Der Jägerkübel

Der Jägerkübel ist der Bock, an dem ich schon am längsten rumschraube und der durch viele Evolutionsstufen gegangen ist. Wir nutzen ihn auf Käfertreffen als Treffensau um über den Platz zu cruisen. Im Heck schlägt ein 90PS Passatherz und auch der Rest ist alles andere als dezent...

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29.08.07

Permalink 22:27:25, von KLE E-Mail

Ein neuer Motor für die nächste Saison?

Auf dem Weg zum Käfertreffen habe ich offensichtlich etwas auf der Autobahn verloren. Das Standgas. Als ich von der Autobahn abfuhr, ging der Motor an jedem Halt aus. Erste Vermutung: Leerlaufabschaltventil. Auf dem Treffen gecheckt - nein, das isses nicht. Zumindestens klackert es, wenn man das Kabel abzieht/aufsteckt bei eingeschalteter Zündung. Ich habe mich nicht weiter drum gekümmert am letzten Wochenende - wir hatten Treffen und Alzey ist jetzt nicht so groß, daß man den Kübel zum Cruisen gebraucht hätte. Beim Blättern des Programmheftes fiel übrigens auf, daß die Boxer-IG, die das Treffen veranstaltet, offenbar auch den Kübel ins Herz geschlossen hat - was mußte ich da auf Seite 11 sehen? Doch zurück zum Problem. Der Motor zickt. Ursache noch ungeklärt und ich frage mich, ob ich die Ursache überhaupt suchen soll. Der Motor hat jetzt 2 Saisons gehalten - toi toi toi. Hätte wahrscheinlich kaum einer gedacht, schließlich hat er gerade mal 1 Euro(!) bei eBay gekostet. Gut, er soff Öl und Benzin und auch im Anzug waren die 2 Maschinen vorher, die ich beide leider gehimmelt hatte, besser. Vielleicht der Anlaß, mal wieder den Motor zu wechseln? Vielleicht ein paar Pferde mehr? Wie wärs z.B. mit einem 2l / 115PS? Auf die Adapterscheibe paßt im Prinzip jeder VW 4zyliner Reihenmotor ab 1,6l. Ich stehe auf Lowtec, also irgend einen moderner Motor, Einspritzanlage runter, Registervergaser druff. Vielleicht auch n Satz lustiger Doppelvergaser? Darf aber aus Prinzip nicht viel kosten. Da richtig Geld reinzustecken paßt zu dem Bock irgendwie nicht. Der Wagen ist eben durch und durch improvisiert und das soll auch so bleiben. N Fünfzylinder wäre auch lustig, aber die Adapterplatte reißt da wieder rein. Hat irgendwer was rumliegen - ma einfach doof gefragt?

26.07.07

Permalink 10:36:59, von KLE E-Mail

Mein Werkzeug weigert sich offensichtlich für andere zu arbeiten ;-)

Gestern dachte ich mir, ach sind wir mal so nett und bauen für Monsterbacke auch noch nen Satz Flopstops für dessen Kübel, is schließlich einer meiner besten Freunde. Aber mein Werkzeug dachte das anders. Als erstes war der 6er Gewindebohrer den Schleppen in die Luft. Ich arbeite ja schon immer mit WD40, um den Gewindeschneider zu schmieren, aber das reichte diesmal offenbar nicht. Ein zärtliches *Knack* und das wars dann mit Gewindebohren. Nunja, Peter is ja schon groß, ein Gewinde wird er wohl noch selber schneiden können. Als nächstes fing die Schruppflex an zu spinnen. Ich arbeite ja immer mit drei Flexen Einhandwinkelschleifern (was ist eigentlich die Mehrzahl von Flex?). Eine für die Trennscheibe, eine für ne Schruppscheibe und eine für die Drahtbürste. Und die mit der Schruppscheibe - irgendwie schliff die komisch. Hatte vorab ne Unwucht, die irgendwann weg war. Gerät näher angesehen - Haue, haue... Das nenn ich mal gründlich getötet. Der Vogel is tot. Mausetot. Der lebt nich mehr, der hat das Zeitliche gesegnet, der geht nich mehr, nein, nein, nein. Quittung gesucht, ob noch Garantie druff is, nich gefunden - Tonne. Letztendlich kamen trotzdem zwei Flopstops raus. noch zwei Gewinde reinschrauben und gut. Feinarbeit kann Peter selber machen - wenn er das will. Funktionieren werden die auch so.

24.07.07

Permalink 11:28:39, von KLE E-Mail

Flopstops die 2.

Mich überzeugte die erste Version der Flopstops noch nicht richtig. Also nochmal, wenn man schon drüber ist. Ich will das Kapitel auf lange Zeit abschließen. Also griff ich nochmals zum Schweißgerät und der Flex. Basis waren mehrere Metallstreifen. Für die Außenseite verwendete ich 5mm Material, innendrin sinds ein Streifen mit 3mm und einer mit Karosserieblech - nehme mal an, das ist 0,8er Blech. In den Schraubstoch spannen und verschweißen. Auf dem Bild sieht man auch schon die Gewindelöcher für M6er Schrauben. Dann das Ganze auf das passende Maß flexen und verschleifen. Einen zweiten "Blech"streifen mit 5mm Stärke drüberschweißen und auch die schräge untere Kante verschweißen - die dann auch schön wieder mit der Schruppscheibe gradziehen. Das ist schon die ganze Kunst. Das Ganze geht erst einmal sehr schwer auf das Schwert, wenn man das dann mit den Schrauben festzieht, biegt es sich aber automatisch noch auseinander. Die Schrauben nicht zu fest anziehen, sonst biegt man das Teil nur auf. Festschweißen wäre übrigens gefährlicher Leichtsinn: Das Federschwert ist aus Federstahl und der würde durch sSchweißen vermutlich gefährlich geschwächt. Das könnte sich extrem negativ auf die Fahreigenschaften auswirken! Problem gelöst! Schwert kann nicht mehr so weit durchschwingen und die Achsrohre liegen nicht mehr auf der Getriebegabel auf, die Achsmanschetten bleiben heil. Die Perspektive des Bildes täuscht übrigens ein wenig. Das Schwert steht im ausgefederten Zustand leicht nach unten geneigt. Die Achsmanschette auf der Fahrerseite schien übrigens überlebt zu haben, kein Öl auf der Getriebegabel auf dieser Seite. Werde das mal beobachten. Zur Krönung des Abends bekam das Getriebe dann etwas Öl nachgefüllt - es paßte etwas mehr, als ein halber Liter rein. Das Getriebe wirds mir danken...

20.07.07

Permalink 11:00:51, von KLE E-Mail

Customized Flopstops

Ich ahbe mir gestern Flopstops gebaut. Das sind Federwegsbegrenzer, die es früher auch zu kaufen gab - nur nicht in meinen Dimensionen. Sie werden einfach an die Federschwerter geschraubt. Leider hatte ich die Digicam nicht dabei, aber ich kam eh nur dazu, einen zu verschrauben. deshalb konnte ich heute den anderen aufnehmen: Das sind einfach U-Schienen, zusammengeschweißt aus 3mm bzw. 5mm Material. Ich hatte Gewinde reingeschnitten, aber das Loch zu groß vorgebohrt, unter Druck rissen sie Gewinde aus, deshalb habe ich einfach Muttern aufgeschweißt. Ich befürchte, ich werde die nochmals bauen müssen, denn richtig fest klemmt der eine Flopstop nicht. Das hintere Halteblech biegt sich weg. Ich denke mal, die Schrauben zum Klemmen müssen weiter nach unten und das Rückteil könnte massiver sein - Platz ist da. Ich will heute in die Röhn, also wird kommende Woche dran weitergearbeitet. Dann sehe ich auch, ob der eine verbaute Flopstop gehalten hat oder abgefallen ist. Dann mache ich auch ein Bild vom montierten Flopstop - versprochen!

18.07.07

Permalink 10:47:56, von KLE E-Mail

Umsonst einen Sonnenbrand geholt :-(

Manchmal is man ja schon doof. Vor allem, weil man den Denkfehler, den ich gestern zelebriert habe, schonmal diskutiert hatte. Tony hatte gestern Abend wieder mal Langeweile, also bot ich ihm ein Entertainmentprogramm ;-) Problem bei der Achskonstruktion des Jägerkübels: Die HA ist eine Pendelachse. Um ihn tiefer zu legen, ist alles der HA vom Käfer. Getriebe, Achswellen, Bremsen, Federschwerter, Drehstäbe, ... Nur sind die Anschläge der Achsschwerter anders, als beim Käfer. Deshalb habe ich das nach oben beim Umbau schon ausgeflext. Nur unten hatte ich es gelassen und da liegt das Problem. Die Schwerter schwingen zu weit unten durch. Dadurch liegen die Achswellen auf der Getriebegabel auf und werden undicht. Und das immer wieder. Also was tun? Wir entschlossen uns, einen Anschlag aufzuschweißen. Was ne beschissene Lage, um zu schweißen. Ich habe definitiv zu lange Knochen für diese Yoga Übung. Volle Kanne druffgehalten und vorher die Sonnencreme vergessen. Mir fällt es heute schwer zu lachen, die komplette Fresse spannt etwas. Aber wir hatten einen Anschlag - temporär. Schläge mit dem Hammer hielt es aus, abber einmal das Schwert abgesenkt, das wir mit dem Rangierwagenheber nach oben gedrückt hatten und ab wars. Auch nach dem zweiten Versuch. Das Ding hielt nicht. Dann fiel es uns wie Schuppen aus den Haaren: Verdammte Hacke, das is ja Guß, das kann ja gar nicht halten. Wir suchten Vollmaterial, fanden nix passendes, das man dagegen schrauben könnte - dieser Mini-Doppel-T-Träger erschien uns zu windig. Plan C ist nun einen Klotz aus Urethan Vollmaterial da reinzuschrauben, der gibt wenigstens auch etwas nach. Nur woher bekommen? Irgendwer ne Idee? Um die Achsmanschette - wir haben schon ne neue reingeschraubt - nicht gleich wieder zu ruinieren, schraubten wir ein Typ 3 Serienrad an Stelle des Monsterrades dran - sieht verdammich nach nem Achsbruch aus. Is aber keiner. Das is eben ne Pendelachse. Nach 3 m schieben steht das Rad wieder grad nur irgendwie fehlt da was im Radkasten - meine Herren, sieht das Scheiße aus... Vielleicht sollte man SO mal zu nem Treffen fahren ;-)

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