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Scherben bringen Glück?

Gestern klingelte bei mir das Telefon. Unterdrückte Nummer, das bedeutet selten etwas Gutes.

„Polizei Mainz, nicht erschrecken, es ist nichts Schlimmes. Sind Sie der Halter des Fahrzeuges mit dem amtlichen Kennzeichen „MZ-VW 907?“

Da gehen einem viele Dinge durch den Kopf. Letztendlich stellte sich heraus, dass auf dem Revier eine Dame saß, die sich selbst gemeldet hat, sie hätte meinen Rückspiegel am Titan weggefahren. Ich solle mal nachsehen. Und siehe da:

Am Scheibenwischer hing ein Zettel mit einer Telefonnummer.

Erneuter Anruf von der Polizei. Ich bestätigte den Schaden und erzählte vom Zettel. Es würde eine Streife vorbeikommen.

Es kam eine Streife, aber die wussten nur, dass mein Auto angefahren wurde. Also die Geschichte erzählt, die ich wusste. Und ich wusste nicht viel. Ich war den Wagen drei Tage nicht gefahren. Erst jetzt erfuhr ich, dass das wohl schon zwei Tage her war und der Verursacherin war es erst jetzt aufgefallen angeblich. Nennt man Fahrerflucht – auch mit Zettel. Ganz ehrlich: Das hätte ich ihr gerne erspart, nachdem, sie sich gemeldet hat. Aber der Zettel war schon länger am Auto – sieht man an den Baumsamen, die schon drüber lagen. Und ganz ehrlich – sie hätte eine Chance gehabt mich zu kontaktieren. Die URL meiner DJ Seite steht auf dem Wagen. Und auf der Seite stehen weitere Kontaktdaten. Es ist eigentlich sehr easy…

Außer dem Spiegel scheint nichts kaputt zu sein. Ich bin noch unsicher, ob ich es mit oder ohne Versicherung regeln werde. Ich hab einmal einen Kumpel angefunkt, der auch Gutachten macht und ihn gefragt, was er so grob veranschlagen würde…


Nachtrag:

Ich habe inzwischen mit der Verursacherin telefoniert. Hölle, ist eben passiert, der Schaden ist überschaubar, ich bin der nicht ernsthaft böse, da sie ist bereit den Schaden aus der Welt zu schaffen. Damit ist für mich der Käse eigentlich gegessen. Neuen Spiegel bestellen, dranmontieren und gut. Wenn da noch ein paar Euro bei mir hängen bleiben, umso besser.

Aber: Sie hat sich definitiv falsch verhalten. Sie hätte sich nicht vom „Unfallort“ entfernen dürfen und das der Polizei melden müssen. Gibt wohl noch so eine 24 Stunden Regel, innerhalb denen die Strafe milder ausfällt oder darauf verzichtet werden kann, allerdings nur bei Schäden unter 1.300 Euro. Da sie sich jetzt 2 Tage nach der Geschichte erst bei der Polizei gemeldet hat, läuft eine Anzeige wegen Unfallflucht und das kann richtig teuer werden selbst bei dem überschaubaren Schaden. Der Zettel am Wischer, den übrigens die Polizei als Beweis mitgenommen hat, reicht nicht. Das ist ein Irrglaube – so als Warnung für alle, denen das auch einmal passiert. Das funktioniert nur dann, wenn der Gegenüber das auch als Lappalie sieht und nicht die Polizei informiert. Ein unnötiges Risiko.

Ich drücke ernsthaft der Verursacherin die Daumen, dass sie da mit einem blauen Auge davonkommt, auch wenn die Chancen eher schlecht stehen. Sie hat mir ja schon mit dem Zettel die Bereitschaft gezeigt, dass sie zu dem Schaden steht. Es kann sein, dass das Ganze über die Versicherung abgerechnet werden muss. Was mir bei dem Schaden schon wieder viel zu viel Gerenne mit Gutachter etc. sein würde…

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Schleudern wir uns einen!

Mich nervte in letzter Zeit der Hupknopf des Lenkrads im Pirat. Er war zu locker und fiel gelegentlich heraus – klar, dass das ein nettes Hupen als Nebeneffekt hatte.

Gut, man hätte einfach einen anderen reinstecken können, aber wie nenne ich das immer: Gestaltungsanlass!

Ganz ehrlich, ich kann dieses Eisernes Kreuz Gedöns nicht mehr sehen. Das war so vor 15 Jahren noch wirklich cool. So ein Zitat der Hot Rod und Rocker Scene aus den USA der 50er. Aber als das Mainstream wurde, verlor es deutlich an Coolness. Ich dachte mir: Was passt super zum Flugzeug Look? Ein Schleudersitzschalter. E gibt verschiedene Fakeschalter, also besorgte ich mir einen. Der mitgelieferte Taster war mir aber zu klein. Das würde nicht aussehen, also besorgte ich zusätzlich einen größeren Taster.

Nun passt das ja nicht in das Loch im Lenkrad. Also nahm ich einen Deckel eines Computergehäuses, das schon eh schwarz lackiert war und bohrte mit dem Stufenbohrer ein entsprechendes Loch, rundum Löcher für die Befestigungsschrauben des Lenkrads, einfach etwas größer, dann kann man es im Nachhinein noch leicht ausrichten.

Das dünne Blechschild mit der Bezeichnung kann man mit der Schere schneiden. Die Form des Bleches ist relativ egal. Sollte nur nicht überstehen und kein Loch nach innen blitzen. Lenkrad hatte ich demontiert, das Blech habe ich zwischen Lenkrad und Nabe geklemmt.

Ich habe meinen Fakeschalter für den Schleudersitz und gleichzeitig einen funktionierenden Hupknopf.

Ja, ich weiß, ich bin ein Spielkind, aber ich liebe solche Details…

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Nehmen Sie Rücksicht!

Die Rückfahrkamera war eingetroffen und ich konnte das nicht ertragen, dass die bei mir rumliegt. Also ab in die Werkstatt, die erst einmal irgendwie ins Auto zu kloppen. Bevor ich an die feste Installation ging, habe ich erst einmal eine Batterie geschnappt und das System getestet.

Supereasy – Kamera und Monitor brauchen Saft und ein Verbindungskabel für die Übertragung – fertig! Anbauanleitung war keine dabei – was erwarte ich auch für ca. 21 Euro? Mit diesem, Testaufbau konnte ich checken, reicht es wenn ich die Kamera einfach stumpf unter die Stoßstange klemme? Es reicht. Also montierte ich sie da.

Wichtig bei der Montageposition war mir, dass die AHK die Sicht nicht verdeckt, also ist sie leicht außermittig.

Zwei Punkte fand ich – na nennen wir es mal doof:

  1. Bei der Kamera geht immer die LED Beleuchtung an, wenn sie eingeschaltet wird. Denke mal das wird ignoriert, aber streng genommen ist das eine unzulässige Beleuchtungseinrichtung
  2. Die Kamera hat 2 Stecker für Strom und für das Videosignal, die Kabel sind aber zu kurz, dass ich das Kabel bis zu den Seiten hätte führen können. Und ich wollte die Stecker nicht im Spritzwasserbereich haben. Also musste ich ein neues Loch bohren in die Reserveradwanne, um die Stecker im Fahrzeug zu haben.

Das Loch muss auch relativ groß sein, damit die Stecker durchpassen. Ich habe das Loch dann mit Karosseriedichtmasse verschlossen. Hat für meinen Geschmack etwas zu endgültiges. Ist aber jetzt eben so.

Insgesamt muss ich sagen – so sehr stört mich die Kamera gar nicht da unten, hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Den Strom habe ich von der Rückfahrleuchte abgezapft, dann schaltet sich die Kamera ein, wenn ich den Rückwärtsgang einlege.

Weiter zum Monitor. Der passte knapp nicht auf die Ablage auf das Armaturenbrett. Das Gehäuse des Monitors anschleifen? Warum nicht, war ja günstig.

Da tat das Loch mehr weg, das ich für die Kabel bohren musste im Armaturenbrett. Und wir erinnern uns: Ein dezentes Loch tat es nicht wegen der Stecker. Ein Klebepad zur Befestigung war beim Set dabei. Zugeklappt könnte das auch ein Brillenetui etc. sein.

Den Strom (Zündungsplus) klemmte ich am Radio mit an, ich denke mal, so viel Strom wird der nicht ziehen, wenn er ausgeschaltet ist, solange die Kamera nicht angeschlossen ist, bleibt der Monitor schwarz. Legt man den Rückwärtsgang ein, erscheint umgehend das Bild.

Den Monitor muss man bei dem Preis natürlich manuell ausklappen. Ich hab jetzt nicht die Mörderqualität erwartet, aber ich muss sagen, so übel finde ich die Qualität gar nicht. Die Kamera tut, was sie soll, das sehe ich pragmatisch. Ein Test bei Dunkelheit steht noch aus, auch weiß ich nicht, welchen Einfluss Verschmutzungen auf die Kamera haben. Bisher bin ich eigentlich ganz zufrieden. Mit war es schon passiert, dass ich einen Poller übersehen hatte beim Rückwärtsfahren, weil die Fenster in den Rapidtüren einfach relativ hoch sitzen – das Problem habe ich in Zukunft hoffentlich nicht mehr…

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Ausgewintert

Gestern machte ich eine Vatertagswanderung, also von der Straßenbahn zur Tiefgarage. Denn da stand schon lange der Focht Titan wieder mit gültigem Saisonkennzeichen. Derzeit brauch ich den Bock nicht wirklich. Ich nehme den normal als DJ Mobil, dass ich ihn geladen lassen kann. Aber durch Corona habe ich derzeit ja leider keine Aufträge.

Ein paar Tage zuvor hatte ich die Batterie dahin geschafft. Sie war über dem Winter an einem Batterieerhaltungsgerät. Batterie angeklemmt, Zündschlüssel rumgedreht und er sprang relativ schnell an. Gut, was soll auch an einem ollen Saugdiesel groß passieren. Die erste Fahrt ging direkt zu einer Tankstelle, den Luftdruck prüfen.

Vorne stimmte alles, aber hinten fehlte jeweils Luft. Immer wieder gut, nach mehreren Monaten Standzeit den Luftdruck zu checken. Ich machte noch ein Foto für Instagram.

Dabei ärgerte ich mich wieder über das größte Manko von dem Bock – nach hinten sieht man viel zu wenig. Zu Hause angekommen fing ich deshalb an, Nägel mit Köpfen zu machen und habe mir bei eBay eine billige Rückfahrkamera bestellt. Schon fast erschreckend, wie billig die inzwischen geworden sind. Und laut Aussage von einem Kumpel tun die um die 20 Euro auch ihren Dienst. Ich will ja nicht HD Fernsehen, ich will nur wissen, was hinter dem Wagen passiert.

Das Manko, das ich aber jetzt schon sehe: Die Kamera sieht sehr primitiv aus. Challenge accepted!

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Es rappelt im äh unter dem Karton

Bei meinem letzten Trip nach Bayern blieb ich bei einer Baustelle mit dem Auspuff hängen. Das Klappern unter dem Auto nervte, deshalb habe ich für die Heimfahrt provisorisch einen Spanngurt zur Sicherung eingesetzt.

Zugegeben – nicht die beste Methode. Der Auspuff wird heiß, der Spanngurt schmilzt. Aber Draht hatte ich keinen zur Hand. Hat aber gehalten. Bei der Demontage riss er aber ab. Blick unters Auto – vor Ort hatte ich nur gewackelt – ja, abgerissen.

In Bayern klopfte er schon am Unterboden herum. In Mainz angekommen war es endgültig eine fiese Klapperkiste. Man schämt sich fast im Leerlauf an der Ampel.


Wo wir gerade beim Sound sind. Ich habe inzwischen ein Nebengeräusch im Motorraum, kann es aber nicht identifizieren.


Ich konnte nichts Lockeres finden, was könnte das sein? Kommt auf jeden Fall von der Seite mit den Einspritzdüsen.

Ich hätte ja echt Bock, den Motor durch einen 110PS TDI zu ersetzen (Motorkennbuchstabe AFN), aber das H-Kennzeichen…

Doch zurück zum Auspuff. Ich kauf inzwischen Auspuffgummis im 10er Pack, braucht man immer wieder. Und das war auch gut so. es waren gleich drei(!) Gummis abgerissen.

Und den hier hab ich auch gleich mitgewechselt, da war es nur eine Frage der Zeit, dass der auch reißt.

Die Montage ist reine Fleißarbeit unterm Auto. Beim Endtopf, bei dem zwei Gummis gegeneinander arbeiten, mache ich es mir immer mit einem Spanngurt leicht. einen einhängen und den dann auf Spannung ziehen, dann geht der zweite sehr geschmeidig rein.

Ich war aber auch in der Werkstatt, weil ich den Kofferraum voll hatte mit einem „kleinen“ Zwischenprojekt. Mir ist da eine lederne Rücksitzbank aus einem SUV zugelaufen.

Da soll ein Sofa draus werden. Noch steht das aber noch nicht von selbst, seitlich wären irgendwelche Kotflügel nett als Armlehnen, die zweiteilige Bank muss eine einteilige werden, …

Vielleicht doch kein „kleines“ Projekt? Ist egal, ich hab ja keinen Zeitdruck dafür.

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Wieder beim Dreh

Ich bin gerade wieder im tiefsten Bayern und wir bauen wieder für VOX Autos. Ist schon skurril in diesen Zeiten. Die Pension, in der wir wohnen, darf Gäste aufnehmen, wenn sie geschäftlich unterwegs sind. Aber Frühstücken im Frühstücksraum? Geht nicht. „Bitte frühstücken Sie auf Ihrem Zimmer!“

Aber die Zeiten gehen auch irgendwann vorbei. Ich bin mit dem Pirat unterwegs und der hat einen neuen nervigen Fehler: Die Tankuhr fällt ab und an aus.

Das war kurz nach dem Volltanken. Dass ich immer noch auf die Überholung meiner LiMa mit Anschluss für den DZM warte, ist nicht ganz so schlimm, aber die Tankuhr wäre schon ganz nett. Muss ich mich daheim mal drum kümmern. Vielleicht ist es ja nur eine Kleinigkeit.

Heute kommt auf VOX die zweite Folge unseres ersten Fernsehumbaus. Wie ich erfahren habe, steht der Buckelkäfer schon jetzt schon zur Versteigerung:

www.unitedcharity.de/Auktionen/Traumauto-VOX-Sendung

Der Erlös kommt der Tafel zugute. Schön, dass wir damit auch noch etwas Gutes tun können. Erstaunlich finde ich: Er steht jetzt schon über 9.000 Euro – und eigentlich weiß noch niemand, wie er aussehen wird am Ende. Natürlich verrate auch ich das nicht. Wir wollen den Spannungsbogen ja noch aufrecht halten.

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Manöverkritik: Der KLE das erste Mal in VOX auto mobil

Gestern war es endlich so weit: Die erste Folge der Carmaniacs lief in VOX auto mobil. Jetzt ist es raus, dass wir an einen VW Käfer 1600i die Front eines Buckelvolvos PV 544 adaptieren. Der Arbeitstitel „Carmaniacs“ wird nur so am Rande in dem Bericht erwähnt. Es ist einfach die Rede vom „neuen Schrauberteam“.

Wer es verpasst hat, es ist begrenzte Zeit auch in der Mediathek von VOX zu sehen. Unser Beitrag startet ca. bei Minute 46. Das war es natürlich nicht mit dem Käfer, an den nächsten Sonntagen kommen Fortsetzungen.

Ich hatte die Endfassung vorab noch nicht gesehen und es waren so einige Lacher für mich an Stellen, die meine Mitzuschauer nicht verstanden haben. Beispielsweise cruise ich am Anfang zur Hintergrundmusik „Here comes the sun“ von den Beatles durch die Gegend. Ein Insider. Denn Jens singt und pfeift gefühlt den ganzen Tag und geht uns teilweise tierisch auf den Sack damit. Eines der Lieder, die er in seinem Nervrepertoire hat, ist „Here comes the sun“, jedoch mit dem Text „Hier kommt der Tanz“.

In dem Format kommt es so rüber, als ob wir uns ständig frotzeln und was soll ich sagen: Das ist auch tatsächlich so. Aber es ist eben ein freundschaftliches Frotzeln. Aus uns sind wirklich Freunde geworden und wir hängen zu dritt (Diego wohnt nicht so weit weg vom Drehort und fährt abends zu seiner Familie) auch gerne nach Drehschluss noch gemeinsam ab. Hätte auch anders kommen können. Und die Frotzeleien und die verschiedenen Herangehensweisen der unterschiedlichen Charaktere, gehören eben mit zum Format – aber auch zu uns. Da habe ich auch keine Probleme mit, denn die Dreharbeiten machen so auch wirklich Spaß.

Cool fand ich übrigens, dass mein Pirat es in das Intro geschafft hat. Geplant war das ursprünglich nicht. Ursprünglich sollten wir auf der Ladefläche eines US Pickups stehen, der allerdings nicht rechtzeitig anreiste. Und da kamen wir auf die Idee mit dem Pirat.

Aber wie hat Euch die erste Folge gefallen? Ihr wisst, ich kann auch mit Kritik umgehen. Was fandet Ihr gut, was eher nervig? Werdet Ihr auch die kommenden Folgen sehen? Ich freue mich auf Eure ehrlichen Kommentare!

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Manchmal hasse selbst ich VW

Ich gebe zu, ich war die letzten Wochen etwas faul, was meine Werkstattaufenthalte angeht. Aber gestern war ich dann wieder in der Werkstatthölle.

Ich hatte den Kofferraum voll, ich hatte auf dem Sperrmüll einen Dachgepäckträger gefunden und den musste ich einfach mitnehmen. Da der mir den Kofferraum blockierte, nahm ich das eben zum Anlass.

Da waren so ein paar „Kleinigkeiten“, die ich „schnell mal“ erledigen wollte.

Die Steckdose am Pirat war relativ tot. Als ich das letzte Mal einen Hänger ziehen wollte, staunte ich nicht schlecht, dass fast gar nichts ging.

Der Deckel war schon lange abgebrochen und so war die Steckdose ständig dem Spritzwasser ausgesetzt. Also zerlegt. Auf dem Bild sieht man es besser:

Die Kontakte sind total oxidiert. Hinten sah es nicht besser aus.

Total verrostet und ein Kabel war abgerissen. Ich wollte da jetzt nicht einfach eine neue dranschrauben, sondern verhindern, dass es wieder so weit kommt. Also habe ich die Kabelenden verzinnt.

Jetzt konnte die neue Steckdose dran. Auf jedem Kabel war der richtige Strom, es war wirklich nur die Dose. Aber als ich die neue Dose festschraubte fiel mir etwas auf.

Warum war eigentlich der Deckel abgebrochen? Nun, der neue Deckel ging nicht richtig auf, sondern er stieß an der Stoßstange an. Klar bei dem Gefummel musste der zwangsläufig irgendwann wegbrechen. Aber zu was gibt es eine Flex und Fächerscheiben. Ich schaffte mir Platz – da unten sieht man das eh nicht.

Jetzt geht auch der Stecker ganz geschmeidig drauf ohne heftig Fummeln zu müssen.

Denke mal, da hab ich jetzt Ruhe. Und ich hatte noch Zeit. Ich könnte mich noch um das Heckklappenschloss kümmern. Hätte ich gewusst, was ich mir damit antue…

Ausgangslage: Ich hatte das Schloss eines Schlachters eingebaut. Das funktionierte mit meinem Schlüssel – aber eben auch mit wirklich jedem Schlüssel, sogar mit dem Fingernagel. Ich wollte das ändern.

Also das Schloss zerlegen. Zuerst muss der Sprengring hinten ab. Ich habe erst einmal an einem Ersatzschloss getestet. Das sah etwas anders aus. Eines ist Vorfacelift, das andere Nachfacelift. Welches welches ist? Ich habe keine Ahnung. Am Pirat finden sich vermutlich sämtliche Baujahre des Passat 32B.

Dann kann man das Metallteil aus dem Plastikteil ziehen.

Dann heißt es den Stift hinten rausschlagen, der den Hebel befestigt.

Diese Plättchen, die man da sieht, sind sowohl in den Türschlössern, als auch im Hackklappenschloss zu finden. Das ist ein Geduldsspiel. Man muss die passenden Plättchen finden, die das Schloss schließt.

Damit ich eine Auswahl an Plättchen hatte, habe ich ein paar Türschlösser zerlegt, aber auch das alte Schloss. Dann wusste ich auch, warum sich das so einfach drehen lässt. Das Schloss ist im Plastikgehäuse mit einer Nase fixiert eine zweite Nase fixiert den Schließzylinder. Und da hat ein findiger Mensch einfach an der einen Scheibe den Zapfen entfernt, dass sich der Schließzylinder beliebig drehen lässt.

Nach ewigem Herumprobieren, habe ich das Schloss, das sich jetzt mit meinem Schlüssel schließen ließ, wieder zusammengebaut. Ich habe das andere Plastikgehäuse genommen, weil sich das Schloss immer wieder gelöst hat. Eingebaut und es funktionierte nicht. Der Zapfen traf nicht das Schloss.

WTF! Ein Vorfacelift/Nachfacelift Problem? Vielleicht ist das Schloss anders. Ich wollte den anderen Zapfen einbauen, konnte ihn aber ums Verrecken nicht mehr finden. Muss sehr unglücklich irgendwo dazwischen gefallen sein. Ich hab mir echt einen Wolf gesucht. Aber ich habe etwas anderes gefunden: Ein anderes Heckklappenschloss.

Was Vor- was Nachfacelift ist? Keine Ahnung. Ist ja auch egal, Hauptsache es funktioniert. Tat es aber nicht.

Was hat sich da VW für eine Scheiße ausgedacht? Das macht doch keinen Sinn, da etwas zu ändern, wenn es funktionierte. Ich hab ewig gebraucht, den Fehler zu finden. Das Plastikgehäuse wurde geändert!

Der Zapfen, an dem das Gewinde für die Befestigung ist länger – das ändert den Winkel. Also in ein anderes Plastikgehäuse eingebaut und jetzt tut das Schloss, was es soll.

Meine Fresse, sowas kostet echt Nerven und das nur, weil irgendein Ingenieur meinte etwas ändern zu müssen, was vorher auch gut funktioniert hat.

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Der W126 Rapid

Derzeit geistern wieder einmal Bilder von dem Mercedes W126 500 SEL durch Facebook, der ein Renault Rapid Heck implantiert bekommen hat.

Und einige verlinken mich dann auf diesen Beiträgen unter dem Motto: „Kuck mal, da hat jemand Deine Idee geklaut“, oder „Warst Du das?“.

Natürlich war ich das nicht und der hat auch nicht meine Idee geklaut. Eher umgekehrt. Der Umbau entstand lange vor meinem. Ich habe das Auto auch schon live gesehen, als es bei der Techno Classica zum Verkauf stand vor Jahren. Und damit ich es nicht 100x erklären muss, dachte ich mir, ich schreibe hier im Blog einmal meine Gedanken dazu.

Der Umbau hat mich damals tatsächlich inspiriert. Auf zweierlei Arten. Zum einen finde ich die Idee klasse, sonst hätte ich sie nicht umgesetzt, aber zum anderen finde ich den Umbau als mehr als misslungen.

Das darf man jetzt nicht verkehrt verstehen. Respekt vor der Arbeit, er hat es durchgezogen und durch den TÜV geboxt. Das ist mehr, als 99,9% der Schrauber hinbekommen hätten. Aber ich denke ja immer weiter. Ich will, dass es danach so aussieht, als hätte es das ab Werk geben können. Nun ist der W126 breiter, als der Rapid (und der Escort) Und damit hätte auch der Aufbau vom Rapid breiter werden müssen. Ebenso ist der Benz länger. Und das „Vordach“ sollte eben bis zur Windschutzscheibe gehen, wie beim Rapid. Nur dann wirkt es stimmig. Ich habe das mal im Photoshop simuliert.

Noch besser werden die Proportionen, wenn man die Türen nach hinten verlängern würde.

SO würde es ungefähr passen, wobei man dann noch ins Detail gehen müsste. Ein wirklich entscheidender Punkt bei meinem Umbau ist, dass ich die Neigung des Aufbaus an der vorderen Kante geändert habe damals.

Der Umbau wäre der Wahnsinn, noch um einiges aufwändiger, als meiner. Und der hat schon extrem viel Schweiß und Zeit gekostet. Aber ich schreibe hier ja auch nur über die Theorie. Was hätte dazugehört, dass der Umbau stimmiger geworden wäre.

Und wie schon geschrieben: Respekt, dass der mir unbekannte Erbauer das damals durchgezogen hat und vielleicht hätte es ohne diesen Umbau meinen Focht Titan in seiner heutigen Form nie gegeben.

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Sendetermin verschoben!

Glaubt mir, mir ist das echt unangenehm, Leute heiß zu machen und dann etwas vertrösten zu müssen, aber die Ausstrahlung der ersten Folge unseres Schraubereposses wurde um eine Woche verschoben. Ich habe das gestern erst erfahren.

Aber so ist das eben. Verschoben ist aber nicht aufgehoben. Neuer Sendetermin ist der 03.05.20, weiterhin innerhalb von VOX auto mobil. um 17:00 Uhr. Später wird die ganze Folge auch bei TVnow zu sehen sein, wer es verpassen sollte.

Aber ich weiß jetzt, dass ich wenigstens schon einmal verraten darf, welche Basis wir umbauen werden. Es geht um einen VW Käfer. Vor dem Umbau durfte ich damit ein paar Runden drehen und es ist schon schräg, dass ich sowas mal im Alltag gefahren habe. Denn schaut einmal genau hin, wo mein Kopf ist.

Gesehen habe ich bei der Fahrt wenig und mein Orthopäde hatte schon einmal seine Praxis vorbereitet. Dabei hatte ich ja mal einen Käfer als Alltagsfahrzeug zu meiner Studentenzeit. Um genau zu sein einen Jeanskäfer Baujahr 1982.

Ich hatte damals andere Sitze eingebaut, glaube die waren von einem Einser Golf. So sicher bin ich mir nicht mehr. Auf jeden Fall war ein Sportlenkrad drin, damit ich mit den Haxen nicht so die Probleme hatte.

Der Käfer ist natürlich inzwischen fertig umgebaut, sonst würde das jetzt nicht ausgestrahlt werden und wir bauen bereits an einem zweiten Fahrzeug – das darf ich Euch aber wirklich noch nicht verraten. Ist gerade etwas schwierig zu drehen wegen der Corona Kriese. Vieles hat geschlossen, wir müssen (und wollen) Sicherheitsvorschriften einhalten. Aber es muss ja weitergehen, wenn schon meine anderen selbstständigen Jobs gerade brachliegen. Ihr könnt Euch ja ausrechnen, wie viele Auftritte ich beispielsweise als mobiler DJ ist derzeit habe. Und das zur Hochzeitshauptsaison…

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