Der Passat Typ 32/33 weiterhin im Trend – VW Speed 2/2012

Ich habe gestern die neue Ausgabe der VW Speed bekommen (Heft 2/12). Und was müssen meine entzündeten Augen sehen – mal wieder ein Chrompassat, diesmal ein 1976er Vari im Doppelfeature mit einem Audi 80.

VW Speed 02/2012

Kein Wunder, daß die die Bilder von meinen Passat noch nicht veröffentlicht haben, die wollen ja sicher kein reines Passat 32/33 Heft werden. Aber anscheinend liegen die Karren weiterhin tierisch im Trend – so oft, wie sich in den letzten 2 Jahren Berichte in diversen Publikationen finden. Schon verwunderlich. Jahrelang haben die Karren keine Sau interessiert…

Auch wenn der Vari in dem Bericht ein „Passat L“ Schild am Heck trägt, handelt es sich wohl eher um ein Grundmodell. Der Grill mit den runden Scheinwerfern, fehlender Chromschmuck an der Front und fehlende seitliche Zierleisten sprechen eindeutig dafür. Wobei der Wagen aus Frankreich stammt – wer weiß, was da VW wieder für eine Modellpolitik getrieben hat.

Und immer wieder interessant, daß die Schrauber immer andere Wege finden, die Karren auf den Boden runterzuholen. Diese beiden Fahrzeuge haben wohl vorne ne Art selbstgebautes Gewindefahrwerk.

Eine Besonderheit des Wagens ist wahrscheinlich weder den Berichterstattern noch dem Besitzer aufgefallen – wenn mich das Foto nicht täuscht trägt der Wagen ein sehr seltene Heckklappe des 1974er Variant ohne 2. Sicke. Wurde so nur kurz gebaut und paßt eigentlich nicht zu dem Wagen vom Baujahr…

5 thoughts on “Der Passat Typ 32/33 weiterhin im Trend – VW Speed 2/2012

  1. Das Gelb von dem Audi auf die Karosse von dem 33er, dann hat man ungefähr das Ergebnis, was sich mein Vater 1977 als Neuwagen bestellt und in dem ich 10 Jahre meiner Kindheit und Teenie-Zeit verbracht habe.

    33er-Grundmodell mit Nullausstattung rules!

    Der Wagen war nach 10 Jahren und 220.000 km mit der 1,3er Maschine technisch noch topfit, aber an allen typischen Stellen völlig durchgegammelt. Er hat dann noch ein paar Jahre als Schlachter für einen Zwimo-Fahrer auf nem Hof rumgestanden und wurde wohl irgendwann entsorgt.

  2. „Aber anscheinend liegen die Karren weiterhin tierisch im Trend – so oft, wie sich in den letzten 2 Jahren Berichte in diversen Publikationen finden“

    Tja, KLE, so ist das halt als engagierter Blogger: Die ich rief, die Geister, / Werd? ich nun nicht los! Würde ich mal sagen 😉

  3. Diese Autos sind ein schlechtes Beispiel für die Klassikerszene,denn sie sind kein Abbild für ein Jahrzehnt.
    In unserem Land gibt es Spielreglen,die man ernst nehmen sollte,damit man weiterhin etwas Spass haben kann.
    Bastelbuden,Ratten und all diese nonkonformen Fahrzeuge schaden nur der Sache.
    Und immer daran denken,die Industrie mag keine alten Autos,weil sie Geld für Neues blockieren und drehen daher kräftig an der Regelmaschine,beispiel Abwracken,Steuern und ähnlichem.
    Die Volksvertreter machen dann, was Nordhoffs-Enkel wollen, zum Gesetz.

  4. Die zweite Sicke in der Heckklappe kam erst zum Facelift.
    Etwas typischeres für die Siebziger als Audi 80 und Passat B1 ist wohl kaum möglich. Allerdings sah zeitgemäßes Tuning komplett anders aus als bei diesen Wagen, zumindest beim Variant, soweit gebe ich dir recht.
    Den französischen Variant kenne ich noch von damaligen Annonce in Frankreich. Ein echtes Bauernauto, ein „Nackfrosch“ mit Kunstledersitzen ohne Kopfstützen. Mehr zeitgenössischen Charme konnte der Wagen also eigentlich kaum haben.
    Letztlich kann jeder mit seinem Wagen/seinem Eigentum veranstalten, was er will. Für die Zuteilung des „H“ gibt es definierte Kriterien, denen der Blaue nicht entsprechen kann u. wahrscheinlich auch garnicht will.
    Von den gezeigten Modellen existiert gerade mal eine aktuelle Tagesproduktion der Wolfsburger, wenn überhaupt. Dies wird also niemanden in der Industrie ernsthaft dazu bewegen, dagegen etwas zu unternehmen, zumal VW den Klassikbereich als Unternehmensbereich gerade erst im letzten Jahr als ernsthaftes Geschäftsfeld des Konzerns neu aufgestellt hat.
    Gefahr droht allenfalls von Seiten des Finanzministeriums, sollten die Steuerausfälle zu groß werden. Bei den langlebigen und noch in großer Stückzahl erhaltenen Fahrzeugen der Achtziger und Neunziger wird es da sicher in einigen Jahren auch Eingrenzungen geben.
    Nicht vergessen darf man aber, dass unsere Volksvertreter auch jünger werden, u. da gibt es einige, die diesen Autos ebenfalls etwas abgewinnen können.
    Nichts wird also so heiß gegessen wie es …
    Daß die Abwrackprämie allerdings dem Mastermind des Herrn Piech entstammt, der schon vor mehr als einem Jahrzehnt soetwas in der Presse geraunt hat ist ja kein Geheimnis. Aber wie gesagt, die verbliebenen Autos der Siebziger sind für den aktuellen Autoabsatz nun wirklich nicht relevant, da diese ja schon seit Jahren idR. nicht mehr im Alltagsbetrieb laufen.

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