Test BGS Bördel-, Biege- & Trenn-Werkzeug-Satz 1270

Werbehinweis: Das Set wurde mitr von BGS zum Test zur Verfügung gestellt.

Ich komme immer mal wieder an einen Punkt beim Schrauben an meinen Autos, da sage ich mir: Warum von anderen helfen lassen, das kannst Du doch selbst machen. An dem Punkt war ich bei den Bremsleitungen am Prolo. Die sind hinten rostig, ein NoGo beim TÜV. Und das auch zu Recht, den Bremsen sind sicherheitsrelevant.


Nun kann man Bremsleitungen auch fertig konfektioniert kaufen, aber da ich öfters einmal das Problem habe, wollte ich den nächsten Schritt gehen und die selber bördeln. Zudem wollte ich zwei Bremsleitungen nur zum Teil erneuern. Und da will ich den Teil, den ich erhalten will, am Fahrzeug bördeln. Und so fragte ich bei BGS an, ob die mir einen Bördel-, Biege- & Trenn-Werkzeug-Satz zum Testen zur Verfügung stellen könnten, was sie auch getan haben.

Vorteil von dem Set ist, dass alles dabei ist, was man zum Herstellen von Bremsleitungen braucht.

Das Werkzeug hatte ich, Material auch, also konnte ich loslegen. Ich habe mir zum Arbeiten in meiner Chaoswerkstatt einen sauberen Lappen untergelegt. Bei Arbeiten mit dem offenen Bremssystem sollte man schon penibel drauf achten, dass kein Dreck in die Leitungen kommt. Das könnte fatale Folgen haben.

In das Bördelwerkzeug (das es auch einzeln gibt) schiebt man in Pfeilrichtung die Leitung ein bis zum markierten Strich. Vorher einmal in das Fett tauchen. Praktischerweise ist eine Schraube dabei, die man als Anschlag einschraubt. Dann zieht man die Backen mit den kleinen Schrauben fest, damit die Leitung nicht mehr wegkann.

Nochmals durch das Sichtloch checken, ob es weiterhin anliegt. Die Position ist wichtig. Den Anschlag rausschrauben und jetzt kommt die Bördelschraube in das Gewinde. Die schraubt man fest rein, bis es nicht mehr geht.

Die seitlichen kleinen Schrauben lösen und man kann die fertige Seite aus dem Werkzeug ziehen. Ich bin mit dem Ergebnis voll zufrieden.

Den Ratschen-Bremsleitungsschneider zeige ich Euch am besten beim Einsatz am Unterboden. Eine Bremsleitung habe ich nur zum Teil ersetzt und musste das am Unterboden abschneiden. Und da ist die Ratschenfunktion schon echt gut gelöst. Das Werkzeug auf die Leitung drücken und dann losratschen.

Das Ding ist ziemlich klein, die Größe reicht aber vollkommen aus und erleichtert das Arbeiten an schwer zugänglichen Stellen.

Beim Bördeln immer drauf achten, bevor man die zweite Seite bördelt, müssen die Verschraubungen auf das Rohr. Mit der Biegezange kann man gefahrlos die Bremsleitungen in Form bringen.

Rohre können sonst knicken und das wäre natürlich kontraproduktiv, weil das den Druck bremst. Die Leitung zwischen Radbremszylinder war relativ schnell erledigt.

Anders bei der Leitung zum Bremsschlauch, den ich vorsichtshalber eh erneuern wollte. Das ist an einer Stelle verschraubt, an die man bescheiden drankommt. Trotz Bremsleitungsschlüssel und Rostlöser drehte ich den Kopf rund. Auch eine Grippzange half an der Stelle nix.

Und natürlich stieß ich auf 2 alte Schraubergesetze:

  1. Es ist immer die Schraube rund, an die man am besch… drankommt.
  2. Wenn man mit dem Schlüssel abrutscht, dann ist immer eine scharfe Kante daneben

Nachdem ich ein Pflaster geklebt hatte, laut geflucht hatte und letztendlich die Bremsleitung an der Stelle abgebrochen, kappte ich einfach die Haltefeder und konnte den bösen Buben herausziehen. So sah der Todeskandidat nach dem Herausfiletieren aus:

Nach 32 Jahre auf der Straße ist das eben zu einer Einheit zusammengerostet.

Nun hieß es da ein neues Stück Bremsleitung anzuflicken. Und das Werkzeug funktioniert auch wunderbar am Fahrzeug.

Ich gebe ehrlich zu, mir gelang es erst beim 2. Versuch. Das lag aber an einem Anwendungsfehler. Diese Bremsleitung war natürlich nicht leer und mir lief beim Ansetzen Bremsflüssigkeit ins Werkzeug. Dadurch konnte die Bremsleistung im Werkzeug leicht rutschen. Beim zweiten Ansetzen habe ich das Ende leicht nach oben gebogen, dass nichts nachlaufen konnte und dann ging auch das problemlos. Natürlich vorher das Werzeug und die Leitung noch einmal sauber gemacht.

Den neuen Abschnitt der Bremsleitung verband ich mit einem Kupplungsstück.

Auf der anderen Seite kam dann der neue Bremsschlauch zum Einsatz.

Ganz zusammenschrauben konnte ich es nicht, weil mir eine zweite Klammer fehlte. Ich dachte, ich hätte noch welche im Fundus, hatte ich aber offensichtlich aufgebraucht. Und die Teilehändler hatten schon zu am Samstagnachmittag. Ansonsten stände am Ende der Arbeiten natürlich noch das Entlüften der Bremsen.

Mein Fazit zu dem Werkzeugset:

Es macht einen soliden Eindruck, das geht sicherlich nicht nach der 5. Bremsleitung schon kaputt. Die Handhabung ist relativ einfach und für einen normalen Schrauber zu bewerkstelligen. Gerade, wenn man nicht täglich Bremsleitungen bördeln muss, ist das vollkommen ausreichend. Die gebördelten Enden sehen sauber aus und werden so auch dauerhaft dicht. Der Ratschen-Bremsleitungsschneider finde ich sehr komfortabel gegenüber einem einfachen Rohrabschneider und der hat ganz klare Vorteile an engen Stellen, wenn man den Rohrabschneider eben nicht um die ganze Bremsleitung drehen kann. Eine echte Bereicherung für meinen Werkzeugfundus, ich habe aufs richtige Pferd gesetzt.

BGS hat keinen Direktvertrieb, aber man bekommt das Ganze sowohl beim örtlichen Werkzeughändler, als auch bei den bekannten online Shops, eBay, Amazon etc.

Zur Anwendung des Bördelwerkzeugs gibt es noch ein Video direkt von BGS:

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