Wässern und Brutzeln

Es hat seit meinem letzten Werkstattbesuch geregnet- da müsste ja jetzt über mein neues Wassersystem etwas angekommen sein? Ins Fass gesehen, da war was drin, sogar über den Wasserstand des Wasserhahns hinaus. Den Wasserschlauch hatte ich ja nur ins Loch gesteckt ohne richtigen Anschluss. Herausgezogen und schon kam Wasser.

Ich wollte es richtig anschließen. Also Verschraubungen geholt und da den Schlauch angeschlossen. Und siehe da: Ein wenig Wasser kam immer noch.

Aber wieso kam jetzt noch Wasser und ist nicht vorab in den Kessel gelaufen? Kurz überlegt: Ja klar, der Radius ist zu klein, der Schlauch knickt. Wenn da Druck von einer Pumpe dahinter ist kein Thema, aber das Gefälle ist zu gering, dass so viel Druck entsteht, dass das den Schlauch auseinanderdrückt. Die beste Lösung: einen 90° Bogen dranschrauben. In dem Ort, in dem die Werkstatthölle ist, ist ein kleiner Baumarkt, der hat aber solche Rohrbögen nicht. Also habe ich improvisiert und erst einmal ein gebogenes Rundeisen daruntergesetzt.

Das ersetze ich aber noch umgehend durch einen Rohrbogen. Ich muss ja auch noch den Überlauf installieren. Und ich will auch noch eine Füllstandsanzeige einbauen. Mal sehen, ob das klappt. Wäre schon cool, ablesen zu können, wieviel Wasser ich noch habe und ich bin auch neugierig, wieviel die Wassertonne bringt.

Die letzte Zeit nervte mich mein gutes altes Einhell Schweißgerät immer mehr. Das ist nach wie vor mein erstes Schweißgerät, das ich Anfang der 90er beim Praktiker gekauft habe. Inzwischen etwas gepimpt. Mit dem Ding haben wir auch anfangs bei den Carmaniacs geschweißt, weil da nur ein Schrottgerät zur Verfügung stand.

Aber jetzt funzt der Drahttransport nicht mehr sauber. Wie man auf dem Video sieht, ab und an stockt es. Das ist natürlich eine Katastrophe beim Schweißen.

Ich habe das auf das Schlauchpaket geschoben. Ich habe das Schweißgerät einmal auf Euro Zentralanschluss umgerüstet und ein günstiges Schlauchpaket gekauft. Und da war schon vor längerem der Stecker gebrochen. Ich hatte das mit Klebeband fixiert. So sah es darunter aus.

Also ein neues Schlauchpaket / einen neuen Brenner gekauft. Diesmal hochwertiger in der Hoffnung, dass das länger hält. War einfach nötig, um vernünftig zu arbeiten.

Am Gerät sieht man, warum der Stecker weggebrochen war. Das steht einfach weit über und wenn man unachtsam dran vorbeiläuft. Und der neue Stecker ist noch länger…

Dann mal ausprobieren. Es schweißt sich schon wieder deutlich besser, ab und an stockt aber immer noch der Draht. Als ich mir das Video daheim angesehen habe, stellte ich fest, da stimmt was nicht. Die Hülse, in der der Draht läuft, stößt an die Walzen an.

Ich habe mal in meinem Bildarchiv nachgesehen. Zu was blogge ich denn seit fast 20 Jahren, so sah das original aus:

Da werde ich wohl noch einmal nachbessern. Ich habe mir das auch in der Werkstatt nicht so im Detail angesehen. Da war ursprünglich ein Plastikrohr drin, das jetzige sieht nach Metall aus. Keine Ahnung, warum ich das geändert habe.

Dann schweißen wir einmal. Die A-Säule auf der Fahrerseite habe ich zumindest teilweise geschlossen. Einfach, damit ich beim Dach weitermachen kann. Der Rahmen muss eben erst einmal fest sein und nicht nur mit ein, zwei Punkten.

Ich musste auch noch die Position leicht nachkorrigieren, damit die A-Säulen auf beiden Seiten annähernd identisch breit sind.

Die erste Dachhälfte wollte ich auch absägen. Also habe ich in der Mitte hinten an der Kabine die Mitte ausgemessen und eine Blechschraube reingejagt, ebenso vorne und eine Schnur zum Anzeichnen gespannt.

Ich habe das aber mit einem überstehenden Rand abgeflext, ich will da das Blech absetzen und überlappend schweißen. Auf Stoß bekomme ich das sicher nicht hin. das wird wieder ein spannendes 3D Puzzle.

Ich habe mich aber erst einmal der Mitte unten gewidmet. Einfach weil mich der Anblick mit den offenen Ecken angenervt hat.

Also habe ich die Ecken aufgefüllt und auch weite Teile des Rahmens auf der Fahrerseite fest verschweißt.

So langsam geht’s dann an die zweite Dachhälfte.

3 thoughts on “Wässern und Brutzeln

  1. Bei der markanten Trennung der Frontscheibe könnte man doch mittig auf dem Dach eine Sicke weiterlaufen lassen. Ein dünnwandiges Rohr nach dem Verlauf des Framodachs biegen, auf dem vorhandenen Dach abstützen und dann die Dachhälften seitlich mittig an das Rohr punkten.
    Gibt Stabilität und du kannst jede Seite beim anpunkten unbhängig korrigieren.

    Gruß Dirk

    1. Aus irgendeiner Motorhaube ist Blödsinn. Die müsste ja dann exakt die Wölbung des Dachs haben. Und der Bock aus dem Video hat den Aufbau und die Kabine komplett getrennt. Geht bei mir nicht, weil ich mit meinen 2,04m mit dem Sitz weiter nach hinten muss.

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