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VW Polo Bj. 1990. Billiges Winterauto und eigentlich kein Projekt...

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« Unverhofft kommt oftDer hatte einfach Angst vor dem richtigen Schaltplan! »

Minikat Einbau und der Nebel des Grauens

21.09.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Minikat Einbau und der Nebel des Grauens

Mein Minikat für den Prolo war eingetroffen. Der meiner Meinung nach unkomplizierteste Weg, den AAV Motor auf Euro 2 zu bringen und Steuern zu sparen.

Minikat Einbau im VW Polo 86C

Ich hab einen der billigsten aus eBay genommen. Bei der Bestellung muss man angeben, für welchen Rohrdurchmesser man den Kat braucht. Im Fall des Polo 86C sind das 42,5mm.

Der Kleinkat muss an einer geraden Stelle des Auspuffrohrs zwischen Katalysator und Vorschalldämpfer eingesetzt werden. Deshalb hatte ich das Hosenrohr noch nicht festgeschraubt. Ich konnte den Auspuff aushängen und konnte den Auspuff durchtrennen, ohne den Unterboden zu verletzen.

Minikat Einbau im VW Polo 86C

Den vorderen Teil des Auspuffs konnte ich dann bequem herausnehmen und ein 5cm langes Stück abtrennen. Da kam dann der Minikat drauf.

Kleinkat Einbau im VW Polo 86C

Ab unters Auto mit dem Ganzen.

Minikat Einbau im VW Polo 86C

Und schon hat das Ding Euro 2 bzw. D3 und kostet die Hälfte an Steuern. Ob der Katalysator wirklich etwas bringt bleibt mal dahingestellt.

Also den Bock einmal anlassen und sehen ob alles Dicht ist. Er sprang zuerst unwillig an und war dann eine verdammte Nebelmaschine.

Die Vorhölle war in Windeseile zugenebelt. Schnell wieder aus den Motor. Zudem lief unten Kühlwasser aus.

Wasserverlust

Das mit dem Wasserverlust war schnell gefixt. Der obere Wasserschlauch war motorseitig undicht. Ich hatte die Schelle von oben verschraubt und da kommt man bescheiden dran. Neue Schelle und von unten verschraubt. Dicht!

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht hatte sich Wasser im Motor gesammelt während der Standzeit? Aber die Ernüchterung folgte sehr schnell. Beim erneuten Anlassen stellte ich Druck auf den Schläuchen fest, ohne dass der Motor heiß ist. Mit offenem Kühlwasserdeckel war es offensichtlich: Der bläst drückt Auspuffgase ins Kühlsystem.

Was eine Scheiße! O.k. machen wir die Kopfdichtung eben auch noch neu.

Was mich aber unsicher macht: Woher kommt das Klappern? Das ist verdammt laut. Hört man auch auf den Videos. Beim Hochdrehen verschwindet es aber.

Es macht auf mich den Eindruck, als ob er, wenn er sich im Leerlauf schüttelt, irgendwo dagegen schlägt. Hoffen wir, dass es nur das ist und kein Lagerschaden.  Wie würdet Ihr das Klappern interpretieren?

11 Kommentare

Kommentar von: nordlicht [Besucher]
Moin KLE,

na da hast Du den Motor wohl unterschätzt!

Zitat:²...Vermutlich hat der Motor eingesehen, dass er keine Chance hat, wenn wir den richtigen Schaltplan haben und hat aufgegeben...²

Der wehrt sich aber fleißig... und nicht zu vergessen ist da ja auch noch das Klappern.

Gutes gelingen.

Gruß vom Nordlicht
21.09.17 @ 09:32
Kommentar von: Detlef [Besucher]
Also, ein Lagerschaden klingt anders und ist bei höheren Leerlaufdrehzahlen vernehmbar.

Für mich hört es sich auch an, als wenn da etwas anschlägt.

Der unruhige Lauf kann schon von der defekten Kopfdichtung herrühren.
21.09.17 @ 10:27
Kommentar von: nordlicht [Besucher]
Hi KLE,

nur mal so aus Interesse...Wieso hast Du keinen Probelauf im Schlachter gemacht?...
21.09.17 @ 11:05
Kommentar von: cargochop [Besucher]
moin, war denn in dem schlachter noch kühlwasser drin? hatte ich schon öfter, dass "trockene" motoren nach neu-inbetriebnahme sich von ihrer kopfdichtung verabschieden.
klappern kann von hydros kommen oder verkokten kolbenringen. folge von selten gemachten ölwechseln/wartungsstau.
am wahrscheinlichsten ist, dass der wassereinbruch im betroffenen zylinder das klappern bewirkt.
reparier die kopfdichtung, und fahr die kiste schonend ein, nochmal neues (gutes) öl nach 1000-2000 km, dann wird das.
gutes gelingen
21.09.17 @ 11:36
Kommentar von: Reihensechser-W116 [Besucher]
Was steht da nochmal rechts oben auf dieser Seite?

"Billiges Winterauto und EIGENTLICH kein Projekt..."

Außenlackierung mit Teilfolierung, verschiedene Felgen/-Radkappendesigns, Lenkrad, Grill, Schalthebel, Fahrwerksumbau, Motorwechsel, Kupplung, Zahnriemen, WaPu, LiMa, Minikat...und jetzt bestenfalls noch die Kopfdichtung oder - noch schlimmer - vielleicht sogar den ganzen Block doch gleich nach Einbau wieder in die Tonne kloppen...mann, mann, mann Achim! Taugt als "Nichtprojekt" am Ende wohl wirklich nur 'ne geleaste Datsche?!? :-)))
Wünsche trotzdem viel Erfolg und dass der Karren wieder läuft bis Winter ist. Weil sonst muss ja dann für das Nichtprojekt-Notersatz-Winterauto auch noch kurzfristig ein Ersatz-Nichtprojekt-Notersatz-Winterauto her! :-)))
21.09.17 @ 12:23
Kommentar von: Majo [Besucher]
Ich dachte ja auch, der wäre vorm Schlachten probegelaufen, man man man.
21.09.17 @ 12:52
Kommentar von: KLE [Mitglied] E-Mail
@Majo
Ich hätte ihn GERNE probelaufen gelassen. Ging aber nicht, der Schlachter hatte ja unter dem Armaturenbrett einen Kabelbrand.
21.09.17 @ 12:56
Kommentar von: nordwind32 [Besucher]
Du hast ja echt'n Händchen für Kleinwagen...
21.09.17 @ 13:06
Kommentar von: wurstmann [Besucher]
oh mann.....
dat wird nischt mehr.... lass die Finger von Autos die für dich eigentlich zu klein sind!

Dat klappern kann alles mögliche sein.... lose Schraube am Pleuel oder sowas..... naja... vielleicht liegts ja doch nur dran das der keine Wassereinspritzung mag^^
21.09.17 @ 17:41
Kommentar von: All Eyez on me [Besucher]
Ich denke da hat die Kopfdichtung zwischen zwei Zylindern durchgeschossen und daher die Klappergeräusche, da der Motor ja einerseits Wasser mit reinpumpt und andererseits dieses versucht gleich wieder zu verbrennen mit der gleichzietig durch Zündung stattfindenden Kompression. Oder eben defekte Hydrostößel falls der denn überhaupt schon welche hat...so genau kenne ich die Polo-Motoren nicht auswendig.

Ein Lagerschaden hört sich jedenfalls deutlich anders an. Der ist wesentlich lauter und auch deutlich unten im Block lokalisierbar.

Reiß halt das Köpfechen nochmal runter, mach Dichtung und Kopfschrauben neu und evtl. auch gleich das Thermostat falls es das gehimmelt haben sollte. Den kopf würde ich ganz deznet planen lassen und 100% sicher zu sein, daß alles sauber anliegt, dann sollte die Kiste endgültig besiegt und gezähmt sein. ;o)

Ist ja zum Glück überschaubarer Aufwand was die Kosten und die Arbeit angeht. runde 100€ und 1-2 gaaaanz gemütlich geschraubte Werkstatthöllentage und die Sache ist durch. Wenn Du etwas Gas gibst ist das sogar in einem Tag durch...abzüglich dem Kopfplanen...den müßtest Du ja dann zwischendrin erst wegbringen. Reese in Hechtsheim z.B. macht das. ;o)
21.09.17 @ 21:29
Kommentar von: thorsten [Besucher]
Hydros hat er. Alles, was nicht mehr Schlepphebel hat, hat Hydros. Vom weiten zu erkennen am Ventildeckel.
Das Klappern kann durchaus von der Kopfdichtung kommen. Ich wäre aber vorsichtig bei dem Wassereinbruch im Brennraum, nicht das der nen Wasserschlag abbekommen hat. Wenn der Kopf unten ist,kann man das relativ leicht sehen, weil die zwei Zylinder, die jeweils auf OT stehen, unterschiedlich hoch stehen. Dann ist meist ein Pleuel krumm. Gelegentlich hab ich auch was von geplatzen Lagern gehört, aber selbst noch nie gesehen.
Das krumme Pleuel hatten wir in der Firma neulich erst, weil einer mit einem Renault Midlum (LKW) durchs Hochwasser fahren musste. Von einem Zylinder Pleuel, Kolben, Ringe, Kopfdichtung, Injektor und obendrauf der Luftpresser durften neu...

Ansonsten so machen wie AEOM es geschrieben hat.
24.09.17 @ 15:38