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Dioden

Ich habe für das Schaltgestänge des Pirat eine neue Kugelpfanne besorgt. Wie ich schon geschrieben habe, die bisherige Lösung war nur ein Provisorium. Aber damit hatte ich schon mehr im Fundus, als manch anderer.

Der Einbau war relativ easy, ohne Kugel lässt sich das Kunststoffteil relativ einfach reindrücken.

Dann die improvisierte Stange rauspopeln und die ursprüngliche Stange wieder einsetzen.

Ergebnis: Es schaltet sich wieder butterweich, so wie es ursprünglich einmal war. Das war die Aktion und ca. 10 Euro wirklich wert.

Da ich den Wagen gerade aufgebockt hatte, wollte ich auch gleich die Lichtmaschine tauschen. Die verbaute Lichtmaschine funktioniert einwandfrei, hat aber keinen Anschluss „W“ für den Anschluss des Drehzahlmessers. Vor längerer Zeit hatte ich dem MainzMichel drei LiMas aus meinem Fundus gegeben, um daraus wieder eine funktionierende zu bauen. Zeitvorgabe: Wenn er eben mal Zeit dafür hat. Ein Freundschaftsdienst. Als ich bei ihm war wegen der Zentralelektrik, übergab er mir die überholte LiMa und die lag seitdem im Kofferraum.

Vor dem Einbau sah ich mir die LiMa noch einmal an und verdammt! Da fehlt auch die Klemme W.

Ich hatte ihm zwei LiMas mit und eine ohne Klemme W mitgegeben als Bastelmaterial. Es stellte sich heraus, dass bei beiden W Maschinen die Diodenplatten kaputt waren – was auch immer das ist. Ich und Elektrik… Deshalb hat er die dritte LiMa genommen zum Überholen. Positiv: Ich habe jetzt eine Lima im Regal, die ich sicher Plug & Play einsetzen kann, aber negativ: Immer noch keinen DZM. Den Anschluss W kann man wohl auch manuell rausführen. Aber ich mit meinen linken Elektrikhänden – naja, ich fahre jetzt seit 3,5 Jahren ohne angeschlossenen DZM durch die Gegend, das geht auch, auch wenn es mich innerlich doch etwas ärgert. Aber ohne DZM kommt man ja trotzdem an und Michael kann ja nun wirklich nix dafür, dass die Diodenplatten hinüber waren.

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Das schlechte Provisorium gegen ein besseres ersetzt

Der ADAC hatte ja das Schaltgestänge improvisiert wieder zusammengesteckt. Keine Dauerlösung. Ich fuhr in die Werkstatthölle, um mir das mal genauer anzusehen. Auf der Fahrt machte das Gestänge schon wieder ärger, nicht alle Gänge gingen so einfach rein. Auf der Landstraße entschied ich mich ab dem 3. Gang nicht mehr zu schalten – bitte, bitte, bitte heil ankommen. Irgendwie.

3. Gang geht auf der Ebene auch zum Anfahren an der Ampel, wenn auch gequält. Ich schaffte es bis zum Tor meiner Werkstatthölle. Da das Tor natürlich nicht offen stand, musste ich aussteigen. Und am Hang anfahren im 3. Gang? Ging nicht. Versucht in den ersten zu schalten und das war es dann mit der Gangschaltung. Zwei hilfreiche Nachbarn halfen mir den Bock noch die letzten Meter reinzuschieben.

Dann mal aufgebockt und unters Auto gelegt. Und da sah ich dann das ganze Ausmaß des Schadens. Die Gelenkpfanne war bis auf einen kleinen Restrand komplett weg! Die Kugel hing gelangweilt in der Gegend herum.

Der ADAC Helfer hatte schon gemeint, da ist nichts mehr zu retten, könnte aber bis zur Werkstatt halten. Hielt es ja auch. Dann die Ernüchterung. Ich habe diverse Getriebe rumliegen, hatte aber schon einmal dieses Problem und habe dementsprechend schon geplündert.

Gerade eine einzige Gelenkpfanne war da, wie sie bei mir verbaut war. und da war der Rand beschädigt.

Ob das ein paar Kilometer hält? Was mir schon zu dem Zeitpunkt klar war: Es kommt eine neue Gelenkpfanne her. Nur bis die da ist, will ich ja irgendwie von A nach B kommen. Ich probierte es mit der Gelenkpfanne, aber die zerlegte sich beim Einbau weiter. Keine Option.

Nochmals alle Getriebe durchgesehen. Eines hatte noch ein vernünftiges Lager, das aber angegossen. Die Stange kam von der Form so einigermaßen hin.

Also probieren wir es eben mit der. Eingebaut war sie relativ schnell.

Sitzt fest auf der Kugel. Das bereitet keine Probleme. Und wie geht das Schalten? Die Stange war ja nicht 100% identisch. Ich machte eine kurze Probefahrt. Der erste Gang geht etwas schwer rein, aber es geht.

Eine neue Gelenkpfanne ist bestellt.

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Ich muss dann heute wohl mal in die Werkstatthölle…

Ich war gestern zusammen mit Calli unterwegs, ein Sofa für meine Wohnung bergen, die jemand über eBay Kleinanzeigen verschenkt hat, Ich brauchte dazu seinen Anhänger und ich war sehr dankbar, dass er gleich auch mit geschleppt hat. Ich bin sehr dankbar, solche Freunde zu haben. Vielleicht schafft es das Sofa noch in den Blog, ich muss an dem noch etwas umbauen.

Alles ganz problemlos. Danach war ich noch in der Stadt unterwegs und als ich aus einer Parklücke ausscherte, hatte ich plötzlich keine Kontrolle mehr über die Gänge. Das Getriebe ließ sich nicht mehr schalten. Ich kam vom Rückwärtsgang nur noch in den Leerlauf, dann war Schluss. Der Ganghebel hatte keinen Kontakt mehr zum Getriebe. Sicherlich eine Kleinigkeit. Ich schob erst einmal den Bock wieder in die Parklücke.

Bocken wir den Wagen eben hoch und sehen nach. Doof, wenn man am Vortag den Wagenheber zu Karosseriearbeiten genutzt hat und nicht wieder zurück ins Auto gelegt hat. Mir blieb nichts anderes übrig, als den ADAC zu rufen. Der brauchte fast eine Stunde, angekündigt waren bis zu 90 Minuten. Es kam ein wirklich freundlicher Helfer, der fasziniert war vom Pirat. So etwas hat er noch nie gesehen, aber noch mehr fasziniert hat ihn, dass das wirklich alles eingetragen ist.

Mit einem Rangierwagenheber kommt man natürlich viel besser unters Auto.

Letztendlich war es eine Gelenkpfanne, die von der Kugel abgesprungen war. Die Gelenkpfanne ist einfach nach den vielen Jahren verschlissen. Ich denke mal, es ist Position 27 auf dieser Zeichnung.

Der Pannenhelfer drückte die Kugel wieder in die Gelenkpfanne und sicherte es mit einem Draht. Die Gelenkpfanne gibt es neu, ich werde heute mal meine Getriebesammlung durchgehen, was ich gebraucht habe. Entweder ich habe die noch in wirklich gut erhalten, oder ich kann wenigstens improvisieren, bis ich eine neue bestellt habe.

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April April!

Natürlich war es ein Aprilscherz, dass mir behördlich untersagt wurde, meinen Pirat auf öffentlicher Straße abzustellen. Der Bock hat TÜV, ist legal angemeldet, also darf ich ihn natürlich auch überall abstellen, wo parken erlaubt ist. Aber der Aprilscherz hat im Fusselblog eine so lange Tradition, da musste ich dieses Jahr natürlich wieder einen raushauen. Gerade jetzt, wenn alle nur am Jammern sind und ihren Humor erst einmal suchen müssen.

Natürlich waren wieder die Kommentare manuell freizuschalten, um den Schein zu waren. Einige haben mitgespielt, einige habe ich auch erwischt – und wenn es nur für einen Moment war: so macht es Spaß.

Nachfolgend der Fakeartikel und natürlich war das gefakte Behördenschreiben ursprünglich nicht als Fake markiert, obwohl es erstunken und erlogen ist:


Behördenterror

Ich habe gestern mich lange bei der Zulassungsstelle herumgeärgert.

Was für komische Zeiten. Online-Termin vereinbaren, im Freien anstehen – wenigstens war das Wetter gut.

Ich bin ja umgezogen und leider ist bei meiner neuen Wohnung keine Garage dabei, weshalb eines meiner Autos immer als Laternenparker herhalten muss. Ein Kampf zu gewissen Zeiten, da einen Parkplatz zu bekommen und offenbar haben mich mehrere Nachbarn bei der Stadt angeschwärzt. Und so kam es zu diesem Schreiben:

Bitte was? Das ist doch Behördenwillkür! Da musste ich hin und Radau machen. Offenbar gibt es aber tatsächlich eine Rechtsgrundlage dafür, die ich gerade von einem befreundeten Juristen prüfen lasse.

Ich habe aber wenigstens darstellen können, dass es nicht so einfach ist in meiner Wohngegend einen Garagenplatz zu ergattern und da ich in einem anderen Stadtteil meine Tiefgaragenstellplätze nachweisen konnte, haben sie mir jetzt 2 Monate Aufschub gewährt…

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Wischi Waschi

Die Stufe 1 des Scheibenwischers des Piraten ging ja nicht. Also habe ich einmal im Fundus gekramt. Für meiner Verhältnisse ist da inzwischen relativ wenig über.

Einer der Blinkerschalter war kaputt. Warum hebe ich so etwas auf? Direkt in die Tonne damit! Der Austausch war easy – und brachte den erhofften Erfolg.

Auch den ersetzten Lenkstockschalter – direkt in die Tonne, damit ich nicht auf die dumme Idee komme, den noch einmal zu verbauen.

Dann ging es daran, alles wieder zusammenzubauen. Alles schön mit Kabelbinder etwas ordnen, Luftleitung für die seitliche Düse wieder rein, … Fummelei unterm Armaturenbrett. Nicht die angenehmste Arbeitsposition. Dann Verkleidungen drangeschraubt, Radio wieder rein unterm Armaturenbrett. Und das ging nicht. Da war schon vorher ein paar Mal die Sicherung geflogen, nachdem ich das Radio an den Kabeln hängend im Beifahrerfußraum temporär abgelegt hatte, aber nicht wegen des Radios, sondern wegen des Zigarettenanzünders.

Also neue Sicherung rein. Ich war verblüfft, denn die Sicherung, die ich vermutete, dass es sie war, war heil. Also Zentralelektrik wieder raus und nachgesehen, ob alles draufsitzt. Und ich fand tatsächlich ein Massekabel, das nicht auf dem Verteiler steckte. Eigentlich gut, dass ich mich geirrt hatte – es war eine andere Sicherung und die war auch durch.

Also neue Sicherung und alles wieder zusammen:

Auf der Heimfahrt eine Bodenwelle und zack, Radio wieder aus. Angehalten, neue Sicherung und eine Minute später wieder Sicherung raus. Die Platte mit dem Radio/Zigarettenanzünder abgeschraubt und festgestellt, das Innere des Zigarettenanzünders ist komplett locker – da ist im Inneren irgendwas gebrochen. Ich hatte eine Kombizange im Auto und hab das Kabel des Zigarettenanzünders einfach durchgezwickt.

Danach war Ruhe. Da kommt eine andere Steckdose rein. Die ist definitiv hin.

Bei der Elektrik bleibt jetzt noch die Tankuhr, die nicht funktioniert. Warum hab ich die nur vergessen, als ich bei Michael war, anzusprechen?

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Doppelt hin

Gestern hatte glücklicherweise Michael Zeit, sich mein Elektrikproblem anzusehen am Pirat. War nötig. Ich kam einfach nicht weiter. Wobei ich eigentlich gar nicht so weit weg von der Lösung war. Jetzt legte sich der Profi in den Fußraum.

Logisch an die Sache rangehen. Er sah sich die alte Zentralelektrik an, die ich ausgebaut und mitgebracht hatte. Und tatsächlich – bei genauerem Hinsehen erkennt man Schmelzspuren – genau am Anschluss des Lüftungsgebläses.

Wieso ging jetzt mit neuer ZE die Lüftung nicht? Das hätte mir auffallen sollen – der Stecker war ebenfalls angeschmort. Wenn ich ein Auto schlachte, schneide ich für Michael alle Stecker ab. Ich habe eh nicht das Werkzeug dazu, da die Kabel neu einzuziehen. Die Stecker landen dann in dieser Schublade.

Dann ist das bei Michael und wir haben hoffentlich immer den richtigen Stecker. Und wenn er selber einen davon brauchen kann, oder jemand anderem damit helfen kann – warum nicht? In irgendeinem meiner Autos ist sicherlich auch ein Stecker, der aus seinem Fundus stammt.

Also Ersatzstecker von den Kabelresten auspinnen und dann Kabel für Kabel vom alten Stecker auf den „neuen“ switchen.

So sah der Stecker aus, der verbaut war. Dass mir das nicht aufgefallen war schiebe ich auf die enge, dunkle Situation im Fußraum. Hätte man sehen sollen. War aber eben auch unten.

Mit dem neuen Stecker sollte die Lüftung jetzt gehen. Ging sie aber nicht. Immer noch kein Strom. Das Rätsels Lösung: Die neue ZE war ein Griff ins Klo. Ebenfalls verschmort. Ich hatte eine kaputte ZE durch eine kaputte ZE ersetzt. Aber ich hatte meinen ganzen Fundus dabei, also haben wir uns angesehen, was am besten erhalten ist.

Nächste ZE rein und siehe da: Die Lüftung läuft und nichts wird heiß. Auch der Scheibenwischer geht nicht mehr an, wenn die Lüftung an ist. So wie es sein soll. Nicht wird heiß, als wäre nie etwas gewesen.

Die zwei kaputten ZE flogen direkt in den Müll. Direkt? Ne, jetzt wollten wir sehen, was da los war. Also die ursprüngliche ZE einmal aufgebrochen. Wer das noch nie gesehen hat: Das sind dicke Leiterbahnen auf mehreren Ebenen getrennt von Kunststoffplatten.

Und wir haben die Ursache gefunden: An einer Stelle wurde es heiß und das hat sich zur Ebene darunter durchgeschmolzen.

Und wen wundert es – das war die Verbindung zwischen Lüftung und Scheibenwischer.

Man konnte in der Umgebung ein Grollen hören. Das war der Stein, der mir von Herzen fiel. Mein großer Dank geht an Michael. Gut, Experten im Netzwerk zu haben.

Um die erste Stufe des Scheibenwischers haben wir uns nicht mehr gekümmert. Da ist wahrscheinlich der Lenkstockschalter defekt – er geht auch sehr schwer. Da kümmre ich mich noch drum, hoffe, ich habe noch einen. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob es da nicht wieder Unterschiede zwischen Vor- und Nachfacelift gibt. Ich habe vornehmlich Nachfacelift Passat 32B geschlachtet…

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Es treibt mich in den Wahnsinn…

Ich und Autoelektrik. Wir werden wohl nie Freunde. Nicht auszumalen, wenn das Elektronik wäre. Eigentlich ist die Elektrik doch simpel an so einem 39 Jahre alten Passat. Aber eigentlich hilft mir nicht weiter.

Eine Idee zu meinem Problem, dass Lüftung und Scheibenwischer gemeinsam angehen: Zwei Kabel, die miteinander verschmolzen sind. Das war die Vermutung von Olaf und logisch klang das auch. Laut Schaltplan haben Scheibenwischer und Lüftung wenig miteinander zu tun. Sie Kabel sind in unterschiedlichen Steckern mit der Zentralelektrik (Sicherungskasten) verbunden und sie hängen an unterschiedlichen Sicherungen. Einzige Gemeinsamkeiten: Sie werden beide vom X Relais (Stromunterbrechung während des Startvorgangs) geschaltet und ihre Sicherungen liegen in der ZE nebeneinander.

Also in den Fußraum unters Armaturenbrett gelegt. Die Kabel zum Lüfter? Die laufen in keinem Verbund. Da kann kein Kurzschluss zum Wischermotor entstehen.

Es half nix – mit Isolierband zusammengefasste Kabel freilegen und suchen.

Nein, das ist kein Spaceshuttle, das ist nur ein oller Passat. Und die Suche ging los – die erfolglose Suche. Denn kein Kabel klebte an einem anderen. Auch wenn diese Lösung logisch war – sie war nicht die Ursache zu meinem Dilemma.

Nächster Verdächtiger: Die Zentralelektrik. Nicht, dass da der Fehler logisch erscheint, aber ich wollte jetzt alle potentiellen Störquellen ausschließen. Und da die ZE ein verschweißtes Plastikgehäuse hat, kann man da auch nicht reinsehen, ob darin etwas verschmort ist. Es gibt mehrere Versionen der alten ZE – laut Teilekatalog brauche ich Version „C“. Nachgesehen, was ich drin habe – Version „BC“. Die Nummern sind stets identisch bis auf den Buchstaben.

Von der Version „BC“ hatte ich nur eine angeschmorte Version, aber mehrere der Version „B“ – und im direkten Vergleich konnte ich keinen Unterschied feststellen.

Augen zu und durch – wechseln wir die ZE. Schön nach und nach, Kabel für Kabel, Stecker für Stecker, Relais für Relais. Checken, das an jeder Stelle die richtige Sicherung sitzt.

Ergebnis: Nun fliegt die Sicherung der Lüftung nicht mehr – sie funktioniert gar nicht mehr. WTF! Überprüft, ob irgendwo ein Stecker fehlt etc. Nichts gefunden. Scheibenwischer? Intervallscheibenwischer geht, Stufe 2 auch, Stufe 1 nicht. Schaltet man auf Stufe 1, wenn der Wischer mitten in der Scheibe ist, bleibt der stehen. Doch irgendetwas verkehrt gesteckt? Diese ZE auch kaputt?

Telefonate mit zwei Telefonjokern. Mit MainzMichel und mit Olaf. So richtig einen Reim konnte sich keiner von beiden darauf machen. immerhin bestätigten mir beide, dass die ZE „B“ mit „BC“ identisch ist.

Erneute Sichtprüfung und nichts gefunden. Ich brach an der Stelle ab, ein paar Ideen kamen mir schon noch, wie an der Sicherung des Lüfters zu messen, ob da Strom anliegt den Lenkstockschalter des Scheibenwischers durchzumessen etc. Aber ich war einfach zu angepisst, um konzentriert weiterzuarbeiten.

Dieses Problem macht mich wirklich wahnsinnig…

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Ich komm nicht drauf…

Weiter an meinem Pirat. Die Handbremse zog erst so richtig auf der letzten Raste. Kein großes Ding, ich musste das einfach nur nachstellen. Ich weiß gar nicht, ob das serienmäßig so ist, aber ich habe die Mutter vorsichtshalber gekontert.

Die Handbremse hält jetzt auf der zweiten Raste. Knackig.

Da war doch noch etwas bei der Fahrt in die Werkstatthölle? Ach ja, das Handbremsseil schliff am Reifen und ich hatte das provisorisch gefixt mit den Mitteln, die ich dabei hatte.

Die Blechlasche, die das normal hält, ist noch da, aber sie leidet wohl unter Materialermüdung. Zwei dicke Kabelbinder sollten es halten. Doppelt hält besser.

Die Fahrertür bekam eine neue gebrauchte Türdichtung, die war echt durch, davon habe ich vergessen Bilder zu machen.

Das lästigste Problem, mein Elektrikproblem, konnte ich aber nicht lösen. Ich bekam den Tipp vielleicht hat der Wischermotor schlechte Masse – Versuch war es wert.

Um das Problem noch einmal zu schildern: Die Sicherung der Lüftung brennt sofort durch, schaltet man sie ein. Steckt man eine überdimensionierte Sicherung rein und schaltet die Lüftung ein, geht der Scheibenwischer an und nicht wieder aus, bis man die Zündung abschaltet.

Michael, der KFZ Elektriker meines Vertrauens, hatte leider keine Zeit, was ich ihm natürlich nicht krumm nehme, bin ja froh, wenn er überhaupt hilft. Er meinte aber, es wäre besser, ich komme mit dem Wagen zu ihm, also nahm ich den Pirat mit nach Hause, um schneller zu ihm zu kommen, sollte er Zeit haben.

Parallel fing ich an, das bei Facebook und einem Passat Forum zu diskutieren. Verdächtige derzeit: Zusammengeschmolzene Kabel, der Lenkstockschalter und das X-Relais. Hoffen wir mal, dass sich dieser Drecksfehler finden lässt. Es ist echt lästig.

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Alles raus, was keine Miete zahlt

Gestern konnte ich meine Hosenrohrdichtung abholen, es konnte weiter gehen.

Turbo dran, Hosenrohr dran, aber bevor ich den LLK wieder anschließen konnte, war da doch noch etwas zu tun. Der Kühler leckte etwas. Noch nicht so viel, aber doch so, dass der Wasserstand erheblich gesunken war in der Standzeit. Wenn nicht jetzt, wann dann? Und vor allem, ich hatte einen niegalnagelneuen Kühler liegen, den ich geschenkt bekommen hatte aus altem Lagerbestand.

Also raus mit dem alten Kühler!

Beim Wasserablassen war der Ölkühler im Weg, den ich beim letzten Motorwechsel nicht mehr angeschlossen hatte. Ich hatte keine Temperaturprobleme, zu was also der Ölkühler? Raus damit!

Auch hatte ich den zweiten Lüfter nicht angeschlossen, weil beim Anspringen die Sicherung flog. Zu was den drin lassen? Der normale Lüfter hat einen kleineren Luftkasten. Und an dem war der Ladeluftkühler dran befestigt. Also baute ich eine Strebe als Halterung aus massivem Alublech.

Der LLK war eh schlecht befestigt. Auf der einen Seite an einer Strebe mit Gummipuffern. Und davon war einer abgerissen.

Im Fundus gekramt: Ich hatte massivere Gummipuffer. Die sollten mehr abkönnen.

Auf der anderen Seite war der Rand zum Festschrauben teilweise abgebrochen.

Auch da behalf ich mich mit dem dicken Alublech. Einen Winkel gekantet und festgenietet. Beim Bohren der Löcher schön aufgepasst, dass ich keine Leitung anbohre.

So konnte das Komplettpaket dann wieder in den Motorraum.

Der LLK ist jetzt wieder schön fest und trotzdem gepuffert aufgehängt.

Jetzt konnte ich auch den LLK wieder anschließen, den Luftfilter einbauen. Das Rohr-/Schlauchgewimmel ist alles wieder drin.

Sieht wild aus, funktioniert aber. Wobei der LLK jetzt nicht soooo viel Mehrleistung bringt.

Bevor ich den Motor wieder anlassen konnte, habe ich natürlich noch das Kühlsystem gefüllt.

Alles dicht, ich habe den Motor länger laufen lassen. Wobei es mich wundert: Der untere Kühlerschlauch wurde nicht warm. Ob es daran lag, dass er nur im Standgas lief, oder dass das Thermostat hängt – ich kann es derzeit nicht sagen. Aber ich werde es prüfen, wenn ich ihn einmal unter Last testen.

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Entkrümmern

Dann fangen wir mal an am Pirat zu arbeiten. Ich habe ehrlich gesagt noch keine Ahnung, wo ich suchen soll mit meinem Lüfter Problem. Die Sicherung fliegt dauernd, setze ich eine stärkere Sicherung ein, was ich einmal tun musste, weil unterwegs keine andere zur Hand, geht mit der Lüftung der Scheibenwischer an – und nicht mehr aus. Ein Kumpel vermutete den zentralen Massepunkt im Fußraum, ich nenne ihn mal Masseigel. Ab und an ist der verrostet – bei mir aber nicht.

Ich suchte unter dem Armaturenbrett nach verschmorten Kabeln, ich fand nichts. Auch prüfte ich einmal alle Stecker der ZE – hier auch nichts Auffälliges.

Ein weiteres Elektrikproblem: Die Warnblinkanlage funktionierte nicht. Sicherung war heile, Das Relais steckte ich einmal ab und wieder rein, dann ging der Warnblinker, aber nur mit eingeschalteter Zündung. Telefonjoker Michael meinte, das könnte der Schalter sein. Er war es. Einen gebrauchten Schalter aus dem Fundus und das Problem war Geschichte.

Schon mal ein wichtiges Problem gelöst. So ohne Warnblinkanlage ist nicht nur doof für den TÜV, das ist auf Piste schon ganz nützlich.

Elektrik – mir fiel weiter keine Lösung ein, aber weitere Probleme. Die Krümmerdichtung war der nächste Patient. Ein Problem, das ich lange aufgeschoben hatte und ich weiß auch inzwischen warum. Ziemlich viel im Weg, um da vernünftig dranzukommen.

Nicht nur die ganzen Schläuche des Ladeluftkühlers, leider auch der Turbo etc. Das musste alles dafür rausgeschraubt werden. Half ja nichts. Also ran an den Speck! Ich wollte den Hobel dafür anheben, um eine angenehmere Arbeitsposition zu bekommen, zudem kam ich an einige Schrauben nur von unten dran. Aber zu was hat man eine Hebebühne ausgeliehen in der Werkstatt stehen. Verlängerungskabel dran und der Motor läuft, aber die Hebebühne bleibt unten. Was war denn jetzt los? Ging doch bisher. Ich rief Andy an, von dem ich die Bühne geliehen habe, bis seine Werkstatt fertig ist und der rein Zufällig auch im Vertrieb dieser Bühnen arbeitet. Der meinte Phasen vertauscht vom Drehstrom. Des Rätsels Lösung: Ich habe ein neues Verlängerungskabel für den Drehstrom und beim alten waren die Phasen vertauscht, was die offenbar verkehrt angeschlossene Drehstromsteckdose ausgleicht. Dadurch war der Fehler nie aufgefallen. Schnelle Lösung: Das neue Kabel auch mit den Phasen verkorksen.

Und siehe da – es ging nach oben!

Ich habe mit Rostlöser geschafft, es dauerte seine Zeit, aber irgendwann war der Krümmer ab.

Und Halleluja! Ich habe keine einzige Schraube abgerissen. Selbstverständlich ist das bei so einem Motor nicht.

Der Krümmer war an zwei von vier Töpfen undicht. Was auch kein Wunder war, denn die Mutter, an die man am beschissensten drankommt, war lose, beim anderen Auslass fehlte die Mutter sogar komplett. Es waren die zwei äußeren Auslässe – sieht man auch ganz gut am Krümmer.

Mit einem Schleifvlies sauber gemacht und dann konnte der Krümmer mit 4 neuen Dichtungen (beim 827er Block von VW hat jeder Auslass seine eigene Dichtung) wieder an den Kopf. Dichtungen hatte ich noch da – sind ja alles die selben bei den normalen 827er VW Motoren. Ich nahm neue Muttern – selbstsichernde Kupfermuttern, die bekommt man auch nach Jahren wieder auf.

An dem Punkt hörte ich auf. Mir fehlte die Dichtung zwischen Turbo und Hosenrohr. Die bestellte ich bei einem lokalen Teiledealer, da er sie nicht auf Vorrat hatte. Geht trotzdem schneller, als beim online Versand und ist sogar billiger. Ich war mir nicht sicher, ob der überhaupt öffnen darf, aber wenn Autoteilehandel nicht zum Bedarf des täglichen Lebens zählt, was dann?

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