Mal mit der Recherche angefangen

„Mein“ TÜV Prüfer für Einzelabnahmen ist ja aufgeschlossen. Vernünftig argumentiert, innerhalb der Richtlinien und mit möglichst vielen Unterlagen untermauert ist er bereit, viele meiner Umbauten einzutragen. Aber wenn ich anfange mit dem Framo, schaltete er bisher konsequent auf stur. Das ist ihm dann doch zu heftig.

Als ich den Framo anfing zu baue vor vielen Jahren, war die Lage noch so, dass man 5tagesplatten relativ problemlos bekommen hat, damit wäre es möglich gewesen, den Framo einmal zu einem Treffen zu bewegen. Aber das ist sehr lange her. Den Framo gar nicht auf der Straße bewegen zu können, bremst meine Motivation extrem aus, weiterzubauen.

Irgendwann tauchte im Netz dieser Opel Frontera A auf.

Jetzt sagen einige: Das ist doch kein Frontera, das ist doch ein Blitz! Das ist aber falsch, oder so halbfalsch. Das ist wirklich ein Frontera, oder besser gesagt ein Opel Frontera Rahmen mit einem Blitz Aufbau.

Mooooment einmal. Geht das etwa mit TÜV?

Reden wir mal nicht darüber ob und wie der Frontera mit Blitzaufbau getüvt ist. Tatsache ist erst einmal, der Frontera hat einen Leiterrahmen unter der Karosserie.

Das wäre schon einmal ein Ansatz. Zudem hat der Frontera einen G-Kat, was für die Umweltzone wichtig wäre. Einen fauligen Frontera für Dreistellig sollte sich auftreiben lassen. Der Radstand wäre ein Gestaltungsanlass.

Muss aber kein Frontera sein, auch kein Allrad. Nur welches Europäisches Auto hat sonst noch einen Leiterrahmen, ist einigermaßen gut verfügbar und hat eine Umweltzonenzulassung? Wem fällt da etwas zu ein? Klar, beispielsweise hat auch der Mercedes ML einen Starrahmen, aber der hat mir definitiv VIEL zu viel Elektronik. Opel Campo gibt es, die werden aber zu teuer gehandelt.

Beschlossene Sache, der Framo kommt auf einen anderen Rahmen und bekommt so TÜV? Noch lange nicht! Wo denkt ihr hin? Es ist jetzt erst einmal der Anfang einer Recherche ob und wie das geht. Immerhin: der TÜV Prüfer hat nicht sofort nein gesagt. Er will mal sehen, ob man so einen Umbau irgendwie argumentieren könnte. Zudem will er mal sehen, ob es eine Baujahresgrenze gibt, die es wegen dem Fußgängerschutzes einfacher macht. Es ist wie immer bei Umbauten: Je älter, desto weniger Vorschriften, die mich einschränken.

Bei dem ersten kurzen Gespräch fiel auch das Wort LKW. Da sind Aufbauänderungen ja viel üblicher. Aber so Kleintransporter sind eigentlich zu groß für den Framo, der ja eher PKW Abmäße hat. Da fällt mir eigentlich nur der VW Taro ein, der ja nix anderes war, wie ein Toyota Hilux. Der hatte auch einen separaten Rahmen.

Mit etwas Augenzwinkern könnte man auch einen Hilux Rahmen nehmen. Als reiner Hecktriebler ist der auch nicht so hoch, wie ein Allrad. Problem ist aber eben, dass die inzwischen nach meinen Recherchen recht selten und gesucht sind.

Es ist erst einmal Kopfkino, aber ich spiele ja oft Kopfkino.

23 thoughts on “Mal mit der Recherche angefangen

      1. Ich werfe mal statt des recht jungen Sorento einen Hyundai Terracan als Vorschlag in den Raum. Das ist ein Lizenzbau vom Mitsubishi Pajero.

        Sowas wie Ford Ranchero oder Chevrolet El Camino liegen vermutlich weit über dem Budget? Hab k. A. Wie die so gehandelt werden.

  1. Dank Chip- und Neuwagenmangel wird die Suche nach einer günstigen Projekt-Basis ja zunehmend schwieriger. Selbst für Hocker, die aus dem allerletzten Loch pfeifen, werden ja mittlerweile 4-stellige Mondpreise aufgerufen. Für die früher üblichen 50-300€ gibt’s allenfalls noch komplette Wracks, ausnahmslos mit rausgesäbeltem Kat oder gleich ganz ohne Motor.
    Das einzig Gute daran ist, dass sich beim einen oder anderen Kandidaten auch eine umfangreichere Reanimationsmaßnahme wieder lohnt und die ganze Entwicklung somit der Wegwerfgesellschaft ein wenig entgegenwirkt.
    Geländewagen/PickUps mit Leiterrahmen sind aber ja generell gebraucht schon immer ein bisschen teurer und damit eher außerhalb des Fusselbudgets. Bei dreistelligem Kaufpreis, Leiterrahmen, grüner Plakette und Europäer wird’s echt schwierig – vielleicht mal die ganz alten Anzeigen durchstöbern und bei Standuhren ’nen frechen Preis anbieten?
    Pajero Pinin würde mir auf die Schnelle noch einfallen – zwar von Mitsubishi, aber m.W. immerhin in Turin gebaut.
    Hier mal der derzeit Günstigste bei Ebay-Kleinanzeigen, den es am Stück gibt:
    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/mitsubishi-pajero-pinin-1-8-3-tuerig-4×4-klima-viel-rost-/1900385531-216-19904

    Das rottige Häuschen kann ja sowieso weg und vorm Schweißen graut es Dir eh nicht…

    1. Mal abgesehen davon, dass ich erst bei der Recherche bin und der TÜV noch kein grünes Licht gegeben hat: Sollte ich die Frontera Lösung nehmen, würde ich ein Komplettfahrzeug bevorzugen. Bei dem Angebot weiß kein Mensch, was an Steuergeräten etc dabei ist. Keine Lenksäule, keine Pedale, kein HBZ,…

    1. Dir fällt aber schon auf, dass da Kleinwagenkarosserien auf den Fahrgestellen thronen, die einen ehemaligen Pritschenwagen aufnehmen soll?

      1. Ja schon, aber die Suzis gab’s auch in lang, mit Pritsche zum Beispiel.
        Damit sind sie dann immer noch nicht europäisch, und raus.
        War ja auch nur das Abbild meines Gedankenblitzes…

  2. was ist mit dem Hanomag Henschel F20–der wurde ja später von Mercedes fast unverändert weitergebaut–gibt es in verschiedenen Längen–hat allerdings Frontantrieb.

    Ein Transporter der noch nicht von diesem T2/3 Preiswahn befallen ist

    1. Der Hanomag Transporter hatte ja den Motor zwischen den Sitzen. Die Lenkung vorne. Das ist schon vom Aufbau her unvorteilhaft. Die Idee dahinter ist: Je weniger man am Rahmen ändert, desto größer die TÜV Chance. Zudem keinen Kat (Umweltzone).

  3. Ford Transit 86-2000. je neuer, desto mehr steuergeräte, 86er diesel fährt bspw. problemlos auch ohne batterie. 😉

    Gibts mit verschiedenen Radstand (kurz/langversion), haben heckantrieb, schlechte exemplare (vor allem pritschen) sind auch noch immer billig.

    Vielleicht nen blick wert.

    1. Der Transit hat aber keinen Leiterrahmen. Das wäre der Iveco Daily ab 1978, der basiert auf einem Leiterrahmen.

      Aber diese Kisten sind vielleicht ein bisschen zu groß? Und grüne Plaketten ohne Elektronik gab es bei denen auch eher nicht.

  4. Nur mal als Anregung: in meinem Besitz war mal ein Nissan MD 21. auch als King Cab bekannt. Das Ding hatte in der vorletzten Ausbaustufe einen nachgerüsteten Partikelfilter, der war gut für ne Gelbe Plakette.
    Der avisierte Kat ist nicht mehr zum Einsatz gekommen, weil der Rahmen nach dem dem zweiten Schweiss-Manöver für meine Ansprüche nicht mehr fest genug war.
    Aber sonst: Leiterrahmen, Motoren als IL4 Saugdiesel, Turbodiesel und V6 Benziner. Spurweite wie ein großer Pkw, satter Radstand. Mit und ohne Allrad. Doka und Single Cab.
    Das Problem bei allen Leiterrahmen ist eben, sie rotten gern…an wichtigen Teilen.
    Das Vorgängermodell hiess noch Datsun Pick-Up. Wahrscheinlich gibts die Kisten seit nachm Kriech…

  5. Gerade kam mir noch der Chevrolet S10 in den Sinn. Die Dinger waren immer schon eher unbeliebt gegenüber den „richtigen“ Pickups mit V8 (Blazer, K-Serie) und deshalb auch immer schon deutlich günstiger. Und sie sind deutlich zierlicher als die großen von Chevrolet. Den S10 gab es sowohl mit 4WD als auch als Hecktriebler.

  6. Ich habe die Beiträge vom Eurorod durchforstet und habe nicht so viel gesehen, was am Rahmen geändert wurde. Was sind die Hauptprobleme? Der Motor? Die Lenkung? Vielleicht wäre ein Downsizing möglich? Man nehme dann einen kleinvolumigen Motor mit kurzer Übersetzung, dass der Rahmen wieder zulässig wird.

  7. Vielleicht könnte man bei der Rahmen-Suche direkt im Osten bleiben:

    Wartburg 1.3

    Hat einen Leiterrahmen, überschaubare Technik und dank VW-Motor sollte auch die Abgasnorm in den Griff zu kriegen sein.

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