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Radabdeckung

Schon fast beängstigend: Ich hatte den Radlauf noch nie mit Rad getestet am VW Prolo. Also mal pro forma das Rad drauf und abgelassen.

Die Oberkante ist leicht höher als die vom originalen Radlauf, das ist aber ok. Oben ist die Radabdeckung perfekt. Was mich weniger überzeugte, war die Abdeckung nach vorne.

Ich schickte dieses Bild per WhatsApp auch an meinen TÜV Prüfer, der die Scheiße irgendwann eintragen soll. Dem war das zu wenig Abdeckung nach vorne. Dachte ich mir schon, ich fand es selbst auch nicht prall. Zudem hatte der Radlauf einen sichtbaren Knick.

Also schnitt ich den Radlauf am Knick und zwei anderen Stellen noch einmal ein, um das zu formen. Kurz die Flex verkantet und zack flog ein Teil der Millimeterscheibe durch die Gegend. Nicht so schlimm, denn ich flexe grundsätzlich mit dem Schutzschild an der Flex.

Sowas kann Leben bzw. das Augenlicht kosten. Mit Schutz kein Problem.

Nach dem Einschneiden kam ein wichtiges Karosseriewerkzeug zum Einsatz: Der Scherenwagenheber. Die Richtbank des kleinen Mannes.

Unter Spannung dann die Einschnitte wieder verschweißt. Danach war der Radlauf stimmig.

Bevor ich mit dem Spachteln anfange, habe ich es mit der Topfbürste sauber gemacht und von beiden Seiten das Ganze mit Brunox behandelt. So kann es auch dazwischenlaufen, wo Spalten entstanden sind. Das meiste davon werde ich wieder abschleifen, aber in den Ritzen bleibt es bestehen.

Und ich bin jetzt auch mit der Radabdeckung zufrieden – der Prüfingenieur auch.

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Greift alles ineinander

Es fehlte am Prolo noch eine Sicke, ich hatte es im letzten Blogbeitrag erwähnt. Also ran an den Speck, die Ecke gefiel mir eh nicht. Ein Grund, warum ich solche Stellen bei unseren TV Drehs ungerne schweiße. Da dürften wir so etwas nicht abliefern – auch wenn das natürlich hält.

Also nicht nur eingeschnitten und am Radlauf alles auf eine Ebene gebracht, sondern auch gleich den Murks entfernt und ein neues Blech angefertigt.

Das eingeschweißt und ich hatte die Sicke, die ich brauchte.

Stoßstange und Kotflügel wirken jetzt für einander gemacht.

Ich bin seit Tagen am Recherchieren, welche Heckleuchten an den Bock passen könnten. Ich hab mir selten so lange den Kopf darüber zerbrochen. Zubehörkataloge online durchstöbert, Abmessungen gesucht. Meine ursprüngliche Idee scheiterte am Veto meines TÜV Prüfers – verkehrtes Prüfzeichen. Ich wollte mehrere kleine runde Lichter verbauen. Aber davon gibt es kein Bremslicht. Stärkere Birne in eine Rückleuchte als Bremsleuchte geht offiziell nicht, da das Prüfzeichen falsch ist. Hilft ja nix, wenn es nicht eingetragen wird. Manche Leuchten waren mir zu klein, andere zu groß.
Eigentlich wären mal eckige Rückleuchten ganz nett, aber da fällt sofort auf, wenn es nicht zu den Formen des Fahrzeugs passt. Es wird wohl auf Anhängerleuchten in rund herauslaufen. Ich druckte mir ein Foto davon in Originalgröße aus, klebte die Heckleuchten ab und spielte damit.

Daheim übernahm ich das dann in den Photoshop. Ja, könnte funktionieren optisch. Und mit ca. 20 Euro beim günstigsten Anbieter sind die auch bezahlbar.

Leider sind das Aufbaulampen mit Plastikgehäuse – muss ich also einkleben.

Und natürlich muss ich die ursprünglichen Heckleuchten in Blech nachbauen und auch die Heckklappe anpassen. Kann ich aber im Moment noch nicht, denn ich weiß noch nicht, wie der Radlauf aussehen wird und die Heckleuchte geht ja ums Eck und muss dementsprechend gebaut werden. Ob der Radlauf nach hinten auslaufend wird, weiß ich noch nicht. Eigentlich bin ich dagegen, weil es so ein typisches Polo Steilheck Merkmal ist.

Den Radlauf kann ich noch nicht bauen. Ich habe bisher ja nur ein Paar Kotflügel und da bisher einen Denkfehler, der mir jetzt erst aufgefallen ist. Ich dachte, ich kann den von der anderen Seite hinten verwenden, aber die Seitenlinie steigt auch beim Corsa nach hinten an und der Radlauf ist nicht symmetrisch, wie durch ein Klebeband angedeutet.

Ich wollte eigentlich erst die Beifahrerseite komplett fertig bauen, denn da kann ich es besser von Distanz ansehen in der engen Werkstatthölle. Nun hängt es am zweiten rechten Kotflügel…

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Carfreitag

Gestern war Carfreitag und da derzeit Treffen noch illegaler sind als sonst und schon alleine die Vernunft gegen ein Treffen mit vielen Leuten spricht, dachte ich, ich müsste trotzdem was mit Karren machen, also fuhr ich in die Werkstatthölle. Ich hatte zudem den Amboss im Kofferraum, der raus musste. Und den konnte ich gleich brauchen.

Der zweite Kotflügel war ja am Radlauf zerknickt.

Also erst einmal grob das Überschüssige abgetrennt, um besser dranzukommen und dann gehämmert.

Ich musste jetzt sie Position finden, wie ich den Radlauf anschweißen sollte und habe je die Mitte der Radläufe angezeichnet und das wieder hingeklebt. Vorher die Stoßstangenecke etc. weggeschraubt.

Da stellte sich raus, dass der Radlauf insgesamt zu lang ist, Ich wollte ein Stück alten Kotflügel stehen lassen, aber das ging so nicht.

Ich entschied mich dazu, in der Mitte ca. 3cm rauszunehmen, viel brauchte ich ja nicht. Aufgetrennt, mit der Absetzzange abgesetzt und wieder verschweißt.

So richtig positionieren ließ sich das nicht, denn der originale Radlauftrug so sehr auf. Also raustrennen. Das war dann der Point of no return.

So konnte ich jetzt anzeichnen und weiter ausschneiden.

Auch hier habe ich mit Überstand und Absetzzange gearbeitet. Das macht etwas Nachkorrigieren möglich, zudem verzieht es sich nicht stark beim Verschweißen. Die komische Form vorne ergibt sich aus dem Umstand, dass der Corsa Kotflügel zwar zufällig eine einigermaßen identische Sicke hat, aber nach unten die Sicken für die Stoßstange komplett anders sind. Die kann ich so nicht wiederverwenden.

Und dann ging es ans Anschweißen. Am hinteren unteren Ende habe ich zwei Schnitte gesetzt, um die Sicke nachzubilden. Den untersten Rand konnte ich stehen lassen und anbinden.

Vorne wurde es tricky, da fehlte ja ein Stück und dafür machte ich mir erst einmal eine Pappschablone.

Der schmale untere Rand flog noch in die Tonne, die brauchte ich nur für die Form. Das Blech zu formen war etwas komplizierter und ich muss auch etwas nacharbeiten. Aber es ist schon einmal drin.

Ist schon noch Arbeit dran, aber wenn das erst einmal verschliffen, verspachtelt und lackiert ist, fügt sich das ganz gut ins Fahrzeug ein. Um es besser zu sehen, habe ich die Stoßstangenecke einmal draufgesteckt.

Ich bin mit Stoßstange dann doch am Überlegen, da noch etwas zu ändern. Das fiel mir aber erst beim Schreiben des Blogs auf: Es ist ja eine Sicke da, um die Stoßstange näher ans Fahrzeug zu bekommen. Die Läuft bis zu Radlauf. Die Stoßstange aber nicht. Also muss entweder die Sicke vorher aufhören, oder die Stoßstange verlängert werden…

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Planen und Organisieren

Schon vorgestern war ich in der Werkstatthölle, um den Prolo abzustellen.

Da gestern der 1. April war, musste ich da aber den traditionellen Aprilscherz einem Bericht vorziehen.

Plan war eigentlich, abstellen und gut. Aber natürlich konnte ich nicht anders, ich musste einmal einen Corsa Kotflügel dranhalten. Vorher musste ich erst einmal etwas wegflexen, damit man ihn besser dranhalten kann und dann mit Gaffa Tape festkleben.

Das ist jetzt der verkehrte Corsa Kotflügel für diese Seite, aber das ist der, der nicht verknickt ist. Den anderen zurechtzuklopfen war mir spontan zu viel Akt. Und natürlich ist der jetzt spiegelverkehrt. Wirft aber schon einige Probleme auf. Denn die Radausschnitte sind alles andere als identisch.

Nun stehe ich vor der Frage: Die Radausschnitte des Corsas übernehmen, oder das alles anpassen und wenn ja wie? Es ist ein Gestaltungsprozess. Das, was mir an solchen Aktionen am meisten Spaß macht. Die Radausschnitte vom Corsa zu übernehmen wäre eigentlich auch „lustig“, weil es die Seitenansicht noch mehr verändern würde.

Was aber schon einmal klar ist – ich muss mit den „Verbreiterungen“ der seitlichen Sicke folgen, dass es aus einem Guss wirkt. Und diese Sicke ist beim VW Polo 86C ansteigend – auf folgendem Bild mit der weißen Linie angedeutet:

Würde aber bedeuten, dass der Radausschnitt weiter unter dem Ende der Ausbuchtung ist. Anfang dachte ich: Wie bescheuert ist das denn? Dann habe ich mir Bilder von Corsas angesehen und da ist das auch so.

Also kein Stolperstein.

Wieso habe ich weiter oben im Text das Wort Verbreiterungen in Anführungszeichen geschrieben? Genau genommen sind es keine. Es ist nur eine andere Art Radlauf. Derzeit hat der Prolo rund ausgestellte Radläufe bzw., vorne rund und hinten rund anfangend und gerade auslaufend. Und besonders die hinteren Radläufe sind sehr prägnant für einen Polo 86C Steilheck. Das Polo Coupé hat „normale“ runde Radläufe hinten.

Eine frühere Idee war, Reparaturradläufe vom Coupé einzuschweißen, aber das wäre ja eigentlich langweilig. Zudem gibt es keine Coupé Radläufe mehr zu kaufen im Zubehör.

Beim Corsa A Dreitürer sind die eigentlichen Rundungen nicht ausgestellt, dafür die Backen. Dass das nicht besonders breit ist, zeigt, dass der Fünftürer und die Stufenheckvariante TR konventionelle Radläufe haben.

Und da sind sicherlich keine schmäleren Achsen drunter.

Mir geht es also nicht darum, in die Breite zu gehen, sondern darum, den Look zu verändern. Es bleibt beim Prolo bei 165er Reifen. Es ist schließlich mein Winterauto.

Es wird noch ein „Spaß“ diverse Sicken aneinander anzugleichen. Da dachte ich mir: Für die Arbeiten wäre ein Amboss nicht schlecht, um auf das Blech einzudreschen. Aber ich hatte keinen. Unter dem Motto „Probieren kann man es ja einmal“ stelle ich eine NEED Anfrage in meiner lokalen Free Your Stuff Gruppe bei Facebook ein, ob jemand einen kostenlos über hätte. Ein Stück massiver Doppel-T Träger oder Eisenbahnschwelle tun es auch. Und ich hatte Glück.

Es war sogar ein Bekannter, Thorsten, ein Käfer- und Bullischrauber, der diesen Amboss beinahe zum Schrott gebracht hätte. Das ist ein Erbstück und er hat noch einen größeren, den er selbst verwendet. Viel zu schade für den Schrott. Den Weg zum Verwerter habe ich im gerne erspart…

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Materialsammlung

Der März geht zu Ende und damit das Saisonkennzeichen des Prolos. Und auch wenn das andere sicherlich anders sehen – der ist natürlich noch viel zu normal. Seht Ihr doch sicher auch so. Ist ja eigentlich „nur“ das Winterauto, aber längst Familienmitglied. Sieht aber noch sehr nach Polo aus. Wird sich auch nicht komplett ändern lassen, denn die „Minikombi“ Form ist schon sehr prägnant.

Ich will noch nicht alles verraten, was dem armen 86C noch so bevorsteht, aber vielleicht verrät ja schon einmal ein Detail auf der Einkaufsliste, was da so passieren wird. Ich such(t)e vier Opel Corsa 3türer Kotflügel. Und da ich nicht so wirklich einen Opel Corsa Schrauber  kenne, dann eben über eBay Kleinanzeigen und Facebook Gruppen. Man glaubt gar nicht, in welchen Gruppen ich bei Facebook für die Teilerecherche bin.

Kleiner Tipp, wenn man etwas per online Anzeige sucht: Ein Bild hilft immer, weil das viel mehr auffällt als eine Textanzeige, wenn potentielle Verkäufer die Liste der Gesuche überfliegen. Und ein fetter „Gesucht“ Schriftzug zeigt auch gleich, dass man sucht und nicht anbietet.

Bei eBay Kleinenzeigen kurz nach der Veröffentlichung gleich der erste Erfolg.

Unglaublich, was Tag für Tag bei EKZ passiert. Der User hatte definitiv Langeweile. Und auch viele Anbieter haben Preisvorstellungen jenseits von gut und böse. Der teuerste gebrauchte kostet derzeit bei EKZ 100 Euro, bei eBay sogar 130 Euro – da aber mit Versand. Ein neuer hingegen keine 60 Euro.

Gut, wenn der gebrauchte Kotflügel kratzerfrei ist und in der Wunschfarbe lackiert, macht das vielleicht Sinn, für mich natürlich nicht. Mich würde auch nicht stören, wenn so ein Zubehörteil nicht zu 100% passt. Sind ja eh nicht für einen Corsa.

Letztendlich habe ich vier Kotflügel gefunden. Zwei liegen auf halber Strecke zu unserem Drehort, zwei konnte ich gestern abholen, lagen gleich um die Ecke.

Sollten zusammen 35 Euro kosten, was der Verkäufer glaubhaft nicht wusste: Der graue hat einen derben Knick im Radlauf, der rote ein paar Dellen – scheiße gelagert und wohl einmal unglücklich abgestürzt. Was mir wichtiger war: so gut wie kein Rost. Wir konnten uns auf faire 25 Euro einigen.

Was ich damit vorhabe? Ich erkläre es einmal mit zwei Bildern.

Da es aber ein Winterauto ist momentan, soll es eben nicht so extrem werden.

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Es ist kalt

Ich war ein paar Tage nicht mit dem Prolo unterwegs. Laternenparker, Temperaturen deutlich unter null. Man ahnt, welche Geschichte ich jetzt erzählen will.

Kofferraumdichtung festgefroren, Türschloss Beifahrertür eingefroren, aber das nur am Rande. Eingestiegen, der Anlasser drehte, aber sehr müde und wurde immer langsamer.

Gut. Da kommt man nicht weiter. Die ADAC Pannenhotline: Überlastet. Ich weiß gar nicht, wie oft ich probiert habe, durchzukommen. Es ist eben kalt derzeit. Ich stellte mich auf eine längere Wartezeit ein, aber nein! Das erste Mal in meinem Leben sagte mir der ADAC ab. In meiner Gegend wären gerade so viele Einsätze, sie können gerade nur Leuten helfen, die unterwegs liegen geblieben sind. Ich könne aber eine Werkstatt beauftragen und die Rechnung einsenden.

Aber dann dachte ich – wozu? So weit weg von einer abschüssigen Straße steht der Bock nicht. Also schob ich den Prolo zu der abschüssigen Straße, die man im Hintergrund zu sehen ist, Einsteigen, Zündung an, rollen lassen und im 2. Gang einkuppeln. Er war sofort da.

Ich wollte nur kurz Einkaufen fahren. Ich fuhr in einen anderen Stadtteil in Mainz, damit ein paar Kilometer rauskommen, bei dem die Lichtmaschine lädt. Vorsichtshalber so geparkt, dass ich das Anrollen lassen wiederholen zu können.

Aber alles gut. Sprang willig an. Als ich zurückkam, war der alte Parkplatz wieder frei. Ich hab also wieder die Option des Anrollen lassen. Trotzdem sollte ich den Wagen in den nächsten Tagen etwas öfters bewegen…

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So ein Polo ist auch nur ein Passat

Ich war wieder einmal eine Woche drehen für die Carmaniacs. Natürlich bin ich mit dem Polo gefahren. Das Ding rennt ja schon gut für seine paar PS.

Und das ist noch nicht einmal Vmax. Wobei ich zugeben muss: Das Sportfahrwerk ist jetzt nicht ultra komfortabel auf Langstrecken, aber ich bin ja nicht aus Zucker.

Der Trip war ein guter Test, ob jetzt die Batterie hält. Da wir zu dritt im Hotel waren und der Prolo keine Rücksitzbank on Board hatte, nahmen wir unter der Woche einen Volvo 760 der Produktionsgesellschaft für den Weg zur Arbeit.

Also stand der Wagen fast eine Woche und es war wirklich kalt. Die Straße am Hotel ging bergab, also hätte ich ihn nach der Woche auch anrollen lassen können. Brauchte ich aber nicht. Nach der Woche war die Batterie immer noch 100% einsatzbereit. Ich denke, ich hab da erst einmal Ruhe.

Vor der Abfahrt habe ich noch einmal das Radio rausgerissen und die Anschlüsse von Dauerplus und Zündungsplus vertauscht. Ich hatte mich da vertan und musste die Sender immer neu suchen. Dabei passierte mir ein Malheur. Als ich das Radio ruckartig herauszog, brach mir der Heizungsregler ab.

Ich musste den Rest mit einer Spitzzange herausoperieren. Eigentlich sehen die so aus, wie die Heizungsregler vom Passat 32B. Und wenn ich etwas habe, dann 32B Teile.

Was soll ich sagen? Der Heizungsregler vom Polo sieht nicht nur so aus, wie einer aus dem Passat, es ist ein Passatregler – identische Teilenummer, beginnend mit 321.

Hoch lebe der Fundus! Da können mir noch einige abbrechen. Wobei: Es gibt im Passat 2 verschiedene Regler. Zwei haben den Schieber in der Mitte des Steges, einer außermittig, damit die Regler nicht aneinanderstoßen und natürlich ist der untere vom Polo der außermittige.

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Elektrik ist ein – na Ihr wisst schon…

Am Prolo ist hie und da etwas zu machen. Es ist eben ein 30 Jahre altes Auto. So war mir kürzlich der Lichtschalter verreckt. Das Licht blieb einfach aus bzw. es ging nur das Standlicht. Ein neuer Schalter hat´s gerichtet, gibt es online für unter 10 Euro. Ebenso habe ich die Scheibenwischer erneuert, weil sie nur noch geschmiert haben. Lauter Sachen, die mir keinen Blogeintrag wert waren.

Was mich mehr belastet hat: Durch die gefallenen Temperaturen sprang der Prolo immer schlechter an. Und dass ich viel Kurzstrecke fahre derzeit, also nur zum Einkaufen, macht die Sache nicht besser. Da wird die Batterie nicht durchgeladen, wenn sie schon halb leer ist. Bis gestern gar nichts mehr ging. Ich hatte noch die Batterie aus dem Titan im Fußraum stehen – dann eben mit der. Die Batterie ist aber eigentlich viel zu groß für den Prolo.

Gut, für die Fahrt in die Werkstatthölle würde es schon gehen. Pappe auf den Batteriepol und ab dafür. Die Haube ging so lala zu.

Die bessere Batterie vom Prolo hatte ich ja leer an das Dauerladegerät gehängt. Hat sie es geschafft? Nun, sie hatte knapp 13 V – die Chancen stehen nicht so schlecht…

Doch woran lag es, dass die Batterie immer leer wurde? Das ist jetzt kleines Mechaniker 1×1. Ich packte ein Messgerät zwischen Batteriepluspol und maß den Strom der bei ausgeschalteter Zündung floss.

0,68 Ampere? Eindeutig zu viel! Kein Wunder, dass es die Batterie ständig leer zieht. Bedeutet Sicherung nach Sicherung rausziehen und dann wieder den Strom messen. Bei der, bei der der Strom abfällt, ist der schuldige Stromkreis.

Ganz ehrlich: Was sind diese Torpedosicherungen doch für Scheißdinger. Eine elendige Fummelei, die rein und rauszubekommen. Und dass die unteren Sicherungen schräg drinsitzen, erleichtert es nicht wirklich. Was hab ich geflucht. Mit einer Spitzzange geht es einfacher – doof, wenn man die in der Wohnung liegen hat. Und – Murpheys Gesetz – es war natürlich die drittletzte. Erstaunlich auch: Eine Sicherung war durchgebrannt. Mir war aber bisher nicht aufgefallen, dass irgendetwas nicht funktioniert.

Ich hatte es mir fast gedacht: Das Radio war der Schuldige. Das habe ich von Dauerplus auf Zündungsplus umgeklemmt und siehe da…

Damit kann ich leben. Womit ich weniger leben konnte war, dass ein Rad Luft verlor. Das war ja schon beim Aussommern platt und verlor stetig wieder Luft. Kann zu gefährlichen Situationen führen. Also fuhr ich bei Marco, meinem Reifenmann vorbei. Mit Lecksuchspray fand er heraus, dass am Ventil Luftverlust festzustellen war. Also raus mit dem Ventil.

Er hatte eine spezielle Bürste, die er auf den Akkuschrauber zog, um den Ventilsitz zu reinigen. Dichtungsmasse um ein neues Reifenventil und der Luftverlust sollte Geschichte sein. Es wird übrigens die letzte Saison für die Reifen – sie haben zwar noch gut Profil, werden aber langsam zu alt.

Als ich nach Hause fuhr, hatte ich ein neues Phänomen: Als ich den Wagen abstellen wollte und den Zündschlüssel zog, lief der Motor weiter, als hätte ich den Schlüssel nicht gezogen. Schaltete ich das Licht aus, ging auch der Motor aus. Elektrik ist eben ein Arschloch…

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Too much

Es gibt Dinge, die wusste ich von VW noch nicht. Beim Prolo war, wie auch beim Pirat neulich, die Blende um den Lichtschalter gebrochen.

Ich hatte das schon einmal geklebt, hielt aber nicht wirklich. So hatte ich für kleines Geld auf der Veterama einmal eine solche Blende für kleines Geld gekauft. Waren sogar noch die Schalter drin. Ich musste nur den Taster einbauen für die Heckklappenverriegelung, den ich nachgerüstet hatte. Loch gebohrt, eingesetzt und rein mit der Blende – dachte ich. Aber irgendwie wollte das nicht passen.

Des Rätsels Lösung: Es gibt tatsächlich verschiedene Lichtschalter für den Polo. Die Pins sind anders angeordnet.

Von vorne sehen die gleich aus.

Den alten Schalter in die „neue“ Blende eingesetzt – alles wieder gut.

Die Batterie, die entladen im Polo war, habe ich an ein Dauerladegerät gehängt.

Ich gebe der eine 50% Chance, dass sie sich noch einmal fängt. Die bleibt jetzt erst einmal ein paar Tage an dem Gerät. Das CTEK kann keine Wunder, aber wenn es ein Gerät schafft, dann das.

Zeit, einmal die Opel Frontera A Kotflügel dranzuhalten, bzw. mit Klebeband festzukleben. Gerade die hinteren Radläufe sind sehr charakteristisch für den Polo 86C. Da spiele ich schon lange mit der Idee, die zu ändern.

Ist jetzt nicht wirklich die richtige Position gesucht, es geht um das Look & Feel. Erste Erkenntnis: Eigentlich sind sie zu lang und der Radausschnitt zu groß.

Und sie gehen schon sehr heftig nach außen. Ich habe gemessen – über 5cm vom jetzigen Radlauf.

Normalerweise würde ich jetzt recherchieren: Welche ET ist irgendwie auf dem 86C getestet, wo bekomme ich günstig die entsprechenden Felgen etc. Aber es ist ein Winterauto. Und da sind die derzeit montierten 165er Reifen für so einen kleinen Polo genau der richtige Kompromiss.

Die Frontera Kotflügel sind erst einmal verworfen, das ist einfach too much. Der Gedankengang aber noch lange nicht…

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Wieder auf die Straße geholt

Ich war letzte Woche in Bayern, um für die Carmaniacs zu schrauben. Ich war mit dem Pirat unterwegs.

Das hatte einen einfachen Grund – während meinem Aufenthalt dort war Monatswechsel und das bedeutet bei mir, dass die Saisonkennzeichen von Titan auf Prolo gewechselt haben.

Jetzt war es aber an der Zeit, den Prolo aus der Tiefgarage zu holen. Also packte ich in der Werkstatt die Batterie ein und wunderte mich – da müsste noch eine andere da sein. Des Rätsels Lösung: Ich hatte vergessen, die Batterie auszubauen. Verdammte Hacke – und natürlich war die Batterie jetzt leer, obwohl ich sie abgeklemmt hatte. Was noch platt war, war ein Hinterreifen.

Ich hatte gelernt und habe inzwischen längst eine elektrische Pumpe am Start.

Das Manometer ist nach wenigen Einsätzen bereits platt, aber egal, Hauptsache Luft zum Fahren. Beobachten muss ich das Rad auf jeden Fall, muss auch mal nachsehen, wie alt die Reifen inzwischen sind. Gerade bei Winterreifen auf Schnee bin selbst ich immer etwas skeptisch, was überalterte Pneus angeht.

Die erste Fahrt ging zum Waschplatz. Orange ist eher undankbar, was Schmutz angeht.

Auf der Fahrt war das Fahrwerk buckelhart. So hart hatte ich das gar nicht in Erinnerung. Und dann kam mir die Erkenntnis: Ich hatte ja die Reifen vor dem Einsommern auf 3 bar aufgepumpt und drei Räder hatten die noch. Wahrscheinlich. Denn ich bin zur Tanke, ein paar Tropfen Sprit einwerfen und wollte den Luftdruck checken, aber der Reifenfüller war kaputt. Muss ich nachholen bei der nächsten Tankstelle an der ich vorbeifahre.

Auf der Fahrt nach Bayern habe ich einen großen Neuteileposten für den Prolo eingesammelt.

So viele Neuteile? Spinnt der KLE jetzt? Nun, das ist eine längere, auch eher traurige Geschichte, denn die Teile waren für einen anderen Polo gedacht, der leider das Zeitliche gesegnet hat.

Hand aufs Herz: Wer hätte den noch erkannt? Ursprünglich hörte der Wagen auf den Namen Ford Locus und sah so aus:

Der stand so auf unserem Clubstand auf der Techno Classica als Baustellentoilette zum Thema „Pfusch am Bau“.

Der einzige Wagen auf der Welt vermutlich, der einen Handtuchhalter eingetragen hatte.

Ronny, der Erbauer und bis zuletzt Eigentümer, hatte ihn innerhalb des Fusselforums sozusagen als Wanderhure als Dauerleihgabe weitergegeben in der Hoffnung, dass er immer weiterentwickelt wird. Grundkonzept war übrigens ursprünglich: Es muss nicht gut aussehen und Perfektion war verpönt (nicht, was die Technik angeht), es sollte einfach das Machbare ausgelotet werden.

So wurde aus dem Wagen unter den Händen von Christoph und der Hilfe von Ronny „POW“. Man erkennt den Locus im POW noch, aber er hat trotzdem einen komplett eigenen Look entwickelt.

Er machte einen Raketenwagen aus dem Bock.

Leider war Christoph mit dem Wagen in einen Unfall verwickelt. Mit vereinten Kräften wurde er wieder auf die Straße gedengelt. Christoph wurde mit dem Wagen aber nicht mehr glücklich, so sollte er zum nächsten Fahrer und in die nächste Evolutionsphase gehen. Eigentlich eine spannende Geschichte. Dafür wurden die Neuteile angeschafft, weil Ronny sicher gehen wollte, dass das Auto technisch zu 100% fit ist. Auf der Bühne stellte sich aber heraus, dass der Wagen einfach zu krumm war und dass der Aufwand, das zu richten einfach zu groß war. Eigentlich wollte ich nur ein paar Teile für meinen Prolo, wenn die eh in die Tonne wandern. Unter anderem die Windschutzscheibe als Backup. Die habe ich auch geborgen.

Der Anlasser hat den Ausbau nicht überlebt, den Tank habe ich vergessen anzufragen. Den hatte Ronny mal erneuert, eine Sollbruchstelle am Polo. Was ich auch vor dem Schrott gerettet habe, waren zwei rostige Opel Frontera A Kotflügel.

Die wären in der nächsten Evolutionsphase an den äh ja, wie der Polo dann eben geheißen hätte, gekommen. Was ich damit mache? Ich weiß es noch nicht. Sind schon schrottig, aber wunderbar, um zu testen, ob das am Polo aussehen würde. Denn gerade die hinteren Radläufe sind so markant am Polo, das muss ich irgendwann ändern. Eigentlich würden mit Corsa A Radläufe gefallen, die vom Frontera sind breiter. Aber ob ich das brauche? Breite Reifen auf einem Winterauto sind ja unsinnig, da wird es bei dem Kompromiss 165er bleiben…

Die Neuteile brauche ich aktuell nicht, aber es sind ja Verschleißteile und der Prolo wird ja gefahren. Da konnte ich der Gelegenheit nicht widerstehen.

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