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25.05.15

Permalink 13:09:00, von KLE E-Mail

Oldtimertreffen am Segelflugplatz Oppenheim Pfingstsonntag 2015

Es ist keine Riesenveranstaltung, was die Oldtimer Freunde Oppenheim (OFO) da in Rheinhessen auf die Beine stellen. Aber insgesamt war das eine runde Sache. Sie machen das zusammen mit dem Aero-Club Oppenheim-Guntersblum, die an dem Tag auch Tag der offenen Tür haben.

Oldtimertreffen Oppenheim

Obwohl nicht weit weg von mir, ich kannte es nicht und erfuhr über einen Facebook Kommentar davon und dachte mir, schönes Wetter, nicht weit weg, da fährst Du einfach einmal auf eine Bratwurst vorbei. Und es war durchaus interessant, was es da zu sehen gab.

Das DRK Alzey hat gleich zwei historische Fahrzeuge in seinem Fuhrpark. Öffentlichkeitsarbeit über Oldtimer.

DRK

Lustig bei solchen Publikumsveranstaltungen finde ich immer die Gespräche der Sonntagsspaziergänger, die sich das gerne ansehen, aber eigentlich keine Ahnung haben. "Kuck mal, eine Isetta, die hatte unser Nachbar auch einmal damals". Schade nur, dass die Isetta ein Zündapp Janus ist - und das auch noch fett draufsteht ;-)

Zündapp Janus

Echt ein seltener Anblick. Schön, so etwas auf der Straße zu sehen und nicht im Museum.

Extrem pornös fand ich diese Scheel Sportsitze. Irgendwie haben die mit ihren ungewohnten Proportionen etwas von einer Karikatur.

Scheel Sportsitze

Aber absolut passend zum Auto, übrigens einer BMW Neuen Klasse.

BMW Neue Klasse

Auch unter der Haube zeitgenössisches Tuning. Man achte auf den Luftfilter. Laut Aussage des Eigentümers musste er die Deckel weglassen, weil sonst die 2 Doppelvergaser zu wenig Luft bekommen. Andere BMW Fahrer montieren da Luftfilter neueren Produktionsdatums, aber das fand er stilistisch unangebracht - und ich muss ihm da Recht geben.

BMW Neue Klasse

Ein paar Hot Rods waren auch da und rundeten das Bild positiv ab.

Hot Rod

Lustig fand ich diesen winzigen Traktor von Normag. Eher etwas für Weinberge, als zum Bestellen von großen Feldern - hat seinen besonderen Charme.

Normag Traktor

Sehe ich lieber als den allgemein als Kult anerkannten Porsche Diesel, von dem anscheinend alle überlebt haben, weil er eben von Porsche ist.

Porsche Diesel

Der stand neben dem wohl schönsten Wagen, den Audi jemals gebaut hat - das Coupé S.

Audi Coupé S

Wenn da keine Audi Ringe am Kühlergrill wären - niemand würde vermuten, dass der in Deutschland und nicht in Italien gebaut wurde.

King of Trash war eindeutig dieser Ford Mustang.

Ford Mustang

Ford Mustang

Ich bin ja kein Freund vom Mustang allgemein. Man möge es mir verzeihen. Es ist so ein Klischee, dieser Mustang. Man traut sich nicht, ein dickes Amischiff zu fahren, will aber zeigen, dass man dem amerikanischen Lifestyle toll findet.

Die Mustangs der 60er sind dabei eigentlich wunderhübsche Autos, aber was sich der Designer, der dieses Modell aus den 70er Jahren entworfen hat, von Beruf war, erschließt sich mir nicht. Dieses Exemplar war zudem noch mit vielem US Kitsch verkaspert und natürlich trug der Fahrer einen Cowboyhut. Fehlt eigentlich nur noch die Truck Stop Kassette im Radio.

Ich hatte meinen Escort außerhalb des Geländes geparkt, ich wollte eine Diskussion am Einlass vermeiden. Und wahrscheinlich hätten mehr Leute über meinen Escort gelästert, als über den Mustang. Vermutlich auch zu Recht ;-) Meine Bratwurst habe ich bekommen, hatte ein paar nette Gespräche, obwohl ich gar nicht so lange vor Ort war.

Sollte ich das kommende Jahr am Pfingstsonntag nichts anders vorhaben, werde ich wohl wieder da vorbeifahren, war ein netter, interessanter Ausflug.

20.05.15

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Der Mai Altautotreff in Darmstadt war gut besucht

Ein wenig die Werbetrommel gerührt und geniales Wetter - was genau der ausschlaggebende Punkt war, der so viele Fahrzeuge zum Altautotreff nach Darmstadt gelockt hat ist eigentlich egal. Was aber Tatsache ist, es reichte eine Parkreihe nicht aus für alle Fahrzeuge.

Altautotreff Darmstadt Mai 2015

Für mich waren gleich 2 Highlights dabei. Da war zum einen ein Ford Capri I im vollen Renntrimm.

Ford Capri

So muss ein Capri aussehen!

Ford Capri

Er kam übrigens zusammen mit einem zweiten Capri - ebenfalls im Renntrimm und einem Ford Escort MK3 Cabrio.

Altautotreff Darmstadt Mai 2015

Ja, auch die sind inzwischen recht selten geworden - und auch im H-Kennzeichen Alter. Man achte auf das passsende Kennzeichen.

Altautotreff Darmstadt Mai 2015

Mein zweites Highlight ist ein Youngtimer, den ich ewig nicht mehr auf der Straße gesehen habe: Ein Fiat Uno Turbo i.e. aus der ersten Serie.

Fiat Uno Turbo i.e.

Das war in meiner Jugend eine beliebte Waffe, die Dinger gingen wie die Hölle und wurden alle verheizt, wenn sie nicht weggerostet sind. Der hier ist restauriert und zeigte sich erstaunlich original.

Fiat Uno Turbo i.e.

Fiat Uno Turbo i.e.

Aber auch dieser Opel Manta A ist lecker.

Opel Manta A

Ich liebe das Bett der Ronal Kleeblätter.

Ronal Kleeblatt

Natürlich war auch wieder eine Fraktion mit amerikanischem Altblech anwesend.

Altautotreff Darmstadt Mai 2015

Altautotreff Darmstadt Mai 2015

Altautotreff Darmstadt Mai 2015

Ein wunderbar sonniger Nachmittag mit einer interessanten Mischung an Fahrzeugen. Mehr Bilder in der Galerie.

Der nächste Altautotreff ist am 21.06.2015 - schaut doch mal vorbei!

09.05.15

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Entlastung der Papiertonne

Was ist die auflagenstärkste Zeitschrift Europas? Das ist nicht etwa irgendein besonders nobles Magazin, es ist die ADAC Motorwelt.

ADAC Motorwelt Papiertonne

Ich bin froh, dass es den ADAC gibt, ungezählt die Situationen als Altautoschrauber, dass ich die Pannenhilfe in Anspruch genommen habe. Da sind die einfach ungeschlagen. Kein Wunder, dass der ADAC so viele Mitglieder hat. Es gibt einfach ein angenehmes Sicherheitsgefühl zu wissen, dass wenn man mal liegenbleibt, die Gelben Engel rufen zu können.

Jedes Mitglied bekommt zwangsweise die ADAC Motorwelt. Alles, was bei mir hängenbleibt ist, dass da massig Anzeigen von Treppenliftfabrikanten drin sind. Und die Skandale über die manipulierte Leserwahl zum Autopreis "Gelben Engel" macht das Magazin nicht unbedingt glaubhaft. Mir ist es eigentlich vollkommen egal, ob da Leserwahlen manipuliert wurden etc. Mir geht es beim ADAC um die Pannenhilfe und sonst nichts. Wer da einen Staubfänger bekommt, geht mir am Allerwertesten vorbei.

Als ich vor vielen Jahren nachts auf der Autobahn bei einer Vergaserpanne mit meinem damaligen Passaratti Kuh-Pee BSE ADAC Mitglied wurde, überflog ich die seitdem bei mir den Briefkasten verstopfende ADAC Motorwelt noch einmal grob als Klolektüre. Inzwischen landet jede Ausgabe ungelesen im Altpapier. Und ich bin mir sicher: Das ist in vielen Haushalten so.

Abbestellen kann man diese Zeitung nicht. Was eine Ressourcen Verschwendung! Laut Wikipedia lag die Auflage 2013 bei fast 14 Millionen Exemplaren - monatlich versteht sich. Man muss sich die Papiermassen einmal vorstellen, die da zusammenkommen. Und das Papier eignet sich nicht einmal zum Abkleben beim Lackieren. Was will ich damit?

Durch einen Artikel von Jan Gleitsmann bin ich darauf gekommen: Nein, man kann die ADAC Motorwelt zwar nicht abbestellen, aber Ja, man kann es umstellen, sie als ePaper zu beziehen. Dann muss wenigstens kein Papier mehr verschwendet werden und ehrlich? Ich werde meinen SPAM Filter so einstellen, dass die ePaper Ausgabe dann auch im virtuellen Mülleimer landet. Automatisch.

Die Umstellung geht innerhalb weniger Momente auf der ADAC Homepage. Ich bin da eh angemeldet, weil man da so schön praktisch u.a. Musterkaufverträge herunterladen kann etc. Ich habe es auf ePaper umgestellt und ich empfehle Euch, das auch zu tun.

Sollte ich irgendwann in das Alter kommen, in dem ich einen Treppenlift brauche, kann ich das auch in der ePaper Ausgabe nachlesen  ;-)

29.04.15

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Demolition Derby auf der Techno Classica Essen

Wir haben oft aus Spaß gesagt, was wäre wenn man in einer der Ausstellungshallen mit teuren Fahrzeugen ein Demolition Derby fahren würde? Nur aus Spaß natürlich. Wirklich ernsthaft mit dem Gedanken spielen, das tatsächlich durchzuziehen, macht niemand. Und trotzdem kam es am Sonntag beim Abbau zu etwas Ähnlichem bei der großen Oldtimermesse in Essen.

Nein, natürlich hat niemand wirklich ein Demolition Derby gefahren auf der Techno Classica, aber beim Abbau kam es zu einem folgenschweren Unfall in der Halle 6. Das war die Ausgangssituation - das Bild stammt vom Freitag der Messe:

Techno Classica 2015 Halle 6

Am rechten Rand sieht man noch ein wenig einen schwarzen Rolls Royce Silver Wraith. Der sollte aus der Halle gefahren werden. Offenbar - nach Aussagen Dritter, ich habe es nicht live gesehen - hatte einer der Abbauer den Wagen angelassen, ohne sich dazu in den Wagen zu setzen - und ohne zu ahnen, dass ein Gang eingelegt war. So machte es die Runde in Essen. Ganz sicher ist diese Aussage nicht.

Auf jeden Fall setzte sich der Rolls unkontrolliert in Bewegung.

Techno Classica Essen

Als erstes legte er das Gestell des Nachbarstandes um. In wie weit dabei dritte Fahrzeuge beschädigt wurde, entzieht sich meines Wissens. Dass aber alle Rohre neben die Oldtimer gefallen sind, ist eher unwahrscheinlich.

Demolition Derby Techno Classica Essen 2015

Weit kam der Rolls nicht, der Schwung wurde von anderen Autos aufgefangen - von vielen Fahrzeugen, die er ineinander schob.

Unfall Techno Classica Essen 2015

Als es passiert war, kam einer zu uns an den Stand und sagte, das müsst Ihr gesehen haben - und den Anblick konnten wir kaum glauben.

Das hat sich gelohnt! Deformiertes Blech an diversen hochpreisigen Klassikern.

Unfall Techno Classica Essen 2015

Unfall Techno Classica Essen 2015

Unfall Techno Classica Essen 2015

Unfall Techno Classica Essen 2015

Zugegeben: Ein wenig Schadenfreude kam schon auf, auch wenn man natürlich um die schönen und seltenen Oldtimer trauert. In einigen waren "Sold" Schilder zu lesen. Das gibt mal richtig Ärger mit den Käufern, auch wenn sich die Blechschäden sicherlich richten lassen.

Oldtimer Demolition Derby

Also ich wollte nicht in der Haut des Unglücksraben stecken, der den Rolls Royce gestartet hat...

24.04.15

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Zweiklassengesellschaft Techno Classica

TC

Die Techno Classica 2015 ist vorbei, Zeit ein wenig darüber nachzudenken, was da so alles geboten wurde.

Ich gebe offen und ehrlich zu: Ich bin dieses Jahr kaum zum Herumlaufen auf der Messe gekommen. Ein meinungsspaltendes Fahrzeug am eigenen Clubstand stehen zu haben - da geht man sehr ungerne vom Stand weg. Zu viele interessante, lustige, verwunderte Gespräche. Man stellt schließlich ein Auto aus, um im Feedback zu baden. Es ist einfach sehr motivierend, wenn andere die eigene Leistung anerkennen.

Anders ausgedrückt: Wir hatten Spaß an unserem Clubstand und wir sind auch dankbar, dass uns die Möglichkeit gegeben wurde auszustellen.

Aber es steht in den Sternen, wie es mit der Clublandschaft auf der TC weitergeht. 2016 werden wohl die zweigeschossigen Messehallen in Essen abgerissen und durch einstöckige ersetzt. Der Großteil der Clubs hat aber seine Stände in den Obergeschossen. Ob der Neubau die gleiche Grundfläche bringen wird, wie sie jetzt vorhanden ist, kann man anzweifeln. Natürlich hoffen wir auf ein Wunder, hat uns doch die diesjährige Techno Classica etwas gelehrt: Wenn es darum geht, Geld zu verdienen, dann stehen die Clubs ganz hinten an.

Die Kellerhalle 1A war bisher immer die unbeliebteste Halle - und für einige Besucher aber auch die interessanteste. Dort standen die Clubs, für die wo anders kein Platz mehr war, vor allem aber die Clubs, die sich um den Erhalt von US Klassikern gekümmert haben. In der Mitte der große Stand des Street Magazines, drumrum die Einzelclubs. Die Halle 1A hat aber einen entscheidenden Nachteil: Die Abgänge in die Halle sind schwer zu finden, deshalb laufen viele Besucher durch die Messe, ohne dass es ihnen auffällt, dass sie die Halle übersehen haben. Dieses Jahr beschloss die SIHA, Veranstalter der Techno Classica, diese Halle zur reinen Autoverkaufshalle zu machen. Eigentlich eine gute Sache: Wer ein Fahrzeug zum Kauf sucht, bekommt ein kompakt zusammengestelltes Angebot und die Clubs sind aus der Halle 1A, die schwer zu finden ist, raus. Allerdings waren sie nicht nur aus der Halle 1A raus, sie waren komplett raus. Bis auf den Stand des Street Magazines und den eines Ford Mustang Clubs war keiner mehr vertreten. Es ging das Gerücht um, dass diese ausgeladen wurden. Das ist nicht ganz richtig. Dafür hätten sie eine Bestätigung haben müssen. Ihre Clubstandbewerbungen wurden abgelehnt. Und das leider sehr ungeschickt erst kurz vor der Messe, als einige schon tief in der Standplanung waren und teilweise schon Aufbauten gebaut hatten, Material dafür gekauft hatten etc.

Die Zusagen für die Clubstände kommen immer sehr kurzfristig vor der Messe und ich gebe zu, auch wir planen unseren Clubstand schon lange vorher. Manche Ideen entwickelt und realisiert man eben nicht zwischen 12 Uhr und Mittag. In dem Fall hätte man zumindest so diplomatisch von der SIHA sein können und schon im Vorfeld ankündigen an die betroffenen Clubs, dass eine Umplanung der Halle 1A ansteht und die Zusage mehr als unsicher sein wird.

Ich habe von einigen Scenegrößen gehört, dass sie wegen den fehlenden US Clubs und vor allem der Art der Absage aus Protest von der Messe fern geblieben sind. Und ich rede durchaus von fernsehbekannten Personen.

Ich hoffe, der Veranstalter hält sich daran, was immer so schön bei der Preisverleihung des Clubstandwettbewerbs betont wird. Da heißt es immer, dass die Clubs ein wichtiger Stützpfeiler der Messe wären. Bitte, liebe SIHA sägt den nicht um! In vielen Gesprächen mit Besuchern habe ich immer wieder gehört: Wären die Clubstände nicht, sie würden nicht mehr kommen, weil der Rest der Messe inzwischen zu abgehoben ist und sich der Privatschrauber, der sich am Wochenende sein persönliches Schätzchen wieder zurechtschweißt, nicht mehr wieder findet.

Beabsichtigt oder unbeabsichtigt: Die Wertschätzung der Clubs und kleinen Teilehändler bekamen wir am Ausstellerabend zu spüren. Bei diesem Abend werden pro Stand 2 Personen eingeladen zum Buffet und Livemusik. Jeder muss seine Einladung vorzeigen und wird dann eingelassen, um in der Feier Arena noch einmal an ein Absperrband zu kommen. Hinter dem Absperrband war das Buffet aufgebaut. Eine elitäre Menge war bereits hinter dieser Absperrung, für sie wurde das Buffet zuerst eröffnet. Erst als diese bedient waren, durfte das "Fußvolk" ans Buffet.

Natürlich kann man das so argumentieren, dass man Stau am Buffet vermeiden wollte, aber ich kam mir in der Schlange vor wie ein Mensch zweiter Klasse, der essen darf, was die anderen übrig gelassen haben. Zur Ehrenrettung muss man sagen: Es war natürlich noch genug da am Buffet und es wurde auch nachgelegt.

Was gab es sonst noch auf der Techno Classica? Einige Automarken haben einen starken Auftritt hingelegt, den es sich sicherlich gelohnt hätte, anzusehen, wenn ich vom Stand weggekommen wäre. Beispiel ist die Feuer des 50jährigen Jubiläums des Opel GT - im Vorbeigehen habe ich das Modell fotografiert, das den Vergleich zwischen Studie und Serienmodell sehr schön im Maßstab 1:1 demonstriert:

Opel GT

Zum SEHEN war die Techno Classica sicherlich wieder eine gelungene Messe - zum KAUFEN nach Aussagen vieler wohl eher nicht. Die Preise der Fahrzeuge sind teilweise so abgehoben, dass es mit der Realität nichts mehr zu tun hat. Und wenn es einen Schnapper gibt, dann gibt es ihn nicht lange. Ich habe aus mehreren Quellen gehört, dass Händler günstige Autos auf der Messe kaufen und gleich wieder mit Aufschlag anbieten. Teilweise bewegen sich dafür die Fahrzeuge keinen Millimeter nur das Preisschild wird ausgetauscht. Das Problem dabei: Es gibt offenbar noch genug Leute, die völlig unwissend von reellen Marktpreisen trotzdem zuschlagen. Das Geld sitzt locker.

Mir fällt immer wieder die Kinnlade herunter, wenn ich Geschichten höre, wie die von einem Stand der 2 Porsche 911 stehen hatte. Beide je zu einem Preis von 160.000,- Euro. Der Käufer fragt, ob der Paketpreis von 300.000,- Euro in Ordnung wäre und als man sich darauf geeinigt hat, knallt er den Kaufpreis in bar(!) auf den Tisch. Seine Begründung für den Kauf: Der eine ist weiß, der andere rot. Er ist Pole und das passt wunderbar zu seiner Landesfahne.

Das hat mit unserer Art das Oldtimerhobby auszuleben nichts gemein.

Klar, eine Messe ist ein Wirtschaftsunternehmen, für das zählt, was letztendlich unten auf der Bilanz steht. Trotzdem wäre es schön, wenn es langsam wieder zu einer Trendwende kommt. Ein wenig weniger Spekulation mit Oldtimern als Anlageobjekt (viele Autos gingen dieses Jahr Gerüchten zufolge nach Griechenland) und ein wenig mehr Faszination, was mit eigenen Händen, dem Sonnenbrand vom Schweißen und dem Sparen auf den Doppelvergaser wieder auf die Gasse gekommen ist.

 

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