Bericht / Bilder von der DFL May Cruise Madness / dem Maikäfertreffen 2010

Am Freitag machte ich mich auf nach Hannover. Raufgedüst, im Discount-Hotel eingecheckt und sofort zu Mel?s Diner in Laatzen.

Ich war schon relativ früh da, so gegen 16 Uhr, da hielt sich das alles noch in Grenzen – aber mein persönliches Highlight war schon da. Ich denke mal, das wird auch das Auto sein, über das am meisten berichtet werden wird von der Veranstaltung – ein Käfer Rat Rod der heftigen Art:

Der/die Erbauer haben wirklich alles richtig gemacht. Nicht einfach hingerotzt, sondern mit viel Liebe zu Details. So liebe ich das. Renntank, wie die Rennausführungen des 356er Porsche mit Tankeinfüllstutzen in der Kofferraumhaube und ausgedremeltes Iron Cross.

Stahlschiebedach – nicht zum Schieben, sondern zum vorne Aufstellen. Dahinter steckt übrigens die gleiche Mechanik, wie bei der geteilten aufstellbaren Frontscheibe.

Im Innenraum geht?s sehr spartanisch zu, wenn auch Handbremshebel und Schaltmechanik schon gediegen rüberkommen.

Lustig: Serviceklappe zum Motorraum, gesichert mit Lederriemen.

Der Motor hat quasi keine Auspuffanlage – nur 4 Rohre, die ins Freie führen. Er sitzt auch höher zum Fahrgestell. Die Karosse ist nicht nur gechopt, sondern auch gechannelt.

Ist der Top Chop eher grobschlächtig – man sieht absichtlich noch Schweißnähte – so wurde an anderer Stelle sehr exakt gearbeitet – wie hier an den Lüftungsschlitzen, die nicht einfach weggeschnitten wurden, sondern so verändert, daß die Ausbuchtung für den Lüfterkasten schon immer so da gewesen wäre.

Extrem: Die „Distanzscheiben“ an der Hinterachse.

Die Vorderachse ist eine droped Achse aus dem HotRod Bereich – natürlich extrem nach vorne verlagert.

Klar, dieses Auto wird so niemals eine deutsche Straßenzulassung bekommen, selbst den mit Händlerkennzeichen auf deutschen Straßen zu bewegen wird vermutlich unter Todesstrafe stehen, aber geil ist der Wagen trotz des Trailerqueen Status.

Waren natürlich noch viele andere Augen da, auch wenn sich der Parkplatz erst sehr langsam füllte. Aber das ist nicht weiter verwunderlich – war ja ein ganz normaler Arbeitstag und die meisten Besucher hatten eine weite Anfahrt. Monsterbacke samt Marion waren kurz nach mi da – wir bekamen noch zu einer respektablen zeit etwas zu Essen am Diner, wer später kam, mußte sich auf lange Wartezeiten einstellen.

Ein paar Eindrücke. Es waren gleich 2 Stretch-Käfer in Hannover, einer auch bei der Cruisenight und der hatte sogar eine ordentliche Zulassung.

Die Seitentür geht übrigens nach oben auf…

Safari-Fenster im Käfer – ersteigert bei eBay…

Was muß man tun, um in Hannover noch aufzufallen? Feuerwehrschläuche auf die Haube vom Kübel binden?

Manche Dinge muß man nicht verstehen, wie dieses „Spoilerchen“ auf ner Rennbrezel.

Traditionell mischen sich auf der Cruise Night Fremdfahrzeuge unter die Meute – diesmal waren es relativ wenige, aber ein Highlight war ein Commodore GSE Coup?.

Aber natürlich dominierten die luftgekühlten, wie z.B. Busse.

Nette Details, um ein paar rauszunehmen – diese – na nennen wir es mal „Grubenlampe“.

Muß es mal serienmäßig gegeben haben, denn es waren gleich zwei Busse damit da. Diese Rammschutzbügel von Hurst kennen wir inzwischen von mehreren treffen:

Das hintere Gegenstück dazu – naja, ich weiß nicht. Eine Feindberührung und das Seitenteil ist krumm.

Man beachte die Position des Griffes der Heckklappe:

Das ist keine wilde Bastelei – das ist die Heckklappe eines Krankenwagens. Die waren so, weil die Klappe nach unten geklappt wurde wegen der Mechanik der Krankenbahre.

Lustig – diese Persiflage auf all die Schlechtdeutsch-Clubnamen in Berufung auf die Clubnamen aus USA in den 60ern.

Wer?s nicht lesen kann: „Der Gramatik Fehlers“.

Viele hübsche Krabbler…

Noch ein Käfer, dessen Bereifung mir überhaupt nicht gefiel:

Eigentlich ein hübscher Wagen, aber mir hatten die Räder eindeutig VIEL zu wenig Gummi drauf – da müssen für meinen persönlichen Geschmack deutlich höhere Reifen drauf.

Aber Geschmäcker sind ja verschieden und das ist auch gut so.

Je später der Nachmittag, umso mehr Autos kamen. Und auch die Besucher.

Das zu befürchtende Parkchaos der letzten Jahre blieb aber erstaunlicherweise aus. Es könnte auch an der allgegenwärtigen Polizeipräsenz gelegen haben.

Aber ich muß sagen: Die anwesende Exekutive hielt sich sehr zurück. So sperrte sie das Terrain nicht komplett ab, wie in vergangenen Jahren, sie verengte nur die Fahrbahn mit 2 Einsatzfahrzeugen, um Hochgeschwindigkeitsorgien zu vermeiden. Nach einbrechender Dunkelheit fühlten sich auch einige dazu motiviert, den Menschenmassen rund um die Straße eine Show zu liefern.

Manche waren so frech, daß auch rund um die Polizeifahrzeuge zu tun. Aber ich würde das nicht als Ausschweifungen bezeichnen – eher als Spielerei zwischen Hund und Katze – war lustig. Die Polizei griff nicht ein. Also zumindest, bis ich dort aufbrach. Das war gegen 23 Uhr – ich mußte ja am nächsten Morgen früh raus.
Respekt an die eingesetzten Ordnungshüter für ihre Coolness: Sie haben die Veranstaltung nicht gesprengt und das Ganze mit Humor gesehen. Das machte daraus ne runde Sache. Und es ist auch nicht eskaliert und niemand zu Schaden gekommen, bis auf ein paar Nachbarn, die durch den Lärm gestört wurden. Und wenn das nur 1x im Jahr ist…

Am 1. Mai ist für uns kein Tag zu Feiern, sondern zum Arbeiten. Wir haben einen Gemeinschaftsstand mit dem Bugnet – und da trafen wir uns um 6 Uhr Vormittag zum Aufbauen.

Was sonst auf dem Maikäfertreffen los war – ich habe keine Ahnung. Monsterbacke und ich hatten unsere Stände und kamen kaum vom Stand weg. Ich hatte wieder Timo als Hilfe, inzwischen schon im 4. Jahr. Danke an dieser Stelle – Timo, ohne Dich wäre ich vermutlich durchgedreht…
Obwohl schlechtes Wetter angesagt war – das Wetter war grandios! Sonnig und nicht zu heiß, kein starker Wind – alles wirklich optimal. Als der Markt sich verlaufen hatte und wir abgebaut hatten, fielen die ersten Regentropfen – welch güldenes Timing. Dann war ziemlich egal, denn wir hatten unsere Ware trocken verstaut.

Tolles Wochenende – Hannover war wieder eine Reise wert!

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