Na wenigstens dicht

Ich hatte bewusst es vor mir hergeschoben, die ESP am Pirat abzudichten. Viel Diesel verlor er (noch) nicht und da ich an den letzten zwei Wochenenden größere Touren fahren wollte, war es mir zu Joker, da dranzugehen. Geht irgendwas schief, wäre ich blöd dagestanden.

Eventuell hätte gereich den O-Ring zu tauschen, aber eben nur vielleicht. Lieber Nägel mit Köpfen. Ich habe mir einen Reparatursatz geholt mit O-Ring, Gehäusedichtung, Kupferdichtungen und Buchse für die Gaswelle. Diesmal war ich schlauer beim Auseinanderbauen der ESP. Erst die Mengenschraube rausdrehen und die Umdrehungen zählen. Dann ist das Ganze keine große Sache. Den Deckel zur Werkbank mitgenommen. Die Buchse für die Gaswelle musste ich herausschlagen. Dazu ist eine Nuss ganz gut geeignet.

Original ist eine Messingbuchse verbaut. Im Reparatursatz ist eine aus Stahl enthalten.

Ich weiß jetzt nicht, ob das besser ist oder billiger. Kann beides sein. Ich hatte anfangs echt Probleme rauszufinden, welche Länge ich brauche. Da gibt es verschiedene. Im 32B ist eine mit 30,5mm Länge verbaut. Die neue Buchse habe ich dann ebenfalls mit Hilfe einer Nuss – in dem Fall einer Langnuss – eingeschlagen.

Am Gashebel habe ich den neuen O-Ring aufgezogen.

Der O-Ring war wahrscheinlich die eigentliche Ursache. Der war komplett hart, ist beim Versuch ihn abzuziehen sofort gerissen.

Die Reste des Dirkos mit dem ich den Deckel ursprünglich abgedichtet hatte, habe ich natürlich entfernt. Das hatte ich verwendet, weil die alte Dichtung leicht verdrückt war.

Wenn ich ehrlich bin: ich habe es 2x wieder zusammengebaut. Die erste Dichtung (ich hatte drei zur Auswahl) des Gehäuses ist bei der Montage wieder aus der Nut gerutscht und grüßte seitlich heraus. Da ich diesmal Umdrehungen gezählt hatte bei der Mengenschraube etc. ging auch alles gut. Alles wieder zusammen und dicht.

Freunde werden die ESP und ich trotzdem nie wieder, ist einfach nicht meine Welt.

Und da ich eh im Motorraum tauchte, habe ich mich weiter um den Tacho gekümmert. Die Tachonadel zitterte ja wie blöd und vor allem zeigte er zu wenig an – sowohl Geschwindigkeit, als auch Kilometer. Das nervt hart und ist auch gefährlich, könnte ja das eine oder andere Knöllchen geben. Man kommt dank des Längsmotors beim Passat an Vieles gut dran, an den Tachoantrieb leider nicht, da s garantiert Kreuzschmerzen.

Man sieht vor allem nicht, wo man schraubt. Ich habe das Ritzel rausgezogen, hatte schon Spiel, vor allem in der Buchse.

Ich war mir nicht sicher: Ist nun das Ritzel verschlissen, oder eventuell auch die Buchse? Ich habe beides aus einem anderen Getriebe herausgeschraubt, bei dem DEUTLICH weniger Spiel drin war.

Also habe ich diesmal nicht nur das Ritzel umgeschraubt, sondern auch die Buchse. Gefühlt hat das auch im Getriebe kein Spiel. Das sollte doch hinhauen jetzt? Nein, tut es leider immer noch nicht.


Es nervt jetzt noch härter. Ich gestalte viel lieber, als dass ich repariere. Und ganz doof ist es, wenn man einen Fehler hat und die Ursache nicht findet. Ich werde jetzt wohl dann noch die Tachowelle tauschen. Eigentlich habe ich die mit dem Akkuschrauber getestet und als Fehler ausgeschlossen, aber das ist das einzige Teil, das ich jetzt nicht getauscht hatte…

2 thoughts on “Na wenigstens dicht

  1. Wahrscheinlich hat die Hülle der Welle irgendwo einen Knick, an dem die Seele “Schubbert”.

    Als du mit dem Akkuschrauber getestet hast, hast du möglicherweise die Welle ausreichend gestreckt und damit den Fehler “maskiert”.

    Ich bin daher überzeugt, dass es die Welle ist….

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