Das musste doch nicht sein!

Ich wollte eigentlich den letzten Radlauf verbreitern. Fahrerseite hinten. Doch so weit kam es gestern nicht. Nach dem Heraustrennen des Außenradlaufs kam Rost zum Vorschein. Kein Flugrost, sondern echte Löcher und eine Stelle war schon mit einem verzinktem Blech und Dichtmasse zugepfuscht.

Ah ja. Gut, schneide ich eben raus, was soll´s? Aber Moment einmal. Hatte der TÜV nicht beim letzten Mal gemeint, das Blech unten wäre angerostet? Ich hatte da Mike Sanders drüber geschmiert – zu spät! Ich konnte die untere Ecke mit der bloßen Hand abreißen.

Oh je! Da ist Ende Gelände – das braucht Ersatz. Man kann von oben durchsehen zum Boden!

Der Prolo stand nur auf Gummis auf der Bühne, so kann ich das nicht richten. Also wieder mal die Aktion, den Prolo auf Böcke zu stellen auf der Scherenbühne.

Jetzt konnte ich einen Teil des Schwellers abtrennen und den ganzen Schaden ansehen.

Das reichte aber nicht, ich musste noch weiter nach vorne. Bedeutete, dass ich den Unterstellbock weiter nach vorne schieben musste. Da so das Gewicht etwas ungünstig verteilt ist, habe ich vorsichtshalber das Ganze mit einem Spanngurt gesichert.

Jetzt konnte ich weiterschneiden. Es wurde immer mehr fauliges Blech, das zum Vorschein kam.

Da sind bis zu 4 Bleche hintereinander. Und teilweise sind alle 4 durch. So kann das natürlich nicht bleiben, auch wenn man die inneren von außen nicht sehen. Aber das gibt eben der Karosserie Stabilität. Also alles raus, was rostig ist und erst einmal Blank machen.

Und da sieht man auch noch 2 Löcher.

Da das Blech da angefressen war zwischen den Löchern – auf beiden Seiten, habe ich auch da noch ein Stück rausgetrennt. Nun verwende ich normalerweise Blech aus Volvo Dächern. Normal schön dickes Blech, aber für hier zu dünn. Ich suchte, ich fand. Da lag ein Reparaturblech für eine B-Säule rum. Für welches Auto? Keine Ahnung. Passat ist es nicht und es fehlte auch schon ein Stück. Schön dickes Blech, also musste das herhalten.

Damit habe ich das löchrige Blech ersetzt, auch habe ich den unten weggerosteten schrägen Träger ersetzt. Teilweise auf Stoß geschweißt, teilweise leicht überlappend, teils Löcher gestanzt und gepunktet – wie es eben am Einsatzort am besten passte.

Ein Anfang ist gemacht. Wird noch ein größeres Puzzle, weil ich kein einziges vorgefertigtes Blech habe. Und ich will gar nicht dran denken. Ich hab am Unterboden etwas gestochert. Da hat sich Dichtmasse gelockert und es ist unterrostet.

Das erste Loch habe ich leider schon gefunden, hoffen wir, dass der Rost sich an den Flächen noch nicht zu sehr durch das Blech gefressen hat. Aber man darf nicht vergessen: Es ist ein 31 Jahre alter Polo – die meisten Autos erreichen dieses Alter gar nicht, sondern sind schon lange geschreddert.

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4 thoughts on “Das musste doch nicht sein!

  1. Interessant, dass das nicht auf der rechten Seite so aussah. Normalerweise gammelt dort zuerst das Rohr für die Tankentlüftung weg, die Brösel fallen nach unten und dann rostet die ganze Ecke weg.

    Egal, die braune Pest komplett raustrennen und dann neu aufbauen, so machst du das richtig…

  2. Naja, um es positiv zu sehen …
    Dein Schweissgerät hat ja jetzt wieder Gas. :-))

    Ich drücke die Daumen, dass der Rost sich in Grenzen hält.

  3. Rost unter der PVC Masse ist fies, der bleibt lange unentdeckt. und wnen man es dann sieht, dann hat man meist ne Großbaustelle. Ich hoffe das bleibt Dir einigermaßen erspart.

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