Jahrestreffen der Passatkartei Deutschland 2007

Was ein Wochenende! Ich war die letzten 4 Tage unterwegs in Sachen Altblech. Transportmittel war der Goldfinger.

Der Motor war zwar erst 3 Tage drin, aber er lief fast ohne jeglichen Pannen – geiles Ding. Macht Laune 🙂
Wir sind zu zweit gefahren, ich hatte Urs als lebendes Navi dabei. Und da der inzwischen in München wohnt, machten wir Donnerstag Mittag als Abfahrttermin aus. Er sollte zu ner vernünftigen Zeit auf die Piste. leichtsinnigerweise hatte er zugesagt, auf dem Weg noch etwas mitzunehmen zum Treffen. Das kostete uns 3 Stunden. Denn er mußte noch in Augsburg abfahren und da einen Zylinderkopf etc. abholen – schade, daß das noch auf einem Motor verbaut war und die den erst einmal zerlegen mußten.

Nunja, ging alles.

Dann zum Passattreffen hochgeblasen. Unterwegs trafen wir 2 Passatfahrer, die auf der Piste vermutlich gerade einparkten. Anders konnten wir deren Tempo nicht deuten. Es war heiß. Sehr heiß. Ich vermute, der Wagen hat etwas an Gewicht zugenommen, obwohl der Schweiß noch nicht ganz über die Schweller hinausschwappte 😉

Unterwegs einen Tankstopp, hatte nicht noch einmal nach den Probefahrten vollgetankt und der Goldfinger hat leider nur einen 40l Tank. Für heutige Verhältnisse einfach zu klein.
Dank Wegbeschreibungen fanden wir das Gelände eigentlich gut und so kamen wir pannenfrei an.

Nun, was läßt sich zu dem Treffen sagen? Zunächst mal zu den Autos. ich habe nicht alle gesehen, da wir am Samstag Morgen weitergereist sind, aber zu denen, die es bis dahin geschafft hatten: Die 32er, die da waren. Wenn man ehrlich ist, war vom Zustand her mein Goldinger der schlechteste, obwohl der zu mindestens ne gute Substanz hat. Olaf kam mit einem neu aufgebautem Automatik – meine Herren!

Ist mit vielen Neuteilen aufgebaut. Incl. neuer Alus, auch wenn ich die Dinger nicht mehr sehen kann. Die hat eben jeder auf dem 32er. Langweilig. Lecker die Ausstellfenster:

Ich hätte da auch gerne welche – wenn wer was im Angebot hat…
Auch die restlichen 32er waren zu mindestens vom Zustand her Sahne.

Mal so ein paar Verbrechen, wie moderne Radios übersehen. Auch ein einziger Plastik-32er war da.

Frisch restauriert. Das rote VW Zeichen etc. übersehen wir mal – der Besitzer hat das wohl seit Jahrzehnten so, gehört also zur Vita des Bocks.

Den Groh der angereisten Fahrzeuge machte die 32B Fraktion aus. Und da waren schon einige Dinge zu sehen… Der 32B hat heute eben einen ganz anderen Status, als die Kartei gegründet wurde. Damals war das noch fast ein Neuwagen – heute ist der Groh leider Gottes in die Kategorie Verbrauchtwagen zu stecken. Auch das kann hübsch sein, wenn man da ne richtig deftige Ratte draus baut, Ideen ausheckt und realisiert, aber das war meist nicht der Fall. Vieles war einfach peinlich.
Meine Favorities:

China-Türgriffe, ansich schon häßlich, mit billiger Carbon-Fake-Klebefolie bezogen:

Gebrushte Rückspiegel mit Mondlandschaft:

Gut, letzteres ist wohl ein Überbleibsel aus den frühen 90ern. Aber spätestens heute sollte man einsehen, daß das peinlich ist. Und bis das Retro ist, dauerts wohl noch ein paar Jahre.

Ansonsten waren solche Türen nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel:

Es gibt so viele Ideen, was man da witzig die Tür erhalten kann – der Dietje z.B. hat vermutlich keine besseren Türen – bei ihm ist da aber einfach Alu-Riffelblech vorgesetzt. Sieht gut aus und is billig, wenn man das als Verschnitt beim Alteisenhändler holt. Aber Kreativität wird nicht überall groß geschrieben…

Natürlich waren nicht alle Wagen rottig und unkreativ. Da tut man manchen Passatfahrern einfach unrecht. Aber der Anteil an Ranzkarren war schon erstaunlich hoch.

Die „guten“ Passat 32B habe ich gar nicht so fotografiert. Es waren aber einige da, die ihren 32B in original erhalten, genau wie einige gut erhaltene oder neu aufgebaute getunte Kisten. Wobei das Tuning beim 32B meist um einiges dezenter ausfällt, als bei den anderen wassergekühlten VW, wie Golf & Co.

Was macht man so auf solch einem Treffen? Essen, trinken, Teile tauschen und Benzin reden eben. Urs und ich hatten noch anderen Streß. Das Handy von Urs hat den Schlappen in die Luft geworfen. Dafür waren wir dann den Freitag Nachmittag unterwegs zu Nokia-Services etc. Leider ohne Erfolg. Obwohl – einen Erfolg hatte die Aktion: Urs wollte sich mit einem treffen, für den er Felgen mitgebracht hatte. Der wollte anrufen. Und da das Handy kaputt war. Und während wir versuchten, das Handy repariert zu bekommen, kam er auf Verdacht vorbei – und war wieder weg, als wir von der Tour zurückkamen. Dumm gelaufen…

Wir blieben bis Samstag morgen, dann gings zur nächsten Veranstaltung. Aber dazu später mehr…

2 thoughts on “Jahrestreffen der Passatkartei Deutschland 2007

  1. Ha, und ich weiß auch schon mehr: Es gab ein konspiratives Altauto-Fahrer-Treffen im Wald! Hab die Fotos gerade gesehen! ;-)))

    Weißt Du n bissel mehr über die rostige 32b-Tür?
    Der Farbe nach(mattgrau?) könnte es mein alter Hundefänger gewesen sein, vielleicht hat sich den jemand vom Schrottplatz zurückgeholt?

  2. Jaja, mein Handy…
    Das war ein Highlight, aber am schlimmsten war, daß die Ranzkiste dann Sonntag abend, als ich das Nothandy aus dem Schrank geholt hatte plötzlich wieder ging. Wäre besser mal im Jenseits geblieben, das Vertrauen wird in dieser Beziehung nicht mehr großgeschrieben *g*

    Ach ja, die Heimfahrt nach München ging recht flott, gut drei Stunden. Dafür hab ich eben schonmal nen neues Radlager und nen Endtopf geordert, Syncros sind nicht unbeschränkt Vollgasfest 😉

    Gruß Urs

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