Natürliche Ressourcen nutzen

Mir schwebt schon ewig eine Idee im Kopf herum, die ich nun endlich einmal umsetzen wollte. Für die, die noch nicht so lange mitlesen eine Vorabinfo: Die Werkstatthölle hat einen Abwasseranschluss, aber keinen Frischwasseranschluss. Deshalb liegt ein Schlauch Zwischen Garten meiner Vermieterin und einem Wasserkessel in meiner Werkstatthölle. Am Kessel angeschlossen ist ein Hauswasserwerk, das den Druck für Klospülung und Wasserhahn aufbaut. Den Kessel muss ich so 2-4x im Jahr füllen. Früher mit Wasser aus der Leitung, inzwischen machen wir das aus einem IBC Container der mit Wasser aus der Regenrinne gespeist wird und mit dem meine Vermieterin auch den Garten gießt.

Und ich dachte schon länger: Wieso nicht meine eigene Regentonne für meine Wasserversorgung? Viel Wasser brauche ich nicht und Trinkwasser muss es nicht sein. An meine Werkstatt grenzt ein kleiner Innenhof mit einer Dachrinne.

Zugegeben: Etwas wenig Dachfläche, aber die kann ich eben nicht herzaubern. Das Fallrohr der Dachrinne fehlte. regnet es, plätschert das Wasser einfach auf den Minihof und fließt dann in die Vorhölle. Da sind im Boden Wassermulden, die das durch das Scheunentor auf die Straße leiten. So hat man das eben vor Urzeiten gemacht.

Eine Freundin bringt gerade den Schrebergarten ihrer Mutter auf Vordermann und was war da über? Eine Regentonne, bzw. ein altes Lebensmittelfass, das ich kostenlos abgreifen konnte.

Einen Wasserhahn mit Anschluss und Sieb auf Fassseite habe ich billig in China geschossen.

Ich will ohne Pumpe arbeiten, deshalb musste die Tonne höher stehen. Normale Paletten verwittern, ich dachte an Plastikpaletten, also habe ich welche gesucht und auch vier Stück über eine Free Your Stuff Gruppe gefunden. Die waren viel zu groß für meine Zwecke.

Also habe ich sie kleingesägt auf eine vernünftige Große aus jeder Palette habe ich je zwei kleine rausbekommen. So kam ich auch auf eine brauchbare Höhe.

Auf dem Hof habe ich dann die unterste Palette mit Abfallstücken vom Kleinsägen so einigermaßen waagrecht ausgerichtet.

Die Paletten gestapelt und mit Kabelbindern untereinander fixiert. Aus den Verschnittresten habe ich zudem Anschläge gebaut, dass das Fass nicht verrutschen kann, solange es leer ist.

Und dann eben ein Fallrohr eingebaut und den Schlauch angeschlossen.

Ob die Regenmenge reichen wird für die 100%ige Wasserversorgung? Ich kann es nicht sagen. Der Schlauch geht dann über den Hof – da lag er auch vorher – zu einem Loch in der Wand zur Werkstatthölle.

Der kommt dann auf der anderen Seite über dem Spülkasten heraus.

Als ich die Werkstatthölle übernommen habe, war dieser Schlauch direkt an den Spülkasten angeschlossen und auf der anderen Seite an einen Wasserhahn. War nur bei Feten im Einsatz und da brauchte man das ja nicht so oft. War aber keine Dauerlösung.

Da das bisher mit einer Pumpe in den Kessel lief, hatte ich einen Bogen in der Werkstatttoilette gelegt, damit das von oben in den Kessel fließt.

Das ist allerdings jetzt kontraproduktiv, denn so würde ich eine Pumpe brauchen. Also führe ich den Schlauch jetzt in direkter Linie zum Kessel.

Da ist ein Innengewinde an dem Anschluss. Dafür muss ich mir noch entsprechende Nippel besorgen. Ich dachte da an einen doppelten Anschluss: Einer für den Zulauf und einen als Überlauf, sollte es ja einmal mehr regnen, als ich Wasser verbrauche. Da muss ich dann noch einen Anschluss an den Siphon des Waschbeckens legen. Da kann das dann ablaufen.

Ich bin gespannt, ob das Wasser von dem kleinen Dach reicht für meine Wasserversorgung. Ich befürchte ja nicht. Aber so kann ich zu mindestens einen Teil des Wassers hernehmen, den ich für Händewaschen und Klospülung brauche.

3 thoughts on “Natürliche Ressourcen nutzen

    1. Ich hoffe auf die globale Erderwärmung 😉
      Nein, Im Fass bleibt ja eigentlich nicht viel Inhalt, wenn es so funktioniert, wie ich hoffe. Es fängt ja nur das Wasser auf, bis es sich durch den Schlauch bewegt hat. Wenn am Boden 20cm Wasser stehen bleiben, ist ja ausreichend Pllatz, dass sich das Eis ausdehnen kann. Wie es sich im Schlauch verhält? Ehrlich gesagt keine Ahnung. Aber der Schlauch liegt da seit 2006 und etwas Restwasser ist da immer drin und er ist noch nie geplatzt

  1. Ich würde es bei Frost lieber komplett leer machen. Was in der Halle ist kann ja bleiben. Für den Rest des Jahres, die Regentonne könnte doch einen zusätzlichen Speicher darstellen, wenn man dort den Hahn schließt. Muss mand ann machen, wen der Kessel drinnen voll ist.

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