Erste Restaurationsarbeiten / Bestandsaufnahme

Ich sollte an dieser Stelle erst einmal schreiben, daß ich kein KFZ-Mechaniker bin und das Projekt am Feierabend/Wochenende bearbeitet werden muß, also habt Nachsicht, wenn manche Schritte langsamer gehen, als erwartet.

Gestern ging es dann los. Das erste Ziel ist es zunächst, aus dem seit 2000 stillgelegten Fahrzeug wieder einen fahrbaren Untersatz zu machen, auf dem man aufbauen kann. Also soll er in der ursprünglichen Form erst einmal hergerichtet werden.
Der Wagen lief bei seiner Abholung nicht mehr. Der Wagen hat ca. 110.000km runter, das sollte der Wagen eigentlich abkönnen. Der Fehler fand sich in der Spritversorgung. Ein brüchiger Schlauch ließ die Benzinpumpe Luft anziehen.

Motor

Unter dem rechten hinteren Fenster war ein Rostloch.

vorher

Jetzt nicht mehr:

Die hinteren Räder drehten sich sehr schwer. Bremstrommeln ab, Bremstrommeln ausgeschliffen, ebenso über die Bremsbacken geschliffen, Radlager neu gefettet und alles wieder drauf – drehen sich wieder einwandfrei. Ist eh nur eine vorläufige Sache, da hier größere Bremsen vom Passat 32B Fünfzylinder montiert werden sollen.

Die Fahrertür, bzw. dessen Scheibenrahmen hat der Rost übel mitgespielt.

Abgeschliffen und mit Fertan behandelt, das nun erst einmal einwirken muß, mit der Flex kommt man leider nicht bis inss letzte Eck. Mittelfristig muß es wohl mal ne neue Tür geben, vielleicht findet sich ja eine günstige während des Umbaus. Der Preis für eine gute gebrauchte ist nicht im Budget. Es ginge notfalls auch so. Entsorgt werden muß auf jeden Fall die Schachtleiste der Fahrertür – da ist nicht viel über:

schachtleiste

Insgesamt kann man sagen, daß die Substanz des Wagens stimmt. Kein wesentlicher Rost an tragenden Teilen. Zu schweißen sind nur die Endspitzen beidseitig:

endspitzen

und der Radlauf Fahrerseite:

Was etwas nervt, ist, daß der Wagen an ganzen Flächen rostet. Das hängt wahrscheinlich daran, daß die drei Vorbesitzer (geboren 1932 / 1934 / 1930) den Wagen zu oft poliert hatten und deshalb der Rost in der feuchten Halle, in der wir ihn geborgen haben gute Chancen durch den dünnen Lack hatte. Und – deer letzte Besitzer war ein Bastler. Er hat so Dinge installiert, wie ein Casettenfach im Armaturenbrett (läßt sich einfach nach oben rausziehen):

Schmelzsicherungshalter in der Armaturenbrettafel (über den Schaltern)

oder den Folien unter den Türverkleidungen, die liebevoll mit Plastiktüten geflickt wurden:

Aber – das kann man alles entfernen, unsinnige Kabelstränge herausschneiden etc. – schlimmer wäre gewesen, er hätte sich mit Spachtelmasse etc. an der Karosse ausgelassen. Da weiß man nie, was drunter ist…

Mal sehen, wann ich dazu komme, daran weiterzuarbeiten.

Die Galerie mit weiteren Bilder des gestrigen Einsatzes findet sich hier.

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