Springbreak an Kais Beamer

Am Samstag starteten wir den 2. Versuch, Kais 5er näher an die Erde zu bringen. Beim ersten Ansatz haben wir gleich aufgegebene, weil wir bemerkt hatten, daß ein Stoßdämpfer auslief und wir wollten uns die Arbeit nicht doppelt machen. Also besorgte sich Kai bei eBay neue Dämpfer. Glück gehabt. Er hat sie ohne Herstellerangabe ersteigert und es wurden sogar Markendämpfer von Gabriel geliefert – zumindestens für vorne.

Wir versuchten parallel nebeneinander zu arbeiten. Ich an meinem 32BQP, Kai an seinem Beamer.

Wir mußten aber des öfteren jeweils beim anderen zugreifen. Kai hatte noch nie sowas an einem BMW gemacht, bisher eher an Autos, wie dem Mini geschraubt. Und hatte natürlich auch kein Reparaturhandbuch. Wird kein Teufelswerk sein. Gut, ein wenig Fachwissen konnte ich beisteuern – zumindestens die Bremssättel sind dem Passat verdammich ähnlich. Beides ATE-Produkte.
Bis das erste Federbein draußen war, vergingen Stunden. Das weigerte sich bösartig. Gut, zwei, drei Schrauben, die Kai mit viel Aufwand auseinanderdividierte, waren Irrwege, aber es hing auch an Schrauben, die wirklich raus mußten und sich weigerten.
Beim Zerlegen des ersten Federbeins offenbarte sich dann noch eine andere Überraschung:

Springbreak beim BMW! War bisher nicht aufgefallen – auch nicht dem TÜV. So lange war die letzte Abnahme gar nicht her. Daß der Dämpfer am Sack war, war Kai aber dann doch auch beim Fahren aufgefallen und wenn nicht, wärs ein Wunder. Ich habe hier mal ein kleines Video vorbereitet, wenn Ihr zum Ansehen bitte den Monitor auf die Seite legen könntet…

Ich denke mal, bei einem funktionierenden braucht man etwas mehr Kraft zum zusammendrücken…
Bis die erste Seite auseinander und wieder zusammen war, dauerte ziemlich lang. Nach dem ersten Federbein war schon klar, daß der Abend auch noch draufgehen würde – Kai konnte ja schlecht mit einem halbseitig tieferen Auto aus der Halle rollen. Deshalb mußten wir auch etwas Nahrung zwischendrin einwerfen. Aus Zeitgründen entschieden wir uns für Kinderpappe vom Mäkkes. Ich frage mich, ob die danach sofort unsere Sitzplätze geputzt haben. Sauber waren unsere Klamotten nicht. Ich hab den Beweiß im Auto. Kai saß auf einem weißen Lappen – der ist jetzt nicht mehr so weiß…

Das zweite Federbein ging entschieden schneller. Schließlich wußte Kai jetzt, wo er anzusetzen hatte. Nur die Stoßdämpferpatrone wollte nicht so wirklich rauskommen. Wir griffen zu radikalen Maßnahmen. Ich habe keine Lötlampe oder so, aber heiß machen soll ja angeblich helfen. Und da WD 40 nicht half, haben wir eben etwas Feuerteufel in der Werkstatt gespielt.

Ein Marmeladenglasdeckel gefüllt mit Verdünnung in Position gebracht und angezündet.
Keine Ahnung, ob es die Hitze war, das WD40 oder die üble Gewalt, die wir dem Deckel angetan hatten, irgendwann gab er nach. Zum Vorschein kam übrigens ein anderer Dämpfer, als auf der Gegenseite. Ein Dämpfer war schwarz und angerostet, der andere rot und rostfrei. Rostfrei vor allem deshalb, weil er in seinem eigenen Öl schwamm 😉

Dann wieder Federn spannen und einbauen.

Nach dem Einbau war der Bock erstmal noch nicht tiefer. Kai hat 40er Federn von JOM eingebaut, die sich aber erst mal setzen müssen.

Es war schon nach 23 Uhr, als der Beamer wieder aus meiner Halle rollte. Als ich daheim war, kam eine SMS, daß das Fahrverhalten sich enorm verbessert hat und der Wagen sichtbar tiefer sei. Na also.

Demnächst müssen wir noch die hinteren Dämpfer/Federn machen. Das wird hoffentlich kein so großer Akt, schließlich hängt da keine Lenkung mit dran…

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