Das war meine Wetterama 2009

Ich hatte Euch ja schon häppchenweise mit Infos gefüttert, aber ich denke mal n Abschließender Bericht is nicht schlecht…

Ich hatte ja mich zu spät für die Herbst-Veterama in Mannheim 2009, die wegen der Wetterlage nun auf Anregung von Johannes Wetterama umgetauft wurde, angemeldet. Aber die freundliche Dame am Telefon sagte, ich solle es als Nachrücker probieren – sie hätten noch nie einen heimgeschickt. Beste Zeit würde gegen 13 Uhr da aufzutauchen. Also war ich um 11 Uhr da. Sicher ist sicher. Halbe Stunde anstehen bis zum Eingang – keinen Platz? Auf die Seite stellen und bitte da hinten drum kümmern. „Da hinten“ ist ein Stehtisch, an dem zwei Mitarbeiter versuchen, das irgendwie hinzubekommen.

Der eine ist Karl, der in der roten Jacke, der die Nachzügler aufnimmt und abkassiert, der andere ist Ren?, der mit nem ollen Klapprad über den Platz fährt und Lücken sucht. Und das war diesmal nicht einfach. Da standen Leute, die warteten seit 8 Uhr – kein gutes Omen. Immer wenn Ren? von seiner Runde zurückkam, wurden alle um den Stand hektisch. 5 Einheiten (eine Einheit sind 10qm)? Die splitten wir. Und so wurde gesplittet, verteilt, gewartet, verzweifelt gewartet. Nach 16 Uhr meine Chance. Ren? hätte da evtl. was für mich. Also mit ihm auf den Platz, ob die Standfläche mir reicht. Er mit dem Klapprad und ich joggend hinterher. Ich als Sportvegetarier, also fast Sportveganer…

Aber es hatte Erfolg, gegen halb fünf fing ich an, Stand aufzubauen. Viel zu spät – da hatten andere Stände schon lange gute Geschäfte gemacht. Egal, ich war drin.

Ein wenig verkauft bis der Abend kam und dann Standhopping. Ich hab Jungs mit nem Grill gesucht und gefunden und etwas totes Tier verzehrt, Alte Bekannte an allen Ecken, man kann sich nicht aufteilen. Der Emil von Emils Opel Farm schenkte mir zwei neue Golf 1 Blinker, hie und da ein Schwatz, war n netter Abend. Für die, die es nicht wissen: Viele Wetterama Verkäufer verkaufen nur nebenbei Teile, es gibt Verkäufer, die haben mehr Bier, als Ware dabei. Das ganze ist abends eine Ansammlung kleiner Partys. Das Wetter war genial. Nachmittags T-Shirt Wetter, der Abend sehr mild.

Nachts wurde ich wach, weil der Regen auf meinen Bestattungsanhänger hämmerte. Scheiße. das verspricht nichts gutes. Augen zu und durch. Ich hatte ja eigentlich Glück, denn ich stand hinter einem Essenspavillon und hatte festen Grund. Aber DER Regen traf mich trotzdem, denn auch mein Gang soff ab.

Und so ein Billigpavillon ist zwar ein Regenschutz, aber kein perfekter. An den Nähten tröpfelts trotzdem durch, an den Stangen Sammelt sich Wasser, es kommt von der Seite, es ist e-k-e-l-i-g.

Aber noch besser auf den hinteren Plätzen, da ist der Boden unbefestigt, da kam man nur mit dem Kanu durch. Viele Stände deckten die Ware garnicht auf, andere bauten sogar wieder ab. Katastrophe. So mancher Besucher verzichtete auf den Veterama Besuch.
Kalt naß, kaum einer schwamm an meinem Stand vorbei – die Stimmung war am Boden. Lichtblick: Die Brötchenversorgung klappte. chriss-bee aus dem Goldth-Forum brachte frische Backwaren. Gegen Mittag lies es langsam nach um dann den Rest des Wochenendes trocken zu bleiben. Bedeckt, aber trocken.

Hätte ich für jedes Lob, jeden dummen Kommentar über das 32BQP nur 50 Cent bekommen – ich wäre als reicher Mann von der Veterama gekommen 😉

Auf dem Weg zur Toilette mußte ich am Arbeitsklamottenstand von Stefan vorbei – das war mein Standnachbar von der Wetterama 2006. Ich hatte den nächsten Pflichttermin. Bier am Feierabend mit Stefan. Ich deckte mich am Abend dann gleich bei ihm mit Klamotten ein und dann ging?s an den Ort des Geschehens 2006, einem Bierstand. Und was soll ich sagen: Da waren die selben Bedienungen, wie 3 Jahre zuvor und die erkannten uns sofort. Wir scheinen einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben :.
Aus dem einen Bier wurden mehrere und auch ein paar Wodka Cola, bis Stefan sich mit seinem Mitarbeiter auf zum Hotel machte. Für mich ging?s zu den Jungs mit denen ich in Ludwigshafen auf der Frühjahres Veterama immer feiere und deren Namen ich regelmäßig vergesse. Die mit dem Catering Zelt. Da gab?s Rollbraten und Folienkartoffeln. Lecker. Wenn?s klappt, dann schließe ich mich für die nächste Herbstveterama an. Bedeutet, ich hab Leute, die mal auf meinen Stand mal aufpassen können, wenn ich weg muß, Familienanschluß und Catering. Das wäre sehr geil. Zumal dank Stammplatzregelung der Platz auch noch an ner guten Stelle wäre. Nur wird?s schwierig, deren Stand auszuweiten. Schaun wir mal, ob es klappt.

Am Sonntag hielt das Wetter, aber die Besucherströme waren eher flau. Ich entschied mich, gegen 14 Uhr den Stand dicht zu machen, viel ging eh nicht. Ich wollte selber noch etwas einkaufen und zudem alles trocken verladen bekommen.
Bitte: Wenn ich wieder mal Geld auf der Veterama habe und gegen Feierabend unterwegs bin, bremst mich! Ich kaufe nur Scheiße! Gut, ein Konvolut /8er Teile mit ner Schachtleiste, nem Scheinwerferchromrahmen und nem HBZ für einen(!) Euro – das is mehr als ok. Ich hab auch Ecken für unter die Stoßstangen vom /8er Coup? gekauft, mehr Chromschmuck für vorne, dadrauf stehe ich. Einen Kühlergrillrahmen für 8 Euro ebenfalls für die Leiche mit gutem Chrom, mit dem ich was lustiges basteln will ohne den originalen zu zerstören, is auch ok, aber sonst… Hier mal ein Überblick über meine Beute:

Mir liefen insgesamt 5 Sätze Zusatzbremsleuchten aus den 80ern zu – alle originalverpackt. Äh, warum? Gute Frage. Ich weiß es nicht. Vielleicht mache ich aktive Marktverengung, um die Dinger dann als neuen Kult auferstehen zu lassen. Ich weiß es nicht. Ganz fatal waren andere Dinge: Ich hab tatsächlich ein kleines schwäbisches Schwein, das um Hilfe schreit gekauft: Ein Notrufsäule. Diese Geschäfte macht man nur zu Feierabend.

„Oh! Kurios, was macht man damit?“
„Keine Ahnung, was würdest Du denn geben?“
„Maximal 5 Euro, hab ja keine Verwendung für“
„10 und es ist Deine“
„Nö maximal 5“
„Gib her!“

So wird man stolzer(?) Eigentümer einer Notrufsäule. Und ich weiß wirklich nicht, was man damit macht. Das Ding is innen übrigens leer.

Ähnlich den zwei Busleuchttafeln – eine mit verschiedenen Beschriftungen zum Kurbeln, wie „Schulbus“ oder „Sonderfahrt“, der andere ohne Beschriftung.

„Was zahlt man denn für sowas?“
„15 Euro das Stück“
(Ich sehe es mir näher an)
„Ach nö, hab schon genug Blödsinn gekauft“
„Ich geb Dir die für 5 Euro“
(Ich zögere)
„…beide zusammen“
(Ich zögere immer noch)
„…wir tragen die Dir auch ans Auto“

Wie schon gesagt: Zur Feierabendzeit auf der Wetterama einkaufen zu gehen und auf durchgeknallte Dinge zu stehen, ist einfach fatal. Ich verordnete mir selbst die Abreise.

Stau bei der Abreise vom Gelände, Regen auf der Rückfahrt. Es war wirklich Zeit. Trotz der ganzen Widrigkeiten – es war irgendwie doch ein wunderbar durchgeknalltes Wochenende. Kommendes Jahr wieder…

14 thoughts on “Das war meine Wetterama 2009

  1. Die Farbe der Notrufsäule schreit doch nach einer Verwendung als „Hausmarkenspender“, da läßt sich doch bestimmt ?ne Buddel reinfusseln… Und so ein Leichenwagen mit „Sonderfahrt“-Beschilderung… :o)

  2. Ja, die Passat-Hotline in einer Notrufsäule hätte was, ich würde mich gleich nochmal doppelt so gerne anrufen lassen.

    Die Bus-Schilder wist Du doch in T3-Kreisen sicher gewinnbringend los. Oder Du hast ein geburtstagsgeschenk für meinen nächsten 😉

    Gruß Urs

  3. Also zum Thema „gewinnbringend loswerden“:
    So’n beleuchtetes „Sonderfahrt“-Schild würde sich auf meinem Feierwehr-Party-und Festivalbus bestimmt gut machen…

    …und der zweite Kasten ohne Schilder-Einsätze gehört definitiv auf die Leiche.
    Und zwar mit selbst verfasstem Text:
    „Südfriedhof, Endhaltestelle“ oder so ähnlich…aber da fällt dem KLE bestimmt was ein.

    🙂

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