie gestreckter wirken. Um den Wagen Tieferlegen zu können, was wohl durch Verdrehen der Drehstäbe geht, wurde die Auspuffanlage seitlich verlegt. Der Endtopf ist tatsächlich ein ehemaliger Transportbehälter für Gasmasken. Die TÜV Eintragung für dieses Detail würde ich gerne sehen, denn das Teil hat tatsächlich H-Kennzeichen. Es handelt sich aber schließlich um einen historischen Umbau.

Citroen 11 CV Hot Rod

Der Lack, sowie handgemalte Werbebeschriftung für einen Ölhersteller sind noch original, der Schriftzug auf den Motorhauben bedeutet übersetzt "Das Öl der Weltrekorde".

Was eine Erscheinung! Nicht nur ich war hin und weg von dem Wagen, er war bei uns Standgespräch. Ein echter historisch korrekter Hot Rod Umbau aus Europa mit entsprechendem WOW Effekt. Ja, das gab es auch auf unserer Seite des Teichs und nicht nur in Amerika.

Der Besitzer will wohl mit dem Wagen auch an Rennveranstaltungen teilnehmen, was mich besonders freut. So hat auch die Öffentlichkeit etwas von dem Wagen.


Nachtrag:

Meine Informationen beruhen auf dem etwas dürftigen Bericht in der Clubzeitschrift des Citroen Veteranen Clubs Deutschland. Wie mir jetzt von mehreren Seiten zugetragen wurde, gibt es eine zweite Geschichte zu dem Wagen, nachdem ein Engländer den Wagen von 1980-2007 aufgebaut habe. Entsprechende Berichte finden sich im Netz. Und es handelt sich recht offensichtlich um das identische Fahrzeug. Laut meiner Quelle hat er ihn aber in Frankreich gekauft. Herrlich verwirrende Informationen mit viel Raum für Spekulationen. Was aber nichts an dem Umstand ändert, dass wir hier einen großartigen Autowagen sehen...

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