Das braucht keine Sau!

Hätte ich gestern beim Einkaufen die Digicam dabei gehabt – es gäbe jetzt spektakuläre Fotos…

Ich war, wie schon geschrieben, gestern zum Einkaufen unterwegs. Beim Herausfahren vom Parkplatz krachte es im Fahrwerk immer bei Linkskurven. Das ist nich normal. Ausgestiegen, am Rad gerüttelt, alles fest. Hmmm, werde ich da Auto wohl an diesem Wochenende in der Werkstatt mal hochbocken. Jetzt mal gaaaanz piano heimfahren. Kurz vor meiner Wohnung passierte es dann: Langgezogene Linkskurve und CHHRRRRRRRR…

Angehalten und nach dem Rad auf der Beifahrerseite gesehen – Ach Du heilige Scheiße! Das Rad stand ganz hinten im Radkasten und hat den Kotflügel zermatscht. Unters Auto gelegt und mit den Händen gesucht. Das Traglager hats zerlegt! Hier ein Bild im ausgebauten Zustand:

Hölle, Hölle, Hölle! Ich will nicht wissen, was passiert wäre, wenn mir das bei einer Autobahnfahrt passiert wäre. „Hallo ADAC, ich hätte da ein kleines Problem…“ Das Rad lies sich im Radkasten ohne Probleme hin und her bewegen. Haue Haue…
Nach einer Dreiviertelstunde kam ein Abschlepper, eigentlich ein cooler Typ. gemeinsam wackelten wir den Wagen auf den Abschlepper – das Vorderrad auf nem Schlitten. Und ab in die Werkstatt. Während der Fahrt hatte sich dann auch noch die Antriebswelle vom gelenk getrennt – die sind ja nur gesteckt – und das Rad stand noch alberner im Radkasten – war jetzt ja nur noch oben fest. Um den Wagen runter zu bekommen vom Abschlepper, bockten wir ihn hoch, Rad ab und hoben das Gelenk wieder in die Schale. Ein paar Schläge mit dem Hammer und das reichte zumindestens zum Abladen. Dem Abschlepper nen Fünfer Trinkgeld in die Flosse gedrückt, Formulare ausgefüllt und da stand ich dann.

Ein gebrauchtes Traggelenk hatte ich noch. Das war schon mal gut. Leider lies sich die Antriebswelle mit dem Gelenk im eingebauten Zustand nicht wieder zusammensetzen, aber es kam mir eine Kugel vom Gelenk entgegengefallen. Und Fett war da auch keins drin. Wenn man schonmal drüber ist… Also Gelenk rausgebaut (dazu wieder Rad druff ablassen etc. sonst bekommt man die Mutter nich auf) und gegen eines aus dem Fundus getauscht. Bei der Gelegenheit ne neue Manschette – eine hatte ich Reserve – kann nicht schaden. Insgesamt ein ziemliches Geschmiere – wenn kein Fett mehr im Gelenk ist, könnt Ihr Euch ja denken, wo es sonst war. Aber es ist jetzt alles wieder zusammen.
Also noch den Koti richten. Lies sich teilweise mit der Hand biegen. Problem: Die untere Schraube, da sitzt ne M8, war ganau am Kopf abgerissen. Ich hab mich jetzt mit ner Blechschraube knapp daneben beholfen. Das hält auch. Mit dem Hammer noch etwas beigeklopft. angeschliffen und grundiert. So konnte ich dann gestern aus der Werkstatt wieder heiumfahren.

Was ne Scheiße – aber ehrlich, das war Glück im Unglück, daß das bei keinen hohen Geschwindigkeiten passiert ist. Ich werde jetzt 2 neue Traggelenke besorgen. Wenn das eine so am Sack war, läßt die andere Seite wohl nicht mehr lange auf sich warten und auf der Fahrerseite brauche ich das nicht auch nochmal. Scheinen noch die ersten Traggelenke zu sein – und das bei nem Kilometerstand über 455.000 km…

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