Da denkt man, man hat alles repariert…

Tage, wie den gestrigen, braucht kein Mensch – zumindestens einige Teile davon. Ich schreibe hier gerade diesen Eintrag in München am Rechner eines Freundes. Da hatte ich den Wagen so schön auf die Reihe gemacht und plante gestern aufs Oktoberfest zu kommen. Gut, meine Kunden liesen mich später abreisen, als geplant und auf der Piste war auch noch Stau – trotzdem wäre ich vermutlich noch zu ner vernünftigen Zeit angekommen. Vorher wollte ich in der Nähe von Stuttgart dei den Junx der OSG vorbeifahren und da meinen Anhänger abstellen, in dem ich Samstag auf Sonntag nach dem OSG-Meet pennen werde, und die Teile abliefern, die ich für Christian auf dem Rückweg vom Käfertreffen in Spa abgeholt habe.
Ich fahre die B10 (Hauptverkehrsstraße in Stuttgart) entlang, halte an einer Ampel und UPS! Ich hatte doch ein Gaspedal? Wieso liegt das am Boden? Kurzer Blick in den Motorraum, da ist der Gaszug drauf – ADAC. War wirklich keine gute Stelle für eine Panne. Ich wollte in den Fußraum krabbeln, um nachzusehen, aber wie, wenn 20cm neben dem Auto die LKWs vorbeirauschen. Standstreifen war auch keiner da, ein fröhliches Hupkonzert – hach, ich liebe es!

ADAC kam in Form eines Abschleppdienstes. Hauptsache weg von der Stelle. Der zog mich dann zu nem VW-Händler. Hatte nicht mal nen Schraubenzieher bei der Kerl – aber glücklicherweise ne Taschenlampe. Reingekrochen in den Fußraum, den Gaszug wieder druffgesteckt – repariert. Dachte ich zumindestens. Der Abschlepper brauchte länger, um die Papiere auszufüllen.

Also weiter auf zur OSG. War natürlich jetzt vollkommen desorientiert in Stuttgart. Also einfach mal fahren, wird schon irgendwann ne Ausschlilderung kommen. Kam aber ersteinmal nicht. Was für eine Freude. Liebe Stuttgarter, falls demnächst sich ne Erdspalte auftut und Euer Kaff verschluckt – ich bin sicherlich nicht der erste, der Euere Ausschilderung und vor allem Euere Ampelschaltungen verflucht hat, also nicht persönlich nehmen!
An einer Ampel fragte ich den Nebenmann, wo es zur B29 Richtung geht, auf die ich mußte. Er – obwohl Stuttgarter Kennzeichen – sagte, das wäre zu schwer zu erklären. An der nächsten (!) Ampel war glücklicherweise ein Wegweiser just zu dieser Bundesstraße und nur ratet mal, auf welche Straße jener befragte Verkehrsnachbar letztendlich fuhr. Liebe auftuende Erdspalte, die später einmal Stuttgart verschluckt – tu das bitte an einem Tag, an dem jender Verkehrsteilnehmer auch in der Stadt unterwegs ist. Danke!

An der OSG angekommen, habe ich Teile ausgeladen, ein wenig dummgeschwätzt, Hänger abgestellt und bin weiter.

Kurz vor Augsburg fehlte mir wieder ein Pedal. Verdammte Hacke! Konnte glücklichrweise bis zu einer Nothaltebucht ausrollen. Ich wußte ja jetzt, wie es geht. Aber ohne Licht. Es ähnelt Joga, wenn ich mit meinen 2,04m Körpergröße im Fußraum rumturne – Ich habe mir die Hände aufgerissen, aber den Gaszug wieder zusammenstecken im Blindflug ohne Licht – es mochte einfach nicht gelingen. Also wieder ADAC. Zu was ist man Plus-Mitglied.

Der lies sich diesmal Zeit – fast ne Stunde und dann kam wieder ein Abschlepper. Eine Pannenhilfe wär mir lieber gewesen. Ich brauchte ja eigentlich nur eine Taschenlampe – aber gut, ich lies den Helfer turnen. Auf dir Frage, ob man das nicht provisorisch mit nem Kabelbinder fixieren könne, kam die Antwort, er habe eh keinen dabei. Tolle Wurst. Also weiter, kein ruckhaftes Gas geben, damit der Gummi drin bleibt. Gegen 22.30 Uhr war ich dann in München.
Nachher werde ich mal versuchen, die Gummis der Gaszuganbindung in neu zu bekommen. In München wirds schon einen VW-Händler geben. Irgendwie hätte ich dann ein besseres Gefühl, wenn ich hier von München am Samstag zur OSG Party wieder nach Stuttgart fahre.

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