Formular-Poesie….

Ist schon erstaunlich, die Geschichte des rostigen Haufen Elends, das da jetzt in meiner Scheune steht. Er ist gerade mal von 1973 bis 1979 auf der Straße gewesen und wartete dann 28 Jahre lang darauf, von mir entsorgt zu werden. Ziemlich unsinnig eigentlich. Aber was das mit sich brachte, ist wieder mal ein schönes Stück „Behördengeschichte“. War 1979 noch Liebe in den Papieren – wie lange man damals wohl in der Zulassungsstelle gewartet hat?

Mechanische Schreibmaschine – und dieser schöne Tippfehler im Formular. Gefunden?

Mein Passat hatte damals auch ein Beckum-Kennzeichen – Am 1. Januar 1975 wurde der Kreis Beckum im Rahmen der Kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen aufgelöst und größtenteils mit dem nördlich angrenzenden bisherigen Kreis Warendorf zum neuen Kreis Warendorf zusammengeschlossen. (Wikipedia). Deshalb ist auf dem Formular auch WAF vorgedruckt. Viel schöner finde ich die Rückseite:

Da kann doch nu wirklich kein Computer-Bon dagegen anstinken. Gab es früher eigentlich den Beruf des Behördengrafikers? Wie wollen wir unseren Kindern das mal erklären? Das ist doch Poesie auf standadisiertem Formularpapier…

2 thoughts on “Formular-Poesie….

  1. Tja, ein Stück Kfz-Geschichte.

    Hab hier noc hden Stuerbescheid rumliegen, mit dem ein Bekannter von Opa in den 50ern nen Möfti angemeldet hat. Alles Handschriftlich. In Altdeutsch.

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