Fusselblog - KLEs Schrauberblog

 
Im Fusselblog schreibe ich über den Aufbau meiner Autos im Fusseltuning Stil. Zudem berichte ich über Veranstaltungen, Trends, etc. rund um Oldtimer, Youngtimer und Tuning.

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17.01.18

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Das fängt ja gut an!

Ich habe derzeit wirklich Halli Galli in der Mainzer Fassenacht - war bereits auf 18 Veranstaltungen, bis zu 4 an einem Tag. Da kommt man nicht weiter zum Schrauben. Gestern habe ich es aber wieder einmal geschafft.

Ich hatte mir vorgenommen, endlich am Titan weiterzumachen. Die Entrostung des Motorraums steht auf dem Programm. Also habe ich brav wieder damit angefangen, Rost wegzuschleifen.

Motorraum

Hilft ja nix. Scheiß Arbeit, aber wenn man länger Ruhe haben will, dann muss das alles sauber sein. Ich will keinen Bling Bling Motorraum - aber auch keinen roten.

Beim Entrosten des Batterieblechs fiel mir nach etwas Schleifen auf, dass da etwas nicht stimmt. Das ist kein Dreck unter dem Blech - das sind die Dämmatte vom Innenraum - ich kam mit dem Schraubenzieher problemlos durch.

Batterieblech

Würde der TÜV nicht sehen, da sitzt ja die Batterie drüber. Aber der Beifahrer bekommt nasse Füße. Ist doof irgendwie. Hilft nix. Das Blech muss raus. Mal ehrlich? Wer konstruiert so nen Scheiß? Doch nur Firmen, die hoffen, dass man so einen Escort nach 15 Jahren wegwirft und einen neuen kauft. Unter diesem Blech sammelt sich Dreck, der wunderbar Wasser speichert und dann nimmt das Elend seinen Lauf. Ausbohren war gar nicht so einfach, denn an die hinteren Schweißpunkte kommt man selbst mit dem Akkuschrauber nicht senkrecht drauf.

Batterieblech

Und NATÜRLICH saßen hinten mehr Schweißpunkte also vorne. Mit viel Gewalt ließ sich das Batterieblech herausreißen. Das ganze Desaster kam zum Vorschein.

Batterieblech

Übel, übel kann ich nur sagen. Da hilft nur Amputation. Als ich das rausgetrennt habe, kam zu Vorschein, dass das von unten durchgerostet ist.

Batterieblech

Und nun stehe ich vor einem Problem: Das Braune, das da durchscheint, sind Dämmatten. Und die wollte ich einfach rausnehmen, damit ich beim Entrosten und Schweißen die Karre nicht anzünde. Auch wenn sie es wieder einmal verdient hätte. Problem: Die liegt zwischen Spritzwand und Armaturenbrett. Ich will aber nicht wegen dieser Scheiße das Armaturenbrett rausreißen.

Ich muss mal recherchieren, ob die irgendwie rauszunehmen ist, ohne das Armaturenbrett auszubauen, sonst muss ich das anders lösen mit Blechen dazwischen, nassen Lappen oder sowas.

Ich war ernsthaft genervt und vor allem wurden meine Ohren kalt, hatte keine Wollmütze dabei. Eine Erkältung in der kalten Halle kann ich gerade nicht riskieren, also entschloss ich mich, an der Stelle abzubrechen. Vorher habe ich aber die bisher geschliffenen Rostflächen noch mit Brunox behandelt.

Brunoxieren

Ganz bekommt man den Rost nicht ab ohne tiefer zu schleifen und ich will nicht zu viel Substanz verlieren. Und wenn man die Stellen nicht behandelt, bildet sich wieder Flugrost. Also gehen wir einmal auf Nummer sicher, auch wenn ich auf der Seite noch nicht fertig bin.

Irgendwann hatte ich behauptet, ich wäre mit den Schweißarbeiten durch. Da war wohl ein Irrtum.

05.01.18

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Die Narrekappe uff!

Das neue Jahr hat begonnen, nicht jeder versteht es, aber die Fastnacht hat mich gerade fest im Griff. Gestern war der erste Abend ohne Veranstaltung und da zog es mich natürlich in die Werkstatt. Zunächst stand ein Beleuchtungsproblem am Prolo an. Ein Hauptscheinwerfer ging nicht und ein Fernscheinwerfer. Beim Hauptscheinwerfer war es die Birne, die ich ersetzt habe, beim Fernscheinwerfer dachte ich, dass es ebenfalls die Birne zerfetzt hat, denn der war innen vollkommen nass.

Fernscheinwerfer

Vor dem Wechseln der Birne stand erst einmal Trockenlegen auf dem Plan. Ich habe das mit der Heißluftpistole gemacht. Immer reinhalten bis es dampft, ausdampfen lassen und dann von vorne. So lange bis er eben trocken war.

Fernscheinwerfer

Ich hätte den längst ausgetauscht, aber die Fernscheinwerfer für den Polo 86C Grill gibt es nicht einfach billig im Zubehör. Hauptscheinwerfer? Kleingeld! Aber die Fernscheinwerfer nicht. Und selbst für kaputte Grills mit Fernscheinwerfern werden astronomische Preise aufgerufen. Bei VW direkt habe ich noch nicht nachgefragt, weil es mir wahrscheinlich zu teuer wäre.

Naja, vielleicht war auch nur der Gummi hinten nicht richtig drauf. Genau wie der Massestecker der Verkabelung. Der war nämlich ab und nicht die Birne hin. Und als ich das wieder aufgesteckt habe, wusste ich auch warum: Der saß total locker. Ein Nachbiegen des Kabelschuhs wird wohl nachhaltig Besserung bringen.

Der Rest des Abends ging wieder einmal für die Fastnacht drauf. Ich habe demnächst eine Veranstaltung, bei der ich Fahnen aufhängen muss. Dafür habe i9ch Aufsätze für verschiedene Stative geschweißt - Käfer Lenksäulen haben sich prima geeignet. Gebe da kein Geld aus für.

Fahnensteben

Fastnacht bedeutet auch, dass sich das Aussehen des Prolos temporär ändert. Jetzt ist er wieder Gardetransporter und dementsprechend kam die Narrenkappe wieder aufs Dach.

VW Prolo

Die bleibt jetzt auf dem Dach, bis sie Aschermittwoch wieder feierlich abgenommen wird als Zeichen, dass die Fastnacht vorbei ist. Ich habe bei der Gelegenheit mal aktuelle Bilder von dem Bock gemacht.

VW Prolo Jägergarde

VW Prolo Jägergarde

In diesem Sinne Helau aus Mainz!

31.12.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Der Fusselblog wünscht einen guten Drift ins neue Jahr!

Silvester

Ein bewegtes Schrauberjahr liegt hinter mir. Mit Höhen und mit Tiefen - aber hey! Beispielsweise haben beide meiner derzeit angemeldeten Autos den TÜV geschafft!

Keine Angst, der traditionelle Jahresrückblick folgt noch. In der Fastnachtszeit werde ich wegen meinem Engagement mit der Meenzer Jägergarde eher weniger zum Schrauben kommen, da werde ich die Durststrecke dafür nutzen, dass der Fusselblog nicht zu langweilig wird.

Ich denke auch mal, nach Fastnacht werde ich mein Titan Motivationsloch überwunden haben, es muss ja endlich mal weitergehen mit dem Bock. Dieser rostige Motorraum... Ach, Drahtbürstenaufsatz, Brunox und Brantho werden es schon richten. Ein paar Abende warmschaffen mit schwarzem Gesicht, dann geht´s an die Technik.

2018 muss der Bock auf die Gasse. Was habt Ihr so vor im kommenden Jahr?

Egal, ob Ihr Euer Auto in die Werkstatt schafft, nur gerade einmal einen Zündkerzenwechsel selbst schafft, oder aus einem Klumpen Rost einen Neuwagen zaubern könnt: Ich wünsch Euch ein tolles Schrauberjahr 2018! Und immer ganz wichtig für mich: Bleibt kreativ und wagt immer einmal einen Blick über den Tellerrand! Das Hobby Automobil bietet so viel Spaß und so viele Möglichkeiten, man kann es im kleinen oder großen Stil ausleben.

Ich hoffe, wir lesen uns auch im Jahr 2018!

30.12.17

Permalink 09:07:00, von KLE E-Mail

Noch eine weitere Standparkverkleinerung

Ich bin ja zu dem Schluss gekommen, dass ich irgendwie nie fertig werde mit all den vielen Projekten, die ich am Hacken habe. Und ich habe aussortiert: Welche Autos will ich, ob es Sinn macht oder nicht, behalten. Und welche wären EVENTUELL abzugeben. Ich habe das auch in einer internen WhatsApp Gruppe angesprochen, in der noch echte Schrauberhelden sind. Komischerweise auch viele Katzenbesitzer. Keine Ahnung, warum die alle diese Drecksviecher halten - aber ich schweife ab...

Einer davon meinte, dass der 5ender eventuell etwas für ihn wäre. Der 5ender. Noch lange nicht fahrbereit, seit über 4 Jahren im Außenlager Tiefgarage. Einst eines meiner Lieblingsprojekte, aber irgendwie habe ich die Beziehung zu dem Wagen verloren. Marktwert? SEHR schwierig. Aber ich wäre naiv zu denken, dass man da Unsummen dafür bekommt. Ich nannte einen aus der Hüfte geschossenen Freundschaftspreis und er sagte ja. So werden Autos verkauft unter Freunden. Punkt.

Abholung ginge zwischen den Jahren und was soll ich sagen: So, wie ich es mag: Ein Mann, ein Wort. Oder um es beim Namen zu nennen: Ein Burt, ein Wort.

Also zog ich gestern in die Werkstatthölle und suchte die Teile zusammen, die zum 5ender gehören. Er war länger zu mir unterwegs, eigentlich wollten wir uns an der Werkstatthölle treffen, aber wir disponierten um und trafen uns direkt an der Tiefgarage. Der dritte im Bund war Ronny. Für den hatte Burt einen Motor dabei, Ronny für mich ein Stativ - Teilemauschereien auf höchstem Niveau wie immer. Der Motor stand auf einer Palette und wurde erst einmal in Ronnys Letzthandfiasko geworfen.

Austauschaktion

Dann ging es zu dritt in die Tiefgarage. Analyse: 2 Reifen platt. Wusste ich aber schon vorab. Ich hatte eine elektrische Pumpe dabei aus einem Pannenset. Mit vereinten Kräften ließ er sich auch so schieben, bis das Kabel zu meinem Zigarettenanzünder reichte, dann aber Luft auf die Pneus.

5ender

Die Räder drehten wieder frei, wir waren zu dritt, also Spanngurt an den Prolo als Abschleppseil und dann aus der Tiefgarage gezogen. Der 5ender sah seit ewiger Zeit wieder das Tageslicht!

5ender

Auf den Hänger ging es ohne Winde, der Hänger stand bergab. Ein Kinderspiel. Also nur noch mit Gurten sichern.

5ender

Die Teile kamen beim Zugfahrzeug in den Kofferraum, dann konnte es losgehen.

5ender

Aber noch nicht auf die Autobahn. Wenn Schrauberkumpels, die quer über Deutschland verteilt wohnen, sich schon mal treffen, dann geht man wenigstens noch einen Happen essen.

Team

Kurz nach dem Aufladen fing es heftig an zu schneien. Glück gehabt. Also ich. Denn ich musste ja nicht mit dem Gespann durch das Schneegestöber quer durch Deutschland.

Gespann

Was wird nun mit dem 5ender passieren? Ich denke erst einmal nicht viel. Burt hat die Gelegenheit genutzt, sich ein Projekt aufzuhalsen. Er will da sein Projekt draus machen. Anders weitebauen, als ich es getan habe. Und das darf er natürlich auch, das ist jetzt sein Auto.

Die Basis dafür hat auf jeden Fall einen entscheidenden Vorteil: Man zerstört keinen gesuchten Oldtimer, der Wagen ist nun wirklich schon versaut. Wir dürfen Gespann sein...

Einerseits fiel mir der Abschied auch ein wenig schwer, aber andererseits muss ich sage: Irgendwie ist es auch ein wenig, wie wenn eine Last von mir abgefallen ist. Wann hätte ich auch noch den fertigstellen sollen? Das war es wahrscheinlich mit der Fuhrparkverkleinerung. Vorerst. Ich habe mir für die Zukunft vorgenommen, wenn ein neues Auto kommt, muss ein anderes gehen. So ein Fünkchen Vernunft in meiner absolut unvernünftigen, aber liebgewonnenen und intensiv gelebten Schrauberwelt.

Und nebenbei: ich habe ja immer noch sieben Autos...

28.12.17

Permalink 12:28:00, von KLE E-Mail

Mein persönliches Weihnachten...

Ich war über die Feiertage mit meinem Prolo in meiner alten Heimat Oberfranken. Der Wagen läuft inzwischen zuverlässig, sogar ganz flott. Laut GPS auf dem Navi immerhin 162 km/h auf der Ebene. Finde ich in Ordnung für 55PS und sind immerhin 8 km/h mehr, als im Schein angegeben.

In Oberfranken war es etwas kälter und wenn es im Wagen unter null ist, wird die Tachowelle RICHTIG laut. Wird es wärmer, ist sie leise. Eine neue Tachowelle lag allerdings schon im Kofferraum.

Tachowelle

Ich wollte die aber nicht wechseln, solange es das Provisorium mit der Passat Tachowelle irgendwie funktioniert. Schließlich musste ich eh noch einmal ran, weil auch der Tacho ein Provisorium war.

Heute kam dann mein verspätetes Weihnachtspaket von Holger - der überholte Tacho ist da!

Tacho VW Polo 86C mit DZM

Das ist inzwischen ein wildes Puzzle aus verschiedenen Tachos, selbst die Folie hat er von einem anderen Tacho übernommen. Er hat die am besten erhaltene genommen, musste aber tatsächlich auch hier eine Leiterbahn durch ein sauber aufgelötetes Kabel ersetzen.

Tacho VW Polo 86C

Das angeschraubte Kabel ist für Klemme 1 zur Zündspule. Das Kabel fehlt bei meinem Polo. Ob serienmäßig oder irgendwann entfernt, das lassen wir einmal außen vor. Am Kabelbaum wurde in Vergangenheit ja einiges gefummelt.

Ich konnte nicht anders, ich musste den natürlich gleich einbauen. Der Grund für die lärmende Tachowelle sah man auf den ersten Blick.

Tachowelle

Wieder das Gefummel beim Einbau, aber siehe da:

Alles funktioniert! Aber ganz ehrlich - wenn Holger sich so etwas annimmt, dann habe ich auch nichts anderes erwartet.

Danke an Holger! War mein schönstes Weihnachtsgeschenk, wobei ich ja eigentlich der Meinung bin, dass es außer bei den Kindern bei Weihnachten eh nicht um Geschenke geht, sondern vielmehr darum, dass sich die Familie wieder einmal trifft und ein paar schöne Tage gemeinsam verbringt...

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