Flieg nicht weg Flügel!

Wenn man so viele Baustellen noch offen hat, kann man es sich immer noch aussuchen, welche man angreift. Ich hatte gestern einmal Lust aufs Heckblech. Ich hatte mir da was von ProKilo kanten lassen, aber natürlich war das 100% gerade. Das Heck ist aber leicht geschwungen.

Heckblech

Hätte man drauf scheißen können, aber ich will ja noch eine Escort schürze dranpacken. Und die soll anliegen. Also habe ich das Blech genommen und alle 10cm eingeschnitten.

Heckblech

So lässt sich das biegen. Ging vorher nicht, das ist 1,5mm Blech. Warum so massiv? Nun, da wird später die Stoßstange dran verschraubt, das muss ein wenig abkönnen. Und die Stoßstange soll ja auch nicht fies da hinten rumwackeln.

Ich habe das mit Schraubzwingen angehalten und nach und nach verschweißt.

Heckblech

Ich habe das schon etwas bereut, da verzinktes Blech genommen zu haben. Das schweißt sich beschissen. Lernen durch Schmerz: Doch lieber rohes Blech nehmen.

Unten habe ich die Einschnitte auch verschweißt. Das gibt anständig Stabilität.

Heckblech

Anprobe. Ja, das passt so einigermaßen. Damit kann ich arbeiten.

Heckblech

Man sieht nur einen schmalen Streifen des Heckblechs. Da muss die Stoßstange dran. Jetzt musste erstmal Grundierung dran.

Heckblech

Gehen wir nach unten. Och nö. Hatte ich keinen Bock dazu. Also nach oben. Da gab es auch noch Arbeit. Für den Heckspoiler musste ich ein wenig von der Dachleiste wegnehmen. Da damit aber 3 Blechlagen verbunden werden, muss das verschweißt werden. Zudem waren da beidseitig unsinnige Löcher. Weiß gar nicht für was? Ne Reling? Keine Ahnung.

Dach

Also zubraten. Natürlich habe ich das danach noch verschliffen.

Dach

Entfettet und mit Schweißprimer lackiert. Dann konnte ich den Heckspoiler festschweißen.

Heckspoiler

Der hält jetzt Bombe. Ich hab das 3seitig verschweißt. Nur innen ist das nicht fest. Aber das reicht dicke, dass der auch bei Tempo 250 nicht abfliegt 😉

Am Ende gab es noch Grundierung auch hier.

Heckspoiler

Unten werde ich den Spoiler noch etwas anspachteln für den Übergang. Ich finde das witzig: Unten ein gediegener Übergang, um dann oben im Frankenstein Design zu enden.

8 thoughts on “Flieg nicht weg Flügel!

  1. So ich muss hier mal was los werden.

    Wie kann man nur einen derart seltenen Wagen, wie einen Escort mk4 mit Diesel und grüner Plakette, hernehmen um diesen zu verunstalten????

    Wenns wenigsten ein XR3i oder ein Turbo gewesen wäre, davon gibt es ja noch genug, aber sowas….

    Mir bricht es das Herz wenn ich sehe was aus diesem nahezu Rostfreien
    Youngtimer im erhaltungswürdigem Zustand geworden ist.

    Tut mir leid aber das musste mal sein.

  2. Ich verstehe das ganze auch nicht wirklich. Den Spoiler hätte man ja auch einfach an einen besser erhaltenen Rapid dranspaxen können und dann käme das gleiche dabei raus.
    Wie sieht das überhaupt mit der Zuladung aus? Der TÜV-Prüfer wird ja vermutlich keine größere zulässige Zuladung eintragen. Der neu gewonnene Stauraum kann doch gar nicht wirklich genutzt werden.

  3. Ich find‘ das Projekt total cool, wünschte mir, dass so etwas in der Schweiz auch möglich wäre. Leider ist hier die ganze Geschichte noch ein bisschen komplizierter.
    Mir schwebt schon lange ein Projekt vor (ohne ein BMW-Fan zu sein): E36 Compact mit Touring-Aufbau. Wäre dann so im Stile des Z3 Coupe.

    Aber dem KLE wäre wohl schon die Modellwahl zu modern, genannt „Neuwagenscheisse“ 😛

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