Es gibt echt unspannende Aufgaben am Auto. Das Entrosten des Rahmens beispielsweise – nicht wirklich mein Favorit beim Aufbau des ColdRods. Aber es muss eben sein. Alles mechanisch abschleifen mit diversen Drahtbürstenaufsätzen etc. Aber das weiter rosten zu lassen ist eben auch keine Option.
Dabei gab es aber auch echte Action bei mir in der Werkstatthölle. Um auch von unten dranzukommen, habe ich meine Scherenhebebühne hochgefahren. Und da passierte es. Der Motor ist ja draußen und das Heck inzwischen viel schwerer, als ich das Auto in die Werkstatt geschoben hatte und siehe da – der ColdRod machte den Hebebühnenwheelie!
Gut, dass ich so ein Chaos in meiner Werkstatt habe. Die Kisten die unter dem Heck stehen hatte, verhinderten das Abkippen. Ich habe stumpf einen Spanngurt zum Sockel der Hebebühne reingespannt.
So kann ich nicht den Träger in der Mitte entrosten, aber da der geschraubt ist, kann ich das auch noch machen, wenn der Motor wieder drin ist.
Der Rahmen ist inzwischen mit Rostwandler behandelt.
Grundiert habe ich das ebenfalls.
Und ich habe es auch schon schwarz gestrichen. Davon habe ich aber vergessen ein Foto zu machen.
Da der vordere Teil jetzt komplett aufgearbeitet ist, kann ich auch den Stabi demnächst montieren. Da hatte ich lange alternative Halter gesucht, die verotteten Gummis wollte ich nicht weiterverwenden. Leider habe ich keine passenden Halter gefunden. Die vom Polo 6N passen vom Durchmesser, aber nicht von den Löchern.
Nicht lange nachdenken. Löcher zuschweißen…
…und neue Löcher bohren.
Und da mich das Entrosten und auch die Trocknungszeiten vom Lack hart nerven, musste ich nebenbei etwas Kreatives machen. Bei dem einen Borgward Blinker fehlte ja der Lampenträger. Das zu suchen – schwierig und evtl. auch teuer. Aber so kompliziert ist das Teil ja nicht. Ich habe erst einmal aus einem Reststück Vierkantrohr einen Streifen geflext, weil ich die Materialstärke brauchte.
Immer gut, sowas in der Grabbelkiste aufzuheben. Am Schraubstock habe ich das dann mit Hilfe eines Hammers in die richtige Form gebogen.
Von vorne wird das mit einer Schraube befestigt. Da ich wirklich eine Null im Gewindeschneiden bin – fragt nicht warum – habe ich es gar nicht erst versucht, sondern habe gleich eine Motter stattdessen aufgeschweißt.
Mehrfach musste ich das nachbiegen, nachkorrigieren, aber letztendlich hatte ich die Grundplatte, die hinten einhakt, vorne geschraubt wird und wackelfrei sitzt.
Dann fehlt noch die Lampenfassung. Die habe ich aus irgendeinem Zusatzblinker genommen und aufgeschweißt. Ein großes Loch für die Kabeldurchführung und Löcher für die Befestigung habe ich ebenfalls gebohrt. Ich habe absichtlich keine Schrauben eingeschweißt. Eventuell brauche ich die länger als original, weil ich einen Gummi unterlegen will.
Sieht doch fast aus wie original, oder?
Problem gelöst! Natürlich wird das noch lackiert. Ist ja jetzt blankes Metall, das rosten würde.
Bei Aufprobieren fiel mir auf: Die Standard 21V Birnen werden nicht nur wärmer, sie sind auch noch etwas größer, kommen also näher an das Glas. Und ich habe ja Angst, dass das Plastik schmelzen könnte.
Und manchmal steht man echt auf dem Schlauch. Das Problem lässt sich doch ganz einfach fixen. Es gibt auch kleine Birnen mit 21W und Ba15s Sockel.
Damit ist der Glaskolben weiter vom Plastik weg und die Gefahr gebannt. Das Leben kann so einfach sein…
























