Muldenbelag

Ich hatte diese Woche gleich Doppeltermin zur HU. Der Pirat ist fällig und ich dachte mir: machst Du den Leichenhänger gleich mit Ich hab den zwar wegen der Pandemie lange nicht genutzt, aber Ende des Monats steht die Veterama an. Die findet endlich wieder statt! Was hab ich darauf gewartet.

Ich hatte etwas Angst, dass wieder irgendwer unberechtigt auf dem gemieteten Parkplatz steht vom Hänger, wenn ich zurück komme, also habe ich schnell etwas gebastelt. Ein Rad, das ich nicht brauche, ein Vierkantrohr, vier Schweißpunkte und eine Alutafel drangenietet.

Tut seinen Zweck und kann ich ja zwischendrin im Hänger lagern.

Der Hänger war bei der HU kein Problem. Ungebremst, Reifen haben Profil, Beleuchtung geht. Stempel und Abfahrt!

Anders beim Pirat. Der Prüfer war begeistert, wie der vom Zustand unten immer noch aussieht, aber es fielen auch 2 Dinge negativ auf.

Zum einen sind bei einem Querlenker die Lager an der Verschleißgrenze. Die hatte ich doch gemacht? Wie können die schon wieder hin sein? Wie einen die Erinnerung doch ab und an täuscht. Ich hab ja den Blog hier als Tagebuch. Es ist tatsächlich schon 10 Jahre her und dementsprechende Kilometer. Also doch normaler Verschleiß. Also neue Lager bestellt, um die zeitnah reinzukloppen.

Zweiter Punkt war die hintere Bremse, die ist sehr unterschiedlich. Nicht, dass man das bei Fahren großartig merkt, aber trotzdem natürlich Handlungsbedarf. Kann bei einer Extremsituation der letzte halbe Meter Bremsweg sein. Bei geschlossener Bremse ist das natürlich reines Blicken in die Glaskugel. Also musste ich die Bremstrommeln abnehmen.

Sah erst einmal völlig normal aus – kein undichter Zylinder, kein übermäßiger Rost, alle Federn an ihrem Platz, Beläge dick genug etc. Wo kommt dann die unterschiedliche Bremsleistung her?

Die Beläge angesehen und irgendwie kamen die mir spanisch vor.

Auf den Belägen war eine weichere Schicht, als ich das gewohnt war. Nicht gut. Also Schleifpapier genommen und ohne viel Druck drüber geschliffen. Es stellte sich heraus, dass der Belag in der Mitte weicher war als außen. Warum auch immer. Erklären kann ich mir das nicht.

Resultat: Der Belag war nach dem Schleifen an den Kanten höher.

O.k., das kann nicht so bleiben. Ab zum lokalen Teilehändler. Und der hatte natürlich keine Bremsbacken für den 32B auf Lager. Es war auch zu spät, sie für diesen Tag zu bestellen. Eine kleine Chance hatte ich noch. Der Marco hat noch Restbestände eines alten Lagers. Eventuell…

Ich fand einen Karton mit Bremsbacken, der passen könnte.

Sah eigentlich gut aus, bis ich das am Objekt verglich. Die gefundenen Bremsbacken sind 3cm breit, die verbauten 4cm.

Hat so keinen Taug. Direkt online die richtigen Beläge bestellt. Bei der Heimfahrt zog ich immer mal wieder, wenn keiner nah hinter mir war, während der Fahrt die Handbremse, damit sich die Beläge beischleifen. Aber um neue Beläge komme ich nicht rum. Geht ja um die Sicherheit. Hoffen wir, dass dann die Bremse auch einheitlich wieder zieht.

5 thoughts on “Muldenbelag

  1. Wie sieht es denn tatsächlich mit den Bremszylindern aus? Nach einem Belagwechsel kommt es traditionell gerne zur Undichtigkeit, weil danach der bislang bereits „außen“ liegende Bereich der Kolben nach etlichen Jahren wieder zum Dichten benötigt wird. Der kann gerne mal angemackelt sein und dann laufen die Tropfen. Wenn die jetzt gleich mit gemacht werden, könnte das tatsächlich Ruhe bis zur Endabmeldung geben.

  2. Warum ist auf dem Photo die Handbremse gezogen? Dann kann die Bremse sich auch nicht einstellen! Oder ist das Handbremsseil fest? Bitte mal kontrollieren.

    1. Ich hab Vergleichsfotos gemacht mit/ohne angezogener Handbremse, um zu sehen, ob das funzt. Alles mal durchchecken. Hab das Bild mit angezogener Bremse erwischt.

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