Wir räumen auf

Gestern war Großkampftag in Freimersheim – hatte hier im Blog ja mal wieder eingeladen zu helfen. Kam erstmal schwer aus dem Quark, is ja Johannisfest in Mainz und da muß man hin. Der erste Weg führte zum Praktiker Regale organisieren. Normale Menschen suchen die schönste Regale aus, ich suchte nach welchen mit Fehlern – is ja für die Werkstatt. Zwei schräge Exemplare habe ich gefunden, zum halben Preis bekommen, wunderbar. Noch 2 Pack Dachlatten und dann in die Scheune. Als erstes trudelte Joschy ein – er kam fast Zeitgleich mit Christian. Christian hat irgendwo gelesen, daß ich noch ne Motorhaubendämmung von nem Diesel über hatte und fragte, ob er die abarbeiten könne – man muß dazusagen, er war wohl auch neugierig auf die Scheune. Es stellte sich raus, er hat Ahnung von Strom. Was für ein glücklicher Umstand. Ich hatte mit meinem Vermieter gequasselt, er meinte, man könne doch mal die Scheune vernünftig verkabeln. Bisher ziehe ich ja immer ein Verlängerungskabel da rein. Alles hängt an einer Sicherung und ich muß ins Haus, wenn mal die Sicherung fliegt – ist nicht so wirklich das Gelbe vom Ei. Durch die Scheune läuft ein Drehstromkabel – das durften wir anzapfen.

Joshy und ich kümmerten uns um das Regal. Beim Zusammenschrauben fiel auf: Das waren 2 verschiedene Regale – Sauerei! Da zahlt man schon nicht den vollen Preis und dann das. Egal – es wird eben wieder improvisiert. Ist ja Programm in der Scheune.

Inzwischen trudelten Alexander und Jürgen ein – Moment Jürgen? Der hatte sich doch gar nicht angemeldet. Da stellte sich folgende Geschichte raus: Ich hatte mit ihm einmal einen Mailwechsel. Er hatte mir seinen 77er Golf vorgestellt und ich hatte ihm damals nicht wirklich diplomatisch mitgeteilt, daß ich nich so auf Golf stehe. Kam nicht so gut offensichtlich. Er wollte mich ma kennenlernen und das aus der Welt schaffen – hoffe, das ist uns gelungen. Und um ne Lanze für seinen Golf zu brechen: Ich habs mir nicht angesehen, aber Joshy: Eine 5ender Ansaugbrücke zu kürzen um den Turbo vom 5ender auf nen 4ender zu setzen – ja, DAS is wieder etwas, wovor ich Respekt habe. Solche Aktionen gefallen mir – und wenn das dann auch noch, wie in diesem Fall – funktioniert…
Er hat einfach mal auf Verdacht in Freimersheim gesucht und war Alexander mit seinem Audi 100 Typ 43 in die Arme gelaufen. Jürgen würde sich auch an einem HotRod Aufbau auf Framo Basis beteiligen. Scheiße, wenn das so weitergeht, muß ich den wohl tatsächlich bauen müssen… Jürgen war aber nicht zum Schaffen da – Alexander aber schon. Er half an einigen Baustellen mit.

Ich fasse mal zusammen, was dabei rumgekommen ist:
Das Regal steht – am Anfang kam es uns riesig vor, doch es ist schon voll ausgelastet:

Das sind 2 Haushaltsregale, dazwischen eine Erweiterung mit Dachlatten und nach oben verlängert und an Querbalken der Scheune festgespackst – das fällt nicht so schnell um. Nach oben kommen nur leichte Teile – keine Ahnung, wie viel das trägt.

Wem irgendwas an dem Ding schief vorkommt, sollte sich sein Augenmaß neu eichen lassen – oder wir uns – ging nicht alles streng nach Wasserwaage. Und da auch der Boden alles andere als grad ist. Das Regal hebt und deshalb finde ich es wunderhübsch…

Vieles ist umgestapelt, aus dem Weg geräumt. Vor allem die schweren Teile, die man nicht so gerne alleine trägt, wie z.B. den Motor, der in den Typ3 soll. Die Türen sind auch neu gestapelt – braucht wer Passat 35i-Türen für schmales Geld?. Die Stütze ist noch verbesserungsfähig. Aber erstmal hälts. Und wie war das – nichts hält länger, als ein gutes Provisorium…

Bei der Elektroninstallation gabs zwischendrin Probleme. Christian hielt sich streng nach VDE – das hatte der, der das Drehstromkabel vor Jahrzehnten verlegt hatte, nicht getan. Sprich: Die Kabel waren vertauscht. So gabs kurzzeitig 400V für meine Leuchtstoffröhren – haben die leider nicht überlebt. Der Soundtrack dazu war auch nicht schlecht. Tierisches Brummen…

War aber wie schon geschrieben nicht Christians Schuld – wäre mal interessant zu wissen, was der Vorgänger-Elektriker von Beruf war. Jedenfalls kein Elektriker.

Das lies sich aber alles richten. Jetzt habe ich einen eigenen Sicherungskasten in der Scheune, einen richtigen Lichtschalter – meine Fresse, was ein Luxus!

Die Kabel werden noch eleganter befestigt – dazu fehlten die passenden Schellen – und die Zeit.

Danke an alle, die mitgeholfen haben! Das nächste mal lade ich wieder zum „richtigen“ Schrauben ein…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.