Und es kommt doch auf den Millimeter an

Ich wollte nicht ewig viel Zeit und Liebe in die Neugestaltung des entrosteten Bremskraftverstärkers stecken. Aber einfach nur schwarz lackieren. Da wehrte sich dieses renitente Spielkind in mir massiv dagegen.

Extremes Auge auf das Finish hatte ich nicht. Also nicht mit Filler arbeiten etc. Erst einmal mit der Sprühdose grundiert. Später von hinten schwarz angeblasen, abgeklebt und von vorne orange.

Ich hatte noch etwas karierte Klebefolie – die Qualität ist so lala für den KFZ Bereich, ist eben d-c-fix. Die ist relativ steif und neigt zum Schrumpfen. Ich habe einen drei Karos breiten Streifen zurechtgeschnitten, aufgeklebt und alles mit Klarlack übergeblasen. Vielleicht hilft das ein wenig gegen das Schrumpfen.

Dann ging es in den Fußraum. Der Pedalblock ist mit dem BKV verschraubt. Jetzt war die Gelegenheit, den rauszunehmen.

Den Block zerlegte ich, um das Bremspedal einzeln vor mir zu haben.

Das Loch für die Befestigung des BKV sitzt durch die kürzere Stange an der verkehrten Stelle. Das hat einer im Polomagazin einmal sehr gut dokumentiert. Ich hab die Bilder einmal zusammengeschnitten, da sieht man eigentlich ganz gut, wo das zusätzliche Loch rein muss.

Ist doch eigentlich klar, wo das Loch hin muss dachte ich mir. Halt da unten hin. Gedacht, angekörnert, vorgebohrt, gebohrt…

So auf den Millimeter hin oder her kommt es doch sicher nicht an dachte ich mir und das sieht nun wirklich so aus, wie bei den Bildern aus dem Forum. Sollte also funktionieren…

Pedal gebohrt, ich konnte das alles wieder einbauen. Pedalblock wieder zusammengebaut, eingesetzt und dann vom Motorraum den BKV wieder eingesetzt und den Hauptbremszylinder wieder festgeschraubt etc.

Das Pedal konnte ich auch wieder einbauen – ich musste es nur minimal „treten“, um das einzufädeln. Leider ist mir die Befestigungsklammer hinter den Teppich gefallen beim Ausbau. Aber die gibt es sicher noch.

Alles super dachte ich, bis ich hinters Auto ging. Das minimale Treten des Pedals reicht aus, dass das Bremslicht dauerhaft brennt.

So ein Mist. Es reichen wirklich, dass das Loch 1 bis 2 mm daneben ist, dass der Schalter am Pedal auf Dauerfeuer steht. Hat auf die Funktion der Bremse keinen Einfluss, Aber das Problem mit den Bremsleuchten muss ich natürlich fixen.

6 thoughts on “Und es kommt doch auf den Millimeter an

  1. Du hast doch sicher die Version mit dem Bremslichtschalter am Pedalblock (früher gabs mal druckabhängige Bremslichtschalter am HBZ). Da ist doch ein Gewinde dran, um den „Auslösezeitpunkt“ zu justieren, oder? Wenn nicht schau mal ins VAG-Regal, zeitgenössische Passat & Audi hatten soweit ich weiß justierbare Bremslichtschalter, da müsste es doch was passendes geben…

  2. Erstaunlich, dass du da noch nie drauf gestoßen bist.
    Ich nehme einfach mal an das der Polo das gleiche teil hat wie der Golf 2 und auch der 32b.

    https://m.autodoc.de/hella/937175?gshp=1&gclid=CjwKCAjwq5-WBhB7EiwAl-HEkoGg0ZhfullZgJkYYMMzuAYdJNegWRtoivMA4RwEz2iYAkY–ka09BoCLcMQAvD_BwE

    Die Stange auf die das Pedal drückt lässt sich mit ratschendem Geräuch herausziehen.

    Du musst nichts weiter machen, als das Pedal drücken, Stange ganz rausziehen, Pedal loslassen. Di

    1. Ich hatte das tatsächlich noch nie – aber gegengecheckt, es ist der identische, wie im Golf 2. Ok, dann ist das Problem keines…

      1. Ich bin quasi umgekehrt drauf gestoßen, noch bevor ich richtig mit dem Schrauben angefangen habe. Beim Strippenziehen das Ding entdeckt und dran rumgefingert. Zack war der Pin reingedrückt und die Bremslichter dauer an. Natürlich hab ich gedacht, ich habs zerstört und erstmal ausgebaut, dann aber schnell herausgefunden, wie es funzt und ziemlich erleichtert gewwesen, da es damals noch das Auto meiner Mutter war und ich nicht beichten musste, dass etwas zu Bruch gegangen ist.

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