Irgendwie haben die da damals etwas vergessen…

Die Felgen waren innen rostig – ich hatte etwas zu tun. Wenn ich aber eh lackieren muß, dann konnte ich mich auch um die Bordsteinschäden der einen Felge kümmern – die anderen waren alle gerade.

Bordsteinschaden

Ich habe mit Hammer und Schraubstock das so einigermaßen wieder gerade geklopft/gebogen. Nicht perfekt, aber man kann die Spuren der Zeit ruhig sehen.

Bordsteinschaden gerichtet

Und dann Flex und Zopfbürste, Langwierig, aber es half ja nix, der Rost mußte weg!

Felge entrosten

Als ich die zweite Felge in die Hand nahm, die etwas weniger verrostet war, dachte ich mir: Moment einmal! Was sehen meine entzündeten Augen? Blankes Metall! Die haben vergessen, die Felgen von innen zu lackieren! Kein Wunder, daß die gerostet haben!

Felgen aufbereiten

Nach dem Entrosten habe ich die Sichtflächen leicht angeschliffen und dann gab?s auf alle blanken Stellen eine Grundierung aus der Dose. Das Zeug ist laut Beschreibung auch auf Restrost geeignet. Und da da eh kein Wasser mehr reinkommen sollte, sollte das taugen.

Felgen grundieren

Die Innenseiten habe ich mit mattschwarz aus der Sprühdose gelackt – das trocknet schnell und man sieht es später eh nicht.

Felgen aufbereiten

Zum Abschluß gab es 2 Schichten Felgensilber aus der Dose auf der Sichtseite. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, denn die Felgen sehen nun so aus, wie vorher mit Pinselspuren, Läufern, Unebenheiten etc. – nur ohne Rost. So hatte ich mir das vorgestellt. Den Ist-Zustand so wenig wie möglich verändern, die Felgen aber dicht bekommen und vor weiterem Rost bewahren.

Felgen aufbereiten

Zweite Baustelle: Die Wasserpumpe. Ich habe eine ohne Gehäuse gekauft, um das originale Gehäuse weiterzuverwenden. Also alte Pumpe abschrauben. Geil, alle Schrauben gehen auf! Bis es bei der letzten „KNACK“ machte. Verdammt! Eine ist abgebrochen.

Wasserpumpe

Also ausbohren und Gewinde nachgeschnitten. Half ja nix. Danach konnte ich das zusammenschrauben. Nun, sie paßt, ist aber doch leicht anders.

Wasserpumpe

Die neue hat eine Schraube mehr zum Anschrauben, die nun blind ist (rote Kreise) und die neue hat einen Blindanschluß mehr (gelber Kreis). Ich grüble gerade, ob ich wegen dem Blindanschluß nicht doch die Papierdichtung mit Dichtmasse eindichten sollte, nicht daß es an der Stelle undicht wird.

Der Lochkreis für die Riemenscheibe paßt aber wieder.

Wasserpumpe

Weiter bin ich gestern nicht gekommen. Die Pumpe bekommt noch ein neues Thermostat und dann kann sie wieder drauf…

9 thoughts on “Irgendwie haben die da damals etwas vergessen…

  1. Schön zu sehen, daß die Pumpe wirklich paßt.
    Das im gelben Kreis ist kein Blindanschluß. Das ist nur ein Schutz für die Prüfbohrung der Welle.
    Früher war das einfach nur ein Loch im Gehäuse.
    Da brauchts Du nichts weiter beachten.

  2. Die Erstausstattung der Felgen erfolgte bestimmt noch mit „Tupe-Type“-Reifen, also mit Schläuchen. Die waren also quasi durch den Schlauch lackiert. Hast du mal überprüft, ob die schon den Sicherheitshump haben, ob man also „Tubeless“-Reifen überhaupt verwenden darf?

    Felgen sind sicherheitrelevante Bauteile. Die Wartung und Reparatur ist eingewiesenen Fachleuten vorbehalten.

  3. Jens jetzt mal die Kirche im Dorf lassen. Das sind Stahlfelgen und keine Alus, bei denen der Rand bei so ner Aktion zugegebenermaßen schnell reißen könnte.

    Und natürlich haben die Felgen einen Hump für schlauchlose Reifen. Es waren auch schlauchlose Reifen montiert, nur in einen war ein Schlauch eingezogen, weil ds Ganze wahrscheinlich durch den Rost nicht mehr dicht war. 2 der Reifen haben keinen Produktionsstempel, ich vermute, das sind noch die Pneus von 1973.

    Ich habe übrigens eine Reservefelge, Produktionsstempel 4/73 – die ist aber im Gegensatz zu den Felgen auf dem 474 innen lackiert.

  4. Genau das meinte ich. An meinen Audis von 1975 waren sowohl Schlauch- als auch schlauchlose Reifen dran. Und zwar vom gleichen Fabrikat und Typ. Neben der Umstellung von Diagonal- auch Gürtelreifen waren die 70er auch das Jahrzehnt des Wechsels zu schlauchlosen Reifen.

  5. Schläuche einziehen wenn die Luft nicht hält war früher verbreitet, in Serie hat vw das bestimmt nicht gemischt. Das die Felgen innen nicht lackiert sind gabs wohl auch öfter, war zumindest bei meinen 1er Gölfen von ’78 u. ’79 auch so – das die Felgen wegrosten war bei den Baujahren aber eher das kleinste Problem…

  6. Ui, Schraube aus Alu ausbohren…Du bist aber mutig!
    Weil das bös in die Hose gehen kann (Bohrer „verläuft“), leg ich in solchen Fällen lieber eine passende Karosseriescheibe auf, die ich dann durchs Loch mit dem Schraubenstummel verschweisse. Dann solange Batzen für Batzen draufschweissen, bis genug Material da ist, dass man mit einer Zange alles gut packen kann. Nach dem Abkühlen kann man dann (meistens) den Schraubenstummel sauber rausschrauben und das Gewinde ist heil geblieben.
    Aber schön, dass es auch mit Ausbohren geklappt hat.
    Weiter so…
    cargochop

  7. ich würd auf jeden fall dünn reinzosil auftragen, nicht wegen der gehäuseform sondern wegen der oxidation an der dichtfläche… das ist meist nur einmal dicht und das ist im neuzustand, danach sorgt oxidation für weitere pressung, bis man es zum ersten mal öffnet.

    aber schön, dass es geklappt hat. ich hab bei meiner ersten pumpe mal ALLE schrauben abgerissen, seitdem mache ich solche versuche nicht mehr, zumal es bei meinem auto weniger als 10 ? unterschied war. da arbeite ich lieber 45 minuten länger in der firma, kommt aufs gleiche raus.

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