So viel zum Thema „geregelte Ladegeräte“

Mein Titan hat Batterieprobleme, also dachte ich mir: So ein Backup wäre nicht schlecht. Also habe ich die Autobatterie, die nicht mehr ganz so dolle ist, mit nach Hause genommen, um sie an ein geregeltes Ladegerät zu hängen. Ist so ein Lidl Teil. War nicht teuer, aber eben geregelt. Kann also nix mit der Batterie passieren, auch wenn es dauerhaft dranhängt. Dachte ich, was offenbar SEHR naiv war.

Ich bin Junggeselle, also stellt man sowas auf den Küchenboden. Wer soll sich daran stören?

Gestern kam ich ein paar Minuten nach Mitternacht nach Hause. Könnten auch ein paar Minuten später gewesen sein. Und während ich mich fertig fürs Bett machte, kam ein Riesenknall aus der Küche. Was war passiert? Ich konnte es echt kaum glauben: Die Autobatterie war explodiert!

Explodierte Autobatterie

Was eine Sauerei! Das ist ja keine Buttermilch, die da in so einer Autobatterie ist, das ist Säure. Boden, die dahinter liegende Heizung – alles voll Säure. Was eine Sauerei! Ich konnte zudem kaum noch atmen in meiner Küche – zu heftig die Ausdünstungen.

Es half nix, ich musste spät nachts noch auswischen und überall, wo das Dreckszeug auf blanke Haut kam: Ja, das ist verdammt ätzend! Was habe ich einen Hals. Dieses Ladegerät landet samt Bildern im Briefkasten von Lidl. Ich will mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn jemand daneben gestanden wäre. Die Batterie ist definitiv platt und Säure ist kein Spaß.

Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, was ich mit der geplatzten Batterie machen soll. Pfand bekomme ich dafür keine mehr, das ist definitiv Sondermüll. Ich hoffe, die Deponie nimmt sowas an.

Explodierte Autobatterie

Batterie ist hin, mal sehen, ob das Laminat Schaden genommen hat, die Heizunng dahinter werde ich wohl neu streichen müssen. Was eine Scheiße…

36 thoughts on “So viel zum Thema „geregelte Ladegeräte“

  1. MOin

    In den USA müsste der Hersteller des Ladegerätes jetzt seine Taschen weit auf machen und $$$$$$$$ raus rücken, ich würde Lidl auch auf die pelle rücken

  2. Herzlich willkommen im Club. Diesen Knall kenne ich auch. Ich sage nur: Verpolung beim Überbrücken, ich stand somit direkt daneben, Knalltrauma, eigene Schuld. Deshalb steht bei jedem Gerät auch, dass der Netzstecker nur reindarf, wenn die Polklemmen fest verbunden sind und der Raum gut durchlüftet wird.
    Für die Explosion wurde ein Funke benötigt, um das Knallgas (Wasserstoffgas) zu zünden. Knallgas entsteht beim Laden grundsätzlich immer. Bei leerer Batterie wird stärker geladen, dadurch entsteht auch mehr Knallgas.
    Was ich mir kaum vorstellen kann ist, dass der Ladestrom im Gerät per Relais geschaltet wird, der Zündfunke also von dort kam.

  3. Da wird wohl die Zwangsentlüftung der Batterie verstopft gewesen sein und das immer beim Laden entstehenden Knallgas konnten nicht entweichen und hat dann die Batterie gesprengt, nachdem genug Druck aufgebaut wurd.
    Es sieht ja nicht so aus, als hätte der Wasserstoff selbst gezündet.
    Das war nur der Überdruck.
    Demnach wäre nicht das Ladegerät schuld, sondern die Batterie war mangelhaft.

  4. Mein Beileid!

    Genau deswegen ist es manchmal nicht schlecht, kein Junggeselle zu sein…
    Scherz beiseite, was für eine Riesensauerei! Genau das sollte bei einem geregelten Ladegerät ja gerade nicht passieren!
    Nachteilig ist natürlich der geschlossene Wohnraum, bei dem entstehende Knallgas sich weitaus weniger gut verflüchtigen kann, als in einer luftigen Garage oder Scheune.
    Ist mir glücklicherweise noch nie passiert, ein Kumpel hat das aber beim überbrücken geschafft, ein anderer hat damit seine Werkstatt und sein Werkzeug ziemlich versaut, weil er die Batterie am Ladegerät vergessen hat.
    Ich tue meiner Gesundheit schon so Einiges an, genau deswegen hat alles, was mit Fahrzeugchemie zu tun hat, in meinen Wohnräumen nichts zu suchen. Gerade solche Säuredämpfe sind nicht lustig und können nachhaltige Gesundheitschäden verursachen. Lern was draus….
    Das Ladegerät und die Batterie würde ich mal einem Fachmann vorstellen, um ggf. Schadenersatz zu bekommen. Falls in der Anleitung für das Gerät nichts über gut belüftete Räume steht, sollte was zu machen sein. Sowas darf gerade mit solchen Geräten nicht passieren! Kennst du einen Anwalt??
    Ich gehe nämlich stark davon aus, das du damit genaugenommen grösseren Schaden hast. Definitiv das Laminat, mindestens eine Heizkörperlackierung und ggf. Tapete…
    Ich würde mir in der Küche erstmal mindestens eine Woche nichts Kochen, ernsthaft!
    Schwefelsäure ist was ganz Widerliches. Ein Spritzer auf die Arbeithose, und nach dem nächsten Waschen drüber wundern, das die so viele kleine Löcher hat. Reste aus den Ritzen bekommst dú nicht weg…

    Wie gesagt, mein Beileid!

  5. ach du schande, ist ja worstcase scenario.
    ich hab jetzt nicht so die ahnung von geplatzten batterien, aber wäre es nicht sinnvoll, großflächig mit lauge nachzuwischen? zum neutralisieren meine ich. auch weil sicher einiges in die ritzen des laminats gesickert ist.
    ich drück dir die daumen, dass nicht so viel schaden entstanden ist.

  6. Uff, da sei mal froh, daß es spät wurde und Du gleich ins Bett wolltest. Noch eben ein Brot schmieren und Du sitzt daneben…

    Is das Laminat Eigenleistung oder Vermietereigentum? Da wirste wohl um Erneuerung nicht rum kommen, denke ich.

  7. und genau deswegen kauf man solchen 20€ Schrapel nicht! Diese Ladegeräte haben meist nichtmal ne richtige Netztrennung. Wenn da drinw as den Geist aufgiebt liegt da im schlimmsten Fall Netzspannung an der Batterie an!

    Ich würd da gleich mal nen Anwalt einschalten und schön Schadenersatz verlangen.
    Also Ersatz für die Batterie, Heizung, Fußboden, Wand neu streichen, beschmutzte Kleidung, Lappen, Handschuhe und was weiß ich noch alles…
    und ich wette wenn das Ladegerät untersucht wird dann wird festgestellt das das Dinge niemals nen CE-Zeichen hätte haben dürfen und damit auch nie hätte verkauft werden dürfen….

    Behalte bloß das Ladegerät! Das is das wichtigste Beweisstück!

  8. 20-EUR-Schrapel kann man sehr wohl kaufen. Kommt doch immer drauf an, wie intensiv man solche Geräte nutzen will. Egal ob Winkelschleifer oder Ladegerät. Über 200-EUR-Teile freuen sich oftmals noch die Enkel. Wenn man akut ein Problem lösen will, hilft einem das 20-EUR-Gerät zu 99% auch weiter.
    Aber auch gut, wenn man ohne Überprüfung bereits weiß, dass das Ladegerät die Explosion erzeugt hat. Zuviel Fachwissen über Chemie und Physik kann bei einer Meinungsbildung auch hinderlich sein.

  9. Die Batterie kannste beim Altmetallhändler abgeben. Der gibt da auch kohle für. Wenns auch nich fürn Pfand langt aber den bezahlste im Netz ja oft garnicht erst.
    Das Ladegerät würde ich auch erstmal behalten und von Lidl forderst du mal in diesem Zusammenhang die EG Konformitätserklärung an. Mal sehen was da kommt. Vielleicht gibts da wirklich nix was hand und fuss hat. Dann täten die besser daran deinen Schaden zu zahlen.

  10. Ob ungeregeltes oder geregeltes Ladegerät ist hier vollkommen unerheblich. Beim Laden von Batterie entsteht immer Knallgas.
    Damit ist eine Wohnung schon mal der denkbar ungünstigste Ort um Batterien zu laden.
    Ich bezweifele auch stark, dass das Ladegerät der Auslöser für die Explosion war. Wenn es dann überhaupt einen Funken erzeugt, dann nur im Gehäuse. Und wenn das Knallgas dann noch ins Gehäuse des Ladegerät vorgedrungen wäre, würde das jetzt anders aussehen.
    Ich habe Dir schon vor Jahren gesagt, Du sollst in der Küche nicht rauchen.

  11. Jetzt mal ehrlich,

    aus der Nummer hätte gut und gerne vorsätzliche Sachbeschädigung und Körperverletzung werden können, wenn da Dritte zu Schaden gekommen wären.
    Jeder und gerade Leute wie KLE wissen, dass man Batterien nur in gut gelüfteten Räumen laden darf und schon gar nicht in der Wohnung, dies wird mit Sicherheit auch in der Betriebsanleitung des Ladegerätes stehen, die man immer durchlesen muß, wenn man nicht weiss wie man mit so einem Gerät umgeht.
    Jeder Richter, der den Fall der Schadensersatzforderung auf den Tisch bekommt, wird zumindest kurzfristig an die Entmündigung wegen unzurechnungsfähigkeit des Klägers denken.
    Man stelle sich nur vor, das Knallgas wäre in größeren Mengen durch irgentwelche Öffnungen im Fußboden ( Heizungsrohrdurchführungen ect. ) in die Küche des Mieters drunter gesickert und dieser hätte des Nachtens noch einmal die Microwelle angestellt. Da können Sachen passieren, mit dem Gedanken daran ein Leben lang schuld zu haben, möchte ich nicht leben wollen.

    Aber wir sind ja alle so coole Schrauber und denken uns kann der Rest der Welt einen Scheiß.

    Das gilt vielleicht für Felgen in der Spühlmaschine und drahtbügel als Autoantenne, aber eben nicht für Batterien laden in der Wohnung und Autos aufbocken auf drei gestapelten Bierkisten.

  12. Ist einem Freund auch im Auto passiert. Ladegerät vergessen und dann große Sauerei. Ich lade Batterien nur in der Garage mit Belüftung und hänge es danach auch wieder ab.

  13. Ich hatte so ne Batterie direkt vor mir auf der Werkbank stehen und geladen. Das Ding ist mir regelrecht um die Ohren geflogen. Die Arbeitsklamotten habe ich direkt entsorgt und das Piepen in den Ohren war erst nach ner Woche weg.

  14. Das ist doch Blödsinn. Erstmal ist Wasserstoff leichter als Luft und sickert daher nirgendwo hin, und zweitens entsteht nur dann eine größere Menge davon, wenn die Batterie die Ladeschlussspannung erreicht hat und das Ladegerät nicht auf Erhaltungladung unschaltet.

    Schließlich explodieren in den Autos die Batterien auch nicht reihenweise, da wird schlicht und einfch garnicht erst eine so hohe Spannung erzeugt, dass die Batterie ausreichend Gast. Im gegenzug werden diese dafür nie 100% voll, bzw. erst nach sehr langer Zeit.

    So Gammelig wie der Akku aussieht hat der bestimmt nen Zellenschluss gehabt, daher hat das Lidl Dings nicht erkannt, dass die restlichen 5 Zellen längst Voll sind und schön weiter drauf gehalten.
    Wenn da in der BDA steht, dass man das Ding angeklemmt lassen kann, dann muss man das auch tun dürfen. Egal ob in der Küche oder in der Garage.
    Denn wenn mir das Ding in die Fresse springt, ist das scheiss egal welchem Ort es das tut.
    Und wer sagt denn, das KLEs Küche kein gut belüfteter Ort ist? Da war doch sicher das Fenster auf Kipp 😉

  15. Hi,

    krasse Scheiße! Naja, zumindest Glück im Unglück. Säure war da wahrscheinlich nicht mehr viel drin wenn sie Platt war aber das Schwefel-Bleigesutsche ist natürlich trotzdem Kacke.

    Wäre spannend das mal jemandem zu zeigen der sich auskennt. So mit Halbwissen würde ich sagen das evtl. eine Zelle einen Zellenschluss (also Kurzschluss) hatte und das Ladegerät sich dachte „Oh, 10V da lade ich mal richtig“. 14.4V durch 5 Restzellen sind 2,88V pro Zelle, gasen fängt bei 2,4 an.

    Wie viel Knallgas entstehen kann ist die Frage. Ganz grob geschätzt (evtl. kompletter Blödsinn, ich nix chemiker): 60kWh um aus 9l Wasser ein 1kg H2 zu machen (bei recht hohen 50% Wirkungsgrad). 10 Stunden laden bei 10Ah wären rund 1,5kWh. 25 Gramm H2 bzw rund 500L. h2 in Luft zündet bei 4-77% Volumen. Also eine Raumgröße von gaaanz grob 600-12500L. Also max nen Raum von 2,7m Höhe, und 2,1mx2,1m Grundfläche und dann eher ein „Puff“ anstatt nem Bumm. Also nix mit Nachbarn/Wänden/sonstwas wegsprengen. Aber genug um das Gehäuse zu knacken bzw. das mit dem gut belüfteten Ort ernst zu nehmen.

    Unterm Strich aber alles gut, das hätte sprichwörtlich ins Auge gehen können. brrr.

    Liebe Grüße, Andi

  16. Nachtrag: Falls die Batterie länger in einem unbeheiztem Raum gestanden hat kann es auch gut sein das sie innerlich Frostschaden genommen hat, nix Säure nix Frostschutz. Hatte ich diese Woche: Spannung eingebaut: 0,3V Spannung ausgebaut 3V. Schrott.

    80€ Richtung Internet geschmissen und 36h später Stand eine Exide 95Ah vor der Tür. Wieder 7+ Jahre Ruhe.

  17. So hart das klingt, aber einige sprachen es ja schon an. Das wird weniger ein Fehler der Batterie gewesen sein, als das beim Laden entstehende Knallgas, das sich entzündet hat.
    Habe mal über einem Autoelektrikladen gewohnt, die hatten extra ihre Ladestelle im Freien, um so etwas zu vermeiden.

  18. Hi Nils,

    ich glaub das hast Du missverstanden. Fehler in der Batterie führt zu viel Knallgas. Normalerweise kein/kaum Knallgas weil Ladegerät bei Zellenspannung von 2,4V ausschaltet.

  19. Ich kanns nicht lassen..

    Auf jeden Mal das Ladegerät an ner funktionierenden Battiere an ein Oszi hängen. Je nach dem wie billig das gemacht ist kann das schon für vermehrtes Gasen sorgen.

    VG, Andi

  20. …ach du scheisse!!!!!
    Ich bin jetzt echt betroffen, da ich es dir ja auch noch empfohlem hab!!! Ich habe 2 Lidl-Geräte schon jahrelang im Dauereinsatz (Dauer-Erhaltungsladung der beiden Batterien im überwinternden T4) und ein weiteres (das aber von Aldi) zum „Zwischendurchladen“ von kleineren Batterien neben den teuren Profigeräten in der Halle. DAS ist mir (zum Glück!) mit noch keinem der Geräte passiert!
    Entweder hat tatsächlich dein Gerät einen weg oder, was ich eher vermute, die Batterie hatte in einer Zelle einen Defekt und hat gegast. Bei (allen sechs) intakten Zellen wird die Gasungsspannung bei diesen Geräten nicht erreicht, es schaltet dann auf Erhaltungsladen oder trainieren um.
    Ist aber eine Zelle defekt, wird die Ladeschlussspannung nicht erreicht und das Gerät lädt munter weiter und versucht die Ladeschussspannung zu erreichen. So fangen die intakten Zellen dann an zu gasen, wenn sie schon voll sind und weiter Strom in sie hineingepumt wird. Und da deine Küche kein belüfteter Raum ist (wird in der BA übrigens vorgeschrieben, daher Lidl ggü diesen Umstand bei deiner Reklamation evtl. nicht unbedingt erwähnen!) sammelte sich das Knallgas um die Batterie herum. Das passiert übrigens bei deinem ungeregelten 4A-Gerät immer, auch bei einwandfreien Batterien, wenn du nicht genau die Zeit einhältst bis die Batt voll ist. Sei froh, dassde das nicht in deiner Küche benutzt, bzw du hast da bisher Glück gehabt!

  21. Lidl-Garantie

    Wenn ich auch meine, dass es nicht das Gerät war, das die Explosion herbeiführte, könnte man es trotzdem reklamieren. Meine Erfahrung mit Aldi und Lidl ist, dass die i.d.R. kulant reagieren und man es ruhig versuchen sollte. Im Zweifelsfall werden die sich zwar vom Importeur aus abgesichert haben, dass das Gerät sicher ist, Kundenzufriedenheit ist denen aber ebenfalls oftmals wichtig. Sei übrigens froh, dass die Fensterscheibe ganz blieb, da der Druck aufgrund des geöffneten Fensters entweichen konnte. 😉

  22. Hallo Bernd,

    wenn Du auf Entschädigung aus bist, wird es vermutlich auf eine gegenseitige Ursachenzuweisung zw. Batterie und Ladegerät herauslaufen. Dann solltest Du alles was vom Akku noch da ist aufheben.

    Gruß
    Eckhard

  23. Hallo KLE

    Muss Dir (leider) sagen das das Ladegerät nix dafür kann wenn die Batterie nicht in gut belüfteten Räumen geladen wird. Bei uns auf der Arbeit sind auch schon div. Batterien hochgegangenen wegen entzündeten Knallgas… Nur da war immer Funkenflug der Auslöser und nicht das 400€ Ladegerät. In deiner Werkstatt wäre da nix passiert.

    Gruß Peter

  24. Hallo KLE,

    sei froh, dass nicht noch mehr passiert ist. Natürlich können auch bei scheinbar gut angeklemmten Klemmen Funken durch minimale Vibration entstehen. Im Prinzip hast Du nun Fukushima nachgebaut bei Dir in der Küche, so ganz ohne Tsunami.

    Für die Zukunft: Wenn ein Bleiakku durch Tiefentladung bereits vorgeschädigt ist, und dafür genügt bereits ein mal, dann bitte besondere Vorsichtsmaßnahmen einhalten.

    So kommst die mit gerichtlichen Ansprüchen nicht durch. Im Gegenteil, jeder Gutachter wird Dir mit Leichtigkeit die Schuld nachweisen.

    Grüße Detlef

  25. Da ich Batterien auch ab und zu auf der Fensterbank im Wohnzimmer unter gekipptem Fenster und mit geregeltem Ladegerät lade, würde mich ja schonmal interessieren, wie esdazu kommen konnte.

    Bei einer Knallgas-Explosion wären dir sicherlich wenigstens die Scheiben rausgeflogen. Daher gehe ich mal wie einige oben drüber davon aus, dass die Batterie verstopft war. Ist bzw. war das eine „wartungsfreie“ Batterie?

    Hast du die Spannung vorher gemessen? Wäre sehr interessant bezüglich der Möglichkeit eines Zellenschlusses.

    Grüße
    Flo

  26. Ganz interessant:
    http://www.diemer-ing.de/newsletter/2006-07/Batterien_koennen_explodieren.html

    Vermutlich ist die Batterie ganz einfach zu alt gewesen, der Säurestand war zu niedrig, oder eine Zelle war defekt oder hatte nen Kurzschluss o.ä.
    Oder wie schon oben jemand geschrieben hat, war der Innendruck (aufgrund des defekten Entgasungssystems) zu hoch.

    Ich schreibe selbst oft Bedienungsanleitungen, auch für Ladegeräte – und da gibt´s viele Standardsätze, die sich in den Sicherheitshinweisen wiederfinden (z.B. „Nur in gut belüfteten Räumen laden“ o.ä.).
    Steht das in der Bedienungsanleitung, hat man gegenüber dem Hersteller nur wenig Chancen auf irgendwelche Ansprüche. Außer, wer nachweisen kann, dass das Ladegerät trotzdem Schuld hat – was kaum durchführbar ist. Lidl dürfte also wohl kaum einen Euro bezahlen, wenn die Anleitung vernünftig ist.

  27. *Lach* – Du bist einfach die Härte!
    Ich interessiere mich zwar nur mäßig für Autos
    und schrauben kann ich sowieso nicht,
    aber mich faszinieren Menschen, die einer Leidenschaft
    mit solcher Akribie nachgehen.
    Bei mir mischt sich dann heimliche Schadenfreude mit den leidvollen Erinnerungen, die mir meine ersten Schrauberversuche eingebracht haben.

  28. a) Doch, natürlich bekommst du Pfand, heile muss eine Akku nicht sein um den Pfand zurückzubekommen, du musst nur den Bon vom Neukauf haben (oder zahlst eben bei Neukauf keinen Pfand wenn du den Schrotthaufen zurück gibst).
    b) Ein alter ’schwacher‘ Akku hat eventuell 1 Zelle die kurzgeschlossen ist. Dann ist die Gesamtspannung des Akkus nicht mehr 12V sondern 10V und sie darf nicht mehr bis 14.4V aufgeladen werden, sondern wird bei 14.4V gasen. Gasen heisst, es bildet sich Knallgas. Nun fehlt noch der Funke, und du hattest Glück: Dein Akku war dermassen defekt, daß sich wohl die Metallverbinder im Akku von Zelle zu Zelle nur berührten, und da besteht dann ein Wackelkontakt an dem Funken entstehen können.
    c) Das Ladegerät war also nicht schuld. Man könnte höchstens sagen, daß es unter 12V nicht mehr laden sollte. Dann aber meckertz die Kundschaft mit den tiefentladenen Akkus aus dem leergenudelten Auto.

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