Nehmen Sie Rücksicht!

Die Rückfahrkamera war eingetroffen und ich konnte das nicht ertragen, dass die bei mir rumliegt. Also ab in die Werkstatt, die erst einmal irgendwie ins Auto zu kloppen. Bevor ich an die feste Installation ging, habe ich erst einmal eine Batterie geschnappt und das System getestet.

Supereasy – Kamera und Monitor brauchen Saft und ein Verbindungskabel für die Übertragung – fertig! Anbauanleitung war keine dabei – was erwarte ich auch für ca. 21 Euro? Mit diesem, Testaufbau konnte ich checken, reicht es wenn ich die Kamera einfach stumpf unter die Stoßstange klemme? Es reicht. Also montierte ich sie da.

Wichtig bei der Montageposition war mir, dass die AHK die Sicht nicht verdeckt, also ist sie leicht außermittig.

Zwei Punkte fand ich – na nennen wir es mal doof:

  1. Bei der Kamera geht immer die LED Beleuchtung an, wenn sie eingeschaltet wird. Denke mal das wird ignoriert, aber streng genommen ist das eine unzulässige Beleuchtungseinrichtung
  2. Die Kamera hat 2 Stecker für Strom und für das Videosignal, die Kabel sind aber zu kurz, dass ich das Kabel bis zu den Seiten hätte führen können. Und ich wollte die Stecker nicht im Spritzwasserbereich haben. Also musste ich ein neues Loch bohren in die Reserveradwanne, um die Stecker im Fahrzeug zu haben.

Das Loch muss auch relativ groß sein, damit die Stecker durchpassen. Ich habe das Loch dann mit Karosseriedichtmasse verschlossen. Hat für meinen Geschmack etwas zu endgültiges. Ist aber jetzt eben so.

Insgesamt muss ich sagen – so sehr stört mich die Kamera gar nicht da unten, hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Den Strom habe ich von der Rückfahrleuchte abgezapft, dann schaltet sich die Kamera ein, wenn ich den Rückwärtsgang einlege.

Weiter zum Monitor. Der passte knapp nicht auf die Ablage auf das Armaturenbrett. Das Gehäuse des Monitors anschleifen? Warum nicht, war ja günstig.

Da tat das Loch mehr weg, das ich für die Kabel bohren musste im Armaturenbrett. Und wir erinnern uns: Ein dezentes Loch tat es nicht wegen der Stecker. Ein Klebepad zur Befestigung war beim Set dabei. Zugeklappt könnte das auch ein Brillenetui etc. sein.

Den Strom (Zündungsplus) klemmte ich am Radio mit an, ich denke mal, so viel Strom wird der nicht ziehen, wenn er ausgeschaltet ist, solange die Kamera nicht angeschlossen ist, bleibt der Monitor schwarz. Legt man den Rückwärtsgang ein, erscheint umgehend das Bild.

Den Monitor muss man bei dem Preis natürlich manuell ausklappen. Ich hab jetzt nicht die Mörderqualität erwartet, aber ich muss sagen, so übel finde ich die Qualität gar nicht. Die Kamera tut, was sie soll, das sehe ich pragmatisch. Ein Test bei Dunkelheit steht noch aus, auch weiß ich nicht, welchen Einfluss Verschmutzungen auf die Kamera haben. Bisher bin ich eigentlich ganz zufrieden. Mit war es schon passiert, dass ich einen Poller übersehen hatte beim Rückwärtsfahren, weil die Fenster in den Rapidtüren einfach relativ hoch sitzen – das Problem habe ich in Zukunft hoffentlich nicht mehr…

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4 thoughts on “Nehmen Sie Rücksicht!

  1. Genau diese Kamera, und nur dieses Teil ohne Beleuchtung und Gehäuse, habe ich in das originale Gehäuse des 1999 schweineteuren WAECO-Rückfahrsystem am Wohnmobil reingefrickelt. Die hat, glaube ich, sechs oder sieben Euro inkl. Versand gekostet und tut seit mehreren Jahren brav ihren Dienst.

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  2. Hab auch so ne günstige Rückfahrkamera in meinem T3 Bus. Wurde auch montiert, nachdem ein Pfosten sich im toten Winkel befand und meine Stoßstange auf dem Gewissen hat.

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  3. Ich finde die Idee und Umsetzung mit der Kamera super! Wenn es „nur“ ein Poller ist, den man übersieht, geht’s ja noch. Aber es könnte ja auch Mal ein Kind hinter dem Auto stehen… Bin sehr gespannt auf die praktischen Erfahrungen und die Funktionsfähigkeit bei Dunkelheit.

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