Der Panda bekommt sein Sackgesicht

Hach, kann man mit dem Begriff „Sack“ schön spielen – gestern habe ich angefangen den Panda einzusacken ūüėČ Klar, Material war da, das Spielkind namens KLE muß anfangen. Ich wollte mit dem Dach anfangen. Gerade Fläche, sollte einfach sein. Also erst einmal grob ein Stück Federleinen, wie mein Material offiziell heißt, abgeschnitten.

Einsacken

Das Material liegt 1,20m breit, aber wird in der Mitte 1x gefaltet ausgeliefert. Die Knicke sind fies. Ich war mir nicht sicher, ob ich das nur mit dem Kleben rausbekomme. Aber ich hatte vorgesorgt und ein Bügeleisen mitgenommen. Ein oller Tapeziertisch, den ich in der Werkstatt habe, wurde schnell zum Bügeltisch umfunktioniert.

Bügeln

Der Plan war folgender: Zunächst verklebe ich das mit Kraftsprühkleber aus dem Polsterbereich. Der Kleber kann als Kontaktkleber beidseitig, aber auch nur einseitig aufgetragen werden. Ich wählte letztere Methode. Da er Temperatur braucht, habe ich im Auto einen Heizlüfter gestellt und den volle Pulle laufen lassen. So waren die Sprühdosen immer warm und die Karosserie hat es auch angeheizt.
Nach dem kompletten Austrocknen des Klebers nach min. 1 Tag kommen dann min. 2 Schichten Klarlack drüber. Der Klarlack ist letztendlich der eigentliche Kleber. Zwischen den beiden Schichten Klarlack kommt eventuell ein Zwischenschliff, um hochstehende Fasern wegzubekommen.

Dann mal los. Etwas abgeklebt, damit ich die Leisten nicht mit Sprühkleber einsaue, dann Kleber aufgesprüht und aufgelegt. War garnicht so einfach, weil ich alleine war, geht aber. Ich hab das Juteleinen über den Kopf genommen.

Einsacken

Mit dem Cutter beigeschnitten, das Abgeklebte ab – sieht gut aus! So wollte ich das haben.

Einsacken

Aber das war ja die einfachste Fläche – schön flach. Denn so richtig ziehen kann man das Material nicht, das ist sehr steif. Dann mal her mit der Challenge. Die nächste Fläche, die ich mir vorgenommen habe, war die Motorhaube. Problemzonen: Die runden Kanten vorne und natürlich die Hutze. An der vorderen Kante klappte das ganz gut.

Einsacken

Bei der Hutze nicht. Weder die Biegung nach oben bekam ich gezogen, noch das nach unten. Also ausschneiden.

Einsacken

Dann zwei kleiner Stücke zurechtgeschnitten und verklebt.

Einsacken

Die Ränder um die Haube weggeschnitten und um die Kante verklebt.

Einsacken

Die Reste reichten, um aus 4 Teilen die Heckklappe einzufassen.

Einsacken

Ich wollte viel weiter kommen an einem Abend aber irgendwie drehte sich gestern Abend die Uhr so verdammt schnell. Denke, die kommenden Flächen gehen schneller, jetzt habe ich etwas Übung…

10 thoughts on “Der Panda bekommt sein Sackgesicht

  1. ich frage mich gerade, ob die ganze Kiste eingepackt wird, oder nur Teilflächen?
    Das Dach „nur“ als Teilfläche sieht ziemlich geil aus.
    Allerdings sieht die angeflickte Hutze auch fein gemacht aus.
    Wieder mal: Respekt, Meister.
    Dette

  2. Ich sag?s ungern, aber soviel Klarlack kann man gar nicht draufhauen damit das dauerhaft hält und die Poren verschließt.

    Der hat dort keine Möglichkeit ordentlich zu haften…

    Aber für jetzt sieht?s soweit gut aus.

    Jedoch fürchte ich um das dauerhaft zu „konservieren“ kommt man um Epoxidharz/Bootsharz nicht drumrum…und das ist teuer…

  3. Ja ja, die Poren werden mit Klarlack verschlossen, bis die Oberfläche ganz glatt is. Dann wird jede Woche gewaschen und zweimal im Jahr poliert und versiegelt.

    Und der Panda sieht aus wie ne Polo-Kopie.

    Leute Ihr raucht entweder zu viel oder das falsche Zeug!

  4. @Viking
    Das Bild hatte ich garnicht mehr auf dem Schirm.
    Die Idee kommt eigentlich daher, daß es gerade im Käfer-/Busbereich in den letzten Jahren mehrere gab, die die Türverkleidungen mit Kaffeesächken bezogen haben. Und ich dachte mir, ich stülpe den Trend mal um…

  5. @Alexander – ja, find ich auch. Ob das eine Alternative für alle ist, die nicht zig Euros in eien neues Vinyldach stecken wollen? Für weitere Geweeb Optik – und einen schrägen Kontrast – könnte man anschließendn noch die Stoßstangen mit Carbonfolie beziehen. Passt prima zum fetten Endrohr.
    Weitermachen!

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