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Kleiner Kundendienst

Ich muss im Frühjahr mal einen großen Kundendienst am Pirat machen. Der bock macht derzeit das, was er am besten kann. In alter Käfertradition läuft er und läuft und läuft und läuft…

Er rappelt im Leerlauf wie ein Traktor, aber er ist echt hart im Nehmen. Und so soll es auch bleiben. Es wurde mal wieder Zeit, ihm etwas Gutes zu tun, auch wenn der Prolo fertig werden soll. Nutzt ja nix, wenn man am Projekt arbeitet und einem die andere Karre verreckt.

Als erstes musste dringend das pure Wasser aus dem System. Pures Wasser? Inzwischen eine rostige Brühe – nicht gut…

War höchste Zeit, es das wirklich Schaden anrichtet. Das System ist inzwischen wieder dicht, also Kühlerfrostschutz rein im Verhältnis 1:1.

So kalt wird es wahrscheinlich in Mainz nicht, dass ich es brauche, vor allem, weil der Bock letztendlich in eine Tiefgarage kommt, wenn der Prolo im Alltag läuft, aber sicher ist sicher.

Ich führe ein Bordbuch, in das ich alle Wartungen eintrage und beim Eintragen des Wasserwechsels fiel mir auf, dass auch ein Ölwechsel fällig war. Die modernen Öle können sicherlich mehr, als die von 1982, aber trotzdem ist so ein Ölwechsel lebensnotwendig für jeden Motor.

Übrigens: Der Ölstand war noch knapp unter maximal, der Bock braucht tatsächlich kaum Öl.

Beim letzten Check waren die Bremsen etc. noch ok, sollte ich aber auch alles mal wieder kontrollieren. Und vor allem sollte ich mal einen Zahnriemenwechsel machen. Den schiebe ich schon ewig vor mir her. Ich wiederhole mich: Nicht gut…

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Sowas hatte ich auch noch nicht…

Ich war gestern mit dem Pirat unterwegs. Und wie ich so fahre, sehe ich auf die Temperaturanzeigen und denken mir: Oh Oh! Das ist aber verdammt heiß! Blinkte noch nicht, aber stand schon auf maximal.

Dann mal schnell runter von der Piste. Glücklicherweise war da eine Tankstelle ein paar hundert Meter weiter.

Motorhaube auf und ich sah schon das Dilemma. Am Flansch der Wasserpumpe pisste es aus dem Schlauch, als ob da die Schelle nicht richtig angezogen wäre. Ich suchte im Auto nach einem Schraubenzieher, hatte natürlich nur einen Lüsterklemmenschraubenzieher dabei – damit anziehen? Ging nicht. Wie ich so rumprobierte, sprach mich eine bekannt Stimme an. Der Marco, der mir immer die Spur einstellt hatte gesehen, dass ich mit offener Haube dastand, hatte gewendet, um zu sehen, was los ist.

Vielleicht hat der einen Schraubenzieher? Er suchte und reichte mir irgendwann ein Schweizer Taschenmesser. Da ist ja auch eine Art Schraubenzieher dran. Schlauchklemme ordentlich festgeknallt, Wasser von der Tanke nachgekippt. Motor an: Alles dicht. Besten Dank an Marco für die Pannenhilfe!

Ich fuhr weiter zur Werkstatthölle. Und auf den letzten Metern zog ich schon wieder eine Wasserspur hinter mir her. Motorhaube auf und siehe da:

Das ist exakt die Stelle, an der er schon an der Tanke rausgepisst hatte. Übrigens der Schlauch, den ich letzthin gewechselt hatte und eine neue Schlauchklemmen verwendet habe. Test, wie fest die Schlauchklemme ist. Und die Schraube war völlig locker. Bedeutet also, dass die Schlauchklemme innerhalb von wenigen Kilometern selbst gelockert hatte. Hatte ich auch noch nicht gehabt. Und das bei einer neuen Schlauchklemme. Obwohl – beim Titan war ja auch bei einem Heizungsschlauch die Schelle locker. Könnte vom selben Hersteller gewesen sein. Sollte ich bei der Wiederinbetriebnahme checken. Scheinen nix zu taugen.

Schlauchklemme ab, eine von einem anderen Hersteller rein, dicht. Und ganz wichtig: Die verbaute Schelle entsorgt, nicht, dass ich die noch einmal verbaue.

Vorsichtshalber habe ich das System noch einmal abgedrückt.

An einem Schlauch entwich minimal noch Druck. Halbe Umdrehung an der Schraube an der Klemme und dann hielt er den Druck. Das war wahrscheinlich die Stelle, wo er immer minimal Kühlwasser verlor. Das sollte jetzt ein Ende haben.

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Zu heiß!

Ich war vorgestern von der Werkstatthölle nach Hause unterwegs, als ich auf den Tacho sah und merkte, dass die Temperaturanzeige maximal ausgeschlagen hat und die LED blinkte. Zudem war der Öldruck zu niedrig. Alarmsignal – sofort runter von der Straße. Glück im Unglück – da kam eine Tankstelle. Also da rausgefahren und sofort Motor aus. Motorhaube auf und nachsehen. Der Kühlwasserbehälter war leer. Als Wassernachkippen. Aber das Wasser, das ich nachkippte, kam unten wieder heraus.

Äh ja. Glückwunsch! Kein Werkzeug dabei, also ADAC. Das Risiko, den Motor zu himmeln, war es mir einfach nicht wert. Das dauerte. Gut, kann man nie wissen, wie viel die an einem Tag zu tun haben. Manchmal hat man Glück, manchmal hatten eben andere ebenfalls Pannen. So wartet man – gut, dass man an der Tankstelle wenigstens kalte Getränke bekommt.

VW Pirat

Als der Helfer kam, wollte er den Schlauch irgendwie improvisieren.

ADAC

Es folgte ein Drama, woran durchaus auch das Material schuld war. Der Engel versuchte den Schlauch herauszuoperieren, wobei der auch am anderen Ende einriss. Dann versuchte er es mit Tape zu fixen und ihn ärgerten die VW Klemmschlauchschellen. Schlauchschellen hatte er keine dabei, daneben war ein Louis Motorradshop, also ging ich schraubbare Schlauchschellen einkaufen.

Er spannte mich auch als Hiwi ein, ich solle doch schon einmal die Anschlüsse vom Kalk entfernen etc.

Und dann musste er feststellen: Doof: Wenn man den Schlauch mit Tape umwickelt, dann dehnt der sich gar nicht mehr um den Anschluss.

Kühlerschlauch

Ich bot mehrfach an, er solle mich einfach zu meiner Garage an meiner Wohnung schleppen und ich hol dann aus der Werkstatthölle einen Schlauch aus dem Fundus und gut. Irgendwann gab er auf und schleppte dann doch ab.

Gestern dann einmal mit dem Prolo in die Werkstatthölle. Gesucht und fündig geworden.

Kühlerschlauch

Kleiner Spoiler, was demnächst in der Hölle passiert: Ich habe den Prolo dort stehen gelassen und die Kennzeichen mitgenommen.

VW Prolo

In der heimischen Garage habe ich den Schlauch dann eingesetzt.

Kühlerschlauch

Das System ist wieder dicht, in Bälde werde ich das Wasser aber noch einmal ablassen und Frostschutz einfüllen, da hatte ich keinen mehr zur Hand. Bei den Temperaturen ist ein Frostschaden unwahrscheinlich, aber der Frostschutz dient ja gleichzeitig als Rostschutz. Sagen wir mal, ich spüle das System gerade mal kurz.

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Mal wieder mit dem Pinselchen rund um den Pirat

Ich weiß nicht mehr, wie viele Grautöne der Pirat inzwischen hat. Als ich im Dezember 2009 begann ihn in RAL 7010 Zeltgrau umzulackieren, hätte ich nie gedacht, dass ich ihn so lange fahren werde. Schon alleine deshalb war die Lackvorbereitung nicht immer perfekt. Damals war der Lack einfach ein eBay Schnäppchen, Hersteller weiß ich nicht mehr. An der Führung des Faltdachs sieht man, dass er inzwischen stark ausgeblichen ist. Ursprünglich war der Lack auch seidenmatt, inzwischen ist er stumpfmatt. Es ist Kunstharzlack und nicht für Autos gedacht. Dass es trotzdem geht, sieht man ja. Immer wieder musste ich aus verschiedenen Gründen nachlackieren und ich nahm, nachdem der ursprüngliche Lack aufgebraucht war, meist irgendein Zeltgrau der verschiedensten Hersteller und immer fiel es etwas anders aus.

Aus diversen Gründen habe ich immer wieder Lackabplatzer. Ein wenig Rost darf durchkommen, aber was ich hasse, ist wenn der darunterliegende Lack durchkommt. Sei es das Blau bei den meisten Stellen, silber bei der Motorhaube, rot bei der Heckklappe, oder weiß bei den Computergehäuseblechen, mit der ich die Heckklappe damals gecleant habe.

Hier zwei Beispielbilder an der Heckklappe:

VW Pirat

VW Pirat

Ich habe mir den Luxus gegönnt, Brantho 3 in 1 in Zeltgrau anmischen zu lassen. Teurer Spaß, weil es kein Standartfarbton für Brantho ist, aber das war es mir wert. Und so rannte ich einmal wieder mit dem Pinselchen rund um den Wagen. Die Bilder nur exemplarisch wieder von der Heckklappe.

VW Pirat

VW Pirat

Das braucht natürlich wieder etwas, bis es „beipatiniert“ ist, aber irgendetwas ist ja immer.

Eine komplette Neulackierung? Kommt nicht in die Tüte! Ich weiß ja, dass der Pirat inzwischen strukturell wieder super ist, aber er darf jede Kampfspur mit Stolz tragen. Keine Fake Patina, wie sie in manchen Kreisen Mode ist, sondern echte Spuren eines bewegten Autolebens.

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Ich bin manchmal aber wirklich schusselig

Ich war gestern mit dem Pirat in die Werkstatthölle unterwegs. Etwas müde, genervt, weil ich bei der Hinfahrt im Stau stand, deswegen auch etwas durchgeschwitzt, sprich irgendwie ein wenig durch. Vor dem Schrauben noch mal schnell zum Supermarkt eine Brotzeit holen, schwungvoll in die Parklücke und KRAWUMM!

Bin ich doch tatsächlich an der Überdachung der Einkaufswagen hängen geblieben. Und zwar heftig.

Unfallschaden

Was macht man? Nun, zuerst habe ich eingekauft, habe im Supermarkt an der Kasse Bescheid gesagt, dass mir das passiert ist. Ich war nicht der erste, da waren noch Schäden von anderen, aber ich finde es fair, wenn man etwas kaputt gemacht hat (eine Plexiglasscheibe war nach innen gedrückt und der Lack am Pfosten etwas ab), muss man dazu stehen. Glück im Unglück: Die Marktleiterin tat es um meine Karre mehr leid, als um die Plexiglasscheibe. Sie bestand nicht auf einer Schadensregulierung.

Und mit dem Schaden an dem Pirat hatte sie recht. Dafür, dass es in Schrittgeschwindigkeit passiert ist, sah es auf den ersten Blick schlimm aus.

Unfallschaden

Chromstoßstange angeschlagen und losgerissen. Gummi abgerissen, Blinker hin, aber vor allem der Kotflügel – der hatte einen Knick!

Unfallschaden

Zudem war die Ecke oben verdellt und es platze Spachtel ab. Moment? Spachtel? Oh, da hatte wohl einer der Vorbesitzer einen Vorschaden, war mir nie aufgefallen.

Unfallschaden

Also erst einmal die Front zerlegen. Grill ab, Stoßstangenecke ab, Scheinwerfer raus. Dann konnte ich mich dem Kotflügel widmen. Die Stoßstangenecke hatte sich mittig losgerissen und in den Kotflügel gedrückt. Was soll ich sagen? Ich konnte den Kotflügel ohne jegliches Werkzeug in die Originalposition zurückdrücken. Nicht 100% ohne jeglichen Verformungen, aber das finde ich vollkommen ok. Der Pirat hat ein bewegtes Leben hinter sich und er führt das weiter. Das darf man dem Auto ruhig ansehen. Eine der Türen hat auch eine Delle schon so lange ich das Auto habe. Das gehört zu der Geschichte des Fahrzeuges. Das ist ein Kampfbomber und der kann ruhig Kampfspuren haben.

Der Kotflügel konnte so leicht knicken, weil einer der Vorbesitzer die Kotflügelkanten umgelegt hatte, das nimmt ihm ein wenig Stabilität. Und just an diesem Radlauf war ein Riss. Und der Riss bedeutete leider genau das, was ich dachte – die Radläufe sind gespachtelt und durch den Feindkontakt war der Spachtel gerissen und platze mit etwas Nachhelfen ab.

Unfallschaden

Aber immerhin heiles Blech darunter. Es half nichts, aller loser Spachtel musste ab. Und dann neuer Spachtel her. Am Radlauf und an der Ecke vorne.

Unfallreparatur

Zum Schleifen musste ich einige Nieten ausbohren, um vernünftig arbeiten zu können. Dann Grundieren, die Nieten wieder rein, nochmals grundieren und dann lackieren. Glücklicherweise hatte ich noch etwas zeltgraue Farbe. Da das wieder einen anderen Ausbleichgrad hat, habe ich eine Absetzkante genommen, nur vorne musste ich es verlaufen lassen.

Unfallreparatur

Weiter zur Stoßstange. Der Blinker war endgültig hin. Nicht nur das Glas war zerbrochen, auch das Gehäuse war zersplittert.

Unfallschaden

Also den Blinker herausschneiden, der war eingeklebt. Und dann die Stoßstangenecke etwas ausgebeult, so gut es ging. Zähes Material. Die Ecke war schon von Anfang an nicht perfekt, sonst hätte ich sie nicht so billig kaufen können. Ein anderer Golf 1 Blinker fand sich im Fundus. Golf 1 Blinker sollte man immer im Fundus haben.

Unfallreparatur

Den Blinker habe ich wieder eingeklebt, so wie ich es schon mit dem letzten gemacht hatte.

Blinker

Den Halter an der Ecke musste ich noch etwas nachbiegen, dann war die Ecke wieder einbaufähig.

Der Scheinwerfer hatte einen gebrochenen Plastikhalter. Eine VW Krankheit.

Scheinwerfer

Kann man reparieren, aber ich entschied mich für eine dekadentere Lösung: Einen niegelnagelneuen Scheinwerfer.

Scheinwerfer

Nein, ich habe den nicht gekauft und nein, meine Vorräte an gebrauchten Scheinwerfern sind noch lange nicht erschöpft. Aber wenn man einen hat…

Der Scheinwerfer stammt von einem Händlerkollegen bei der Veterama. Der hatte ihn wohl mehrmals dabei ohne ihn loszuwerden, obwohl er nur 5 Euro draufgeschrieben hatte. Nach der Veterama kam er bei mir vorbei, legte den Scheinwerfer auf den Tisch und meinte nur, ich soll nichts sagen, sondern den einfach einstecken. Er wollte ihn einfach loswerden.

Also alles wieder zusammenschrauben.

VW Pirat

In der Mitte muss die Stoßstangenecke noch einen Ticken nach oben, aber er ist erst einmal wieder einigermaßen heil. Zum Abschluss klebte ich noch den Gummi wieder auf die Ecke und fixierte es mit Blechschrauben.

Unfallreparatur

Ein unachtsamer Moment, ein Abend Arbeit. Echt doof. Aber ist eben passiert…

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Rundum wieder grün

Mir war ja eine Stoßstange durch die Heckscheibe vom Pirat geknallt und ich hatte nur eine Klarglasscheibe im Fundus als Ersatz. Direkt danach ging ich auf Suche nach einer Colorglasscheibe. Ich hätte sehr schnell eine gehabt, aber ich bin eben nicht bereit, jeden Preis zu zahlen, hunderte Kilometer zu fahren etc.

Irgendwann fand ich über eBay Kleinanzeigen eine Anzeige, in der einer eine Scheibe für 10 Euro anbot. Leider lag sie in Dresden. Aber da gibt es ja das grandiose Fusselforum. Und im Fusselforum hilft man sich untereinander. Also stellte ich eine Anfrage, ob sie jemand zum Fusselforum Treffen (Bericht folgt!) mitbringen könnte. Und siehe da, es hat geklappt! Marco (Tjarnwulf) spielte den Scheibenboten.

Da ich ein wenig Angst hatte, dass die Scheibe bei all den anderen Teilen, die ich transportierte auf dem Heimweg, nicht überleben könnte. Was macht man da? Man baut sie vor Ort gleich ein.

Heckscheibe

Meine Colorverglasung ist wieder komplett! Na geht doch – Problem günstig gelöst!

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Mischglascontainer

Gestern staunte ich nicht schlecht, als ich die heimische Garage öffnete.

VW Pirat

Da hatte doch tatsächlich eine Stoßstange die Heckscheibe des Piraten durchschlagen. Was ne Scheiße! Vandalismus? Natürlich nicht. Da die Garage relativ hoch ist, habe ich auch da Teile gelagert – hauptsächlich Stoßstangen.

Garage

Und eine der Stoßstangen hatte sich selbstständig gemacht.

Garage

Ist natürlich eine Riesensauerei das Krümelglas. Überall winzige Splitter – bis ich die alle wieder aus dem Auto habe, das wird dauern. Ich habe den Kofferraum zwar rausgesaugt, aber die fallen ja in alle Ritzen. Ich habe die Reste entfernt, so gut es ging und fand – 32B Schrauber ahnen es bereits – Rost unter der Dichtung.

Scheibenrahmen

Das ist sozusagen eine Sollroststelle beim 32B. Ich will nicht wissen, wie viele Passatfahrer denken, dass sie einen rostfreien Passat haben und in Wirklichkeit ist unter der Heckscheibendichtung bereits fast das Endstadium eingetreten.

Um das richtig zu entrosten, fehlte mir die Zeit, ich brauch den Pirat gerade, aber ich habe es weitestgehend entrostet und mit Brantho 3in1 gestrichen.

Scheibenrahmen

Und um da erst einmal keinen Rost entstehen zu lassen, habe ich den Rahmen mit Mike Sanders eingeschmiert.

Scheibenrahmen

Leider hatte ich keine Scheibe in Colorglas im Fundus. Ich hatte den Pirat ja irgendwann auf Colorglas umgebaut, die Klarglasscheiben hatte ich aber noch. Also habe ich die alte Heckscheibe erst einmal eingebaut. Da sind zwar beide Kontakte der Heckscheibenheizung abgefault, aber die war eben greifbar.

VW Pirat

Die Heckklappe ist erst einmal wieder dicht. Jetzt kann ich in aller Ruhe eine Colorglasscheibe suchen. Denn Mischglas gefällt mir nicht. Wenn jemand zufällig eine liegen haben sollte…

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NEXT!

Man glaubt es kaum. Was war das letzte, was ich am Pirat geschraubt hatte? Die Lichtmaschine. Und was leuchtete so vor einem Monat wieder? Die Batterieleuchte. Verdammt. Und was macht man, wenn die Batterieleuchte leuchtet? Klar, man fährt einfach Prolo und schiebt das Problem vor sich her.

Ich wollte meine angestammte Lichtmaschine zu Michael, meinem KFZ Elektriker geben. Also rief ich ihn also letzte Woche an und was ist: Er ist im Urlaub im Ausland. Das Problem hätte ich weiter aufschieben können, aber kommendes Wochenende brauche ich den Pirat, denn es ist Veterama in Hockenheim.

Veterma

Ich bin mal gespannt, ob ich die Seitenscheibe noch voll bekomme, der älteste Veterama Aufkleber ist von der Veterama 2010 in Ludwigshafen.

Michael ist nicht im Land, also wieder ein beherzter Griff in den Fundus und die nächste Lima rausgeholt. Leider wieder eine ohne Klemme W, aber diesmal etwas mehr Glück. Die erste, die ich ausprobierte, funktionierte und machte keine Geräusche.

Lichtmaschine VW Passat 32B

Problem schneller gelöst, als befürchtet. Ich konnte mich der eigentlichen Aufgabe des Abends widmen: Ich wollte Sachen heraussuchen für die Veterama. Deshalb war ich auf dem Weg in die Werkstatthölle bei Marco, der die Reifen vom Titan von den alten Alus auf die neu hergerichteten ummontieren lassen. Denn die alten kann ich ja dann versuchen auf der Veterama zu vergolden.

Klar, dass ich eines der neuen Räder dann mal auf den Titan schrauben musste.

Ford RS Felgen

Ich bin noch am Überlegen – eigentlich würden sich da Whiteletters gut drauf machen…

Bim Kramen sind mir so einige Teile in die Hand gefallen – diese Motorhaube hatte ich mal auf dem Jägerkübel. Alleine Die „S“ Kennzeichenbeleuchtung vom VW 1500S – hach war das ein schöner Frevel…

Motorhaube Jägerkübel

Letztendlich wurde der Kofferraum doch ziemlich voll. Vieles lagere ich im heimischen Keller, das verlässt die Veterama Kisten gar nicht.

Kofferraum

Heute wird geladen. Ich werde wahrscheinlich wieder nicht alles mitbekommen, was ich so mitnehmen will. Irgendwann brauch ich doch einmal einen größeren Hänger…

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Lichtmaschinenmassaker

Die Batterieleuchte am Pirat leuchtete. Erster Gedanke: Da ist evtl. ein Kabel an der Lima lose? War es nicht. Also raus mit dem Ding – ich habe einen ganzen Stapel an Lichtmaschinen – und das sind nicht alle auf dem Bild…

Lichtmaschinen

Alle durchgesehen, und Ernüchterung: Es war keine mit Klemme „W“ dabei.

Lichtmaschine

Zur Erklärung: Beim Diesel wird das Signal für den Drehzahlmesser abgegriffen. Also die alte retten? Der erste Versdacht fällt immer auf die Kohlen. Links im Bild die einer Reserve-Lima, rechts die der alten.

Kohlen

Eingebaut, Lima wieder in den Motorraum: Nix.

Also gut. Verzichten wir temporär auf den DZM und bauen eine andere ein – Hauptsache wieder Strom. Gedacht, getan. Angelassen und Scheiße! Heftige Nebengeräusche! Da waren wohl die Lager angeschlagen. Aber Blick auf die Batteriewarnleuchte: Die war aus. O.k. was können wir noch probieren? Da ist noch ein elektronisches Bauteil außen angesteckt, wechseln wir das einmal an die alte Lichtmaschine.

Regler

Lichtmaschine wieder eingebaut. Was war ich froh, dass der Passat einen längs eingebauten Motor hat – da kommt man wenigsten einigermaßen vernünftig zum Ein- und Ausbau dran. Funktion mit dem ausgewechselten Teil? Nicht gegeben. Verdammt.

Sind ja noch genug Lichtmaschinen da. Nächste Lichtmaschine, neues Glück? Nicht wirklich, auch die nächste jaulte.

Das darf doch nicht wahr sein! Es können doch nicht an allen Motoren, die durch meine Hände gegangen sind, defekte Lichtmaschinen gewesen sein. Die nächste Lichtmaschine baute ich gar nicht erst ein. Als ich sie eingesteckt hatte und einbauen wollte, blitzte es, als ich mit ihr auf Masse kam. Huiuiui!

Letztendlich funktionierte die, von der ich es am wenigsten erwartete. Eine Motorola Lichtmaschine, leider nicht mehr lesbar, wieviel Ampere sie leistet.

Lichtmaschine

Ich habe zwar keinen DZM mehr im Moment, aber ich kann beruhigt fahren, da die Batterie wieder lädt. Die anderen Lichtmaschinen habe ich beschriftet, was sie tun. Evtl. lässt sich da aus zwei eine machen, oder sie taugen wenigstens noch als Teileträger.

Lichtmaschine

Ach ja – beim TÜV war ich natürlich wie angekündigt auch. Lief eigentlich ganz gut dort.

TÜV

Zwar nur „mit geringen Mängeln“, weil beispielsweise die hinteren Bremsen leicht asynchron ziehen, was man aber nicht wirklich merkt. Aber wen stört das? Wir haben es hier immerhin mit einem 35 Jahre alten Fahrzeug zu tun mit geschätzten 600.000 km auf der Uhr. Die echte Kilometerleistung ist nicht überliefert, weil der originale Tacho nicht beim Kauf dabei war. Der Wagen war billig, als ich ihn vor über 8 Jahren geschossen habe…

Passat 32B

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Was ist denn los in letzter Zeit?

Ich habe heute mit dem Pirat TÜV Termin, ganz normale HU. Und ich hatte weiterhin das Problem mit dem Stromkreis Hupe/Rückfahrscheinwerfer. Da fliegt immer noch ständig die Sicherung. Hupe ohne Funktion würde keine HU bedeuten, den Rückfahrscheinwerfer kann ich im Notfall abkleben oder demontieren, der ist bei meinem Baujahr nicht nötig.

Wie wird die Hupe geschaltet? Da liegt bei VW Zündungsplus dauerhaft an, geschaltet wird über Masse. Messen wir einmal, wieviel Volt an der Hupe ankommen. Erstaunlich: Da kamen nur 10,4V an. Wo sind die restlichen Volt? Ich und Elektrik. Zwei Welten treffen aufeinander. Die Hupe muss funktionieren. Denken wir einmal nach. Bei anderen Marken geht die Hupe auch ohne Zündung, ist also zulässig. Wie heißt das Zauberwort in dem Fall? Bypass! Also ein Kabel direkt von der Batterie, aber natürlich eine Sicherung zwischengeschaltet.

Sicherung

Das Kabel weiter zur Hupe und das alte Kabel abgezwickt und isoliert.

Hupe

Siehe da: Die Hupe geht. Und das erste Mal seit Jahren krächzt sie nicht, sie posaunt! Ich muss mittelfristig das Kabel verfolgen, das zur Hupe ursprünglich ging. Irgendwo hat das eine Beschädigung. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Ich sag immer: Guter Eindruck ist der beste Einstieg in eine HU – deshalb war ich dann auch nochmals den Bock aussaugen an dem Abend.

Staubsauger

Alles gut für die Abnahme? Dachte ich. Bis auf der Fahrt nach Hause kurz vor meiner Wohnung die Batterieleuchte anging.

Batterieleuchte

Was da los ist? Ich habe noch keine Ahnung…

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