Das habe ich selten erlebt – TSCHACKA!

Bevor ich gestern drangehen konnte, den Motor anzuwerfen, waren noch ein paar Restarbeiten. So mußte ich einen Limahalter anpassen – war easy. Von den Haltern mit dem richtigen Versatz hatte ich zwei – aber auf beiden war eine Verzahnung. So, wie auf dem oberen auf dem Bild. Mit der Schruppscheibe abtragen, fertig.

Dann noch Anlasser reinschrauben, ein paar Schrauben nachziehen, Flüssigkeiten auffüllen und dann könnte man eigentlich sich mal an die Zündung machen. Just, als ich mit der Zündung anfing, kam Tony vorbei. Gemeinsam machten wir uns Gedanken. Weil: Zum Einstellen der Zündung blitzt man normalerweise auf die Schwungscheibe in einem Loch in der Getriebeglocke des Passatgetriebes. Passatgetriebe? Hatten wir nicht. Also mit den Markierungen für den Zahnriemeneinbau den Motor auf OT gebracht, dann ein paar Grad zurück (der Motor braucht 18? vor OT), berechnet nach der Anzahl der Zähne des Nockenwellenrades, Verteiler eingestellt auf den Ersten Zylinder – das müßte doch…

Batterie angeklemmt, Anlasser dreht sich mau – Batterie platt. Kann uns nicht zurückwerfen, schnell die Batterie aus der Alltagsschlampe rausgerissen und den Schlüssel einmal gedreht und der Motor war da. Aber sowas von spontan. Und sofort stabilen Leerlauf, ein Motorlauf, wie aus dem Bilderbuch. Keine Ahnung, wann ich das das letzte mal hatte bei nem neu eingebauten Motor – einfach GEIL.
Gut, n bissi laut war er – es fehlte ja noch der Topf. Dazu montierten wir jetzt die AHK, denn der Auspuff muß da ja vorbeipassen. Und dann altes Spiel: Anhalten abmessen, anpunkten, wieder anhalten,…
Wir verwendeten ein kleines Stück Flexrohr – das war wirklich bescheiden zu schweißen. Aber ich habe das hinbekommen. Ich laß mich doch nicht von einem Auspuffrohr verarschen. Wir waren wirklich in einem geilen Arbeitsrausch. Arbeiten Hand in Hand, wie ich schweiße die Naht noch ganz dicht, Tony montiert schon einmal die fertigen Teile.
Und so war es irgendwann zwischen 10 und 11 soweit, Auspuff dran:

Motor angelassen – ja, das is ma was für meine Ohren. Schöööööööön dumpf. Jungs, ein Gewitter zieht auf 😉
Die versetzten Anschlüsse des Topfes erleichterten die Sache ungemein – klasse Sache.

Endrohr – da is kein Platz mehr für. Geht auch so. Vielleicht fummel ich mir noch was kleines. Hinten, also eigentlich wenn man es im Verhältnis zum Fahrzeug sieht vorne, muß noch ein Halter an den Topf – habe ich noch da. Das wollten wir gestern wegen der fortgeschrittenen Stunde nicht mehr machen, irgendwann will man dann doch Feierabend machen.

Also Feierabend gemacht und heimgefahren. Da Tony direkt von ner Probefahrt an der Halle abgesetzt wurde, habe ich ihn noch heimfahren. Da gab es nur ein Problem. Der Abend bis dahin war so schön. Nur hat gestern die Türkei ihr VORRUNDENspiel gegen die Schweiz gewonnen. Durch Mainz hindurchfahren? Keine Chance. Alles dicht und überall rote Fahnen mit dem Halbmond. Verdammte Scheiße. Irgendwann habe ich resigniert und hab Tony über einen riesigen Umweg über die Autobahn nach hause gefahren und habe mich dann durch die Fanmassen gekämpft. Tausende türkische Fahnen und zwischendrin eine Piratenflagge. Auf die Fresse habe ich dafür nicht bekommen, schneller durchgekommen bin ich aber auch nicht. Mußte mich Meter für Meter bis zu meiner Toreinfahrt kämpfen. Und wie schon geschrieben, es ist erst die Vorrunde. Wie soll das denn nur weitergehen? Gut, daß Deutschland heute schon um 18 Uhr spielt. Wenn die gewinnen ist der Corso nachts, wenn ich aus der Werkstatt komme schon vorbei – hoffentlich!

4 thoughts on “Das habe ich selten erlebt – TSCHACKA!

  1. Schön, daß es noch alles geklappt hat mit dem OT.
    Bin auch noch erfolgreich gewesen danach.

    Gruß „Hallennotruf 089“ Urs

    P.S. Bin übrigens mit schweizer Fahne am Passat unterwegs 😉

  2. Boah, die Jungs sind mir gestern auch voll aufn Sack gegangen, als ich nach hause wollte! Da mussten sogar Uniformierte dann eingreifen, damits keinen Stress gab, weil sich nen paar von denen auf die Straße geschmissen hatten….

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