Nur 6 kleine Bleche…

Ich habe mich gestern der Endspitze des Prolos gewidmet. Nebenbei habe ich den Radlauf vorne gespachtelt. Ganz fertig bin ich nicht geworden – mir sind die Schleifpapiere für den Schwingschleifer ausgegangen. Nachschub ist aber schon bestellt.

Dem TÜV war die Abdeckung des Reifens hinten zu wenig. Gestaltungsanlass. Zunächst musste ich die Stoßstange kürzen, denn die wäre der Endspitze, so, wie ich sie geplant hatte im Weg.

Die Stoßstange liegt eng an der Karosserie an, die Fläche dafür ließ ich stehen, der Rest der Endspitze wurde Opfer der Flex.

Als ich das so weggetrennt hatte, fiel mir ein kleiner Rostfleck auf. Da hatte sich der Steinschlag gelöst und war unterrostet. Und wie das so ist, wenn man dann mal das freilegt, wird es immer größer.

Schockiert mich jetzt nicht wirklich bei einem 31 Jahre alten Fahrzeug. Da ich eh am Radkasten Schweißen musste, wieso entrosten – den Bereich habe ich gleich rausgeschnitten.

Ich musste weiter nach außen. Also habe ich erst einmal ein großzügig bemessenes Blech eingeschweißt. Wegtrennen kann man immer noch.

Den Wagen abgelassen, um zu sehen, wie des zum Rad harmonisch wirkt.

Ja, gefiel mir so, also konnte ich am Blech anzeichnen, wie es hinhauen könnte von der Länge.

Dieses Bild und ein weiteres schickte ich dann meinem Prüfer, nicht, dass der wieder nein sagt. Sagte er aber nicht. Die Basis war also geschaffen, aber da wartete noch viel Arbeit auf mich.

Das zweite Blech schweißte ich unter das stehengelassene Blech, um die Aussparung der Stoßstange zu beginnen.

Das Blech darunter wurde tricky. Eigentlich könnte man meinen, da passt ein 7cm breiter Streifen. Passt er nicht. Ich hatte zunächst eben solch einen Streifen zurechtgeflext, aber das würde nur funktionieren, wenn das hinten und seitlich gerade nach unten geht, aber die Winkel sind unterschiedlich. Aber anhand des verschnittenen Blechs konnte ich die Form des Blechs bestimmen, dass ich brauchte. Es wurde eine Art Banane.

Immer schön erst einmal auf beiden Seiten länger lassen, biegen – übrigens von Hand – und dann erst abschneiden und einschweißen.

Blech vier und fünf schlossen die Aussparung für die Stoßstange. Hier konnte ich, da es sich um gerade Bleche handelte, gut mit Pappschablonen arbeiten.

Wie man sieht, habe ich es etwas unter der Kante des auslaufenden Radlaufes angesetzt – hätte ich es bündig gemacht, der Effekt des auslaufenden Radlaufes wäre dahin gewesen.

Das sechste und letzte Blech war das schwierigste. Das war das untere Abschlussblech. Mit Pappe konnte ich wirklich nur sehr grob die Größe bestimmen. Also erst einmal ein zu großes Blech geschnitten und angefangen, das zu biegen. Immer wieder anhalten und sehen, ob die Form ungefähr hinkommt.

Und dann erst einmal auf zwei Seiten zugeschnitten und angefangen, das einzuschweißen.

Danach konnte ich alles weiterhin Überstehende abtrennen und teilweise mit dem Hammer nachhelfen, es bündig anliegen zu lassen. Ich habe es erst einmal grob verschliffen. Ein paar Ecken muss ich noch nachschweißen, aber mit gingen langsam die Kippen aus – Zeit, an den Feierabend zu denken.

Test mit der Stoßstange. Hoffentlich habe ich mich nicht vertan beim Anzeichnen. Ich vermesse mich ja mal ganz gerne…

Die Stoßstange muss noch etwa 1 cm weiter nach oben, dann passt es. Das war schon lange geplant, dazu muss ich die Halter aber noch anpassen. Die Stoßstangenecke muss ich weiter an das Fahrzeug herangehen lassen. Auch das war beim Abschneiden schon der Plan. Deshalb auch die Lücke nach vorne.

Wenn man es in der Gesamtansicht sieht im Vergleich zur anderen Seite, muss ich sagen, war eigentlich ganz gut, dass der TÜV gegen den umgebördelten Radlauf war – das sieht schon deutlich harmonischer aus, als auf der anderen Seite.

Links sieht es schon aus, als ob etwas fehlt, weil die Heckleuchte unten weiter nach außen geht. Die sechs Bleche und die Arbeit haben sich gelohnt.

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2 thoughts on “Nur 6 kleine Bleche…

    1. Mal abgesehen davon, dass da ja schon Vorbereitungen in der Stoßstangew sind – wie klein müsste so eine Lampe sein? Und das wäre viel zu weit außen, als dass es gut aussieht.

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