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Das Zulassungsdrama…

Ich hatte es nicht auf den Tag eilig, den Titan zuzulassen, ich wollte ihn nur zum Wochenende auf der Straße haben – ein gravierender Fehler, wie sich herausstellte. Doch von Anfang an.

Dass ich nicht soooo gerne Geld ausgebe, ist ja bekannt und bei Kennzeichen kann man eigentlich ziemlich viel Geld sparen, wenn man sie online bestellt. Ich bekomme kein Geld dafür, aber ich lobe noch einmal den Service, den ich immer nutze: Die Kennzeichenprofis. Weil a) sind die spottbillig und was dazukommt: b) Es ist eine Behindertenwerkstatt, die da dahintersteht. Also hilft man auch noch Menschen, die es nicht so einfach in der Gesellschaft haben. Also habe ich da meine geplanten Kennzeichen bestellt. 4 Kennzeichen, davon eines zweizeilig, inkl. Versand: 23,46 Euro. Geiler Preis.

DHL verbummelte einen Tag zusätzlich, ich saß ein wenig auf Kohlen, aber gestern kamen sie an.

Kennzeichen

MZ VW 907 für den Titan, um die Leute noch mehr mit der Marke zu verwirren und MZ JG 907 für den Prolo – JG steht für Jägergarde.

Donnerstag hat die Zulassungsstelle in Mainz länger offen, die Kennzeichen kamen gegen 11 Uhr an, halb zwölf stand ich auf der Matte bei der Zulassungsstelle. Und ich staunte nicht schlecht: Die Schlange zur Voranmeldung ging bis zur Eingangstür.

Zulassungsstelle

WTF! Als ich mein Warteticket bekam, waren 27 Leute vor mir.

Warteticket

Und das sind nur die, die zu dem Zeitpunkt anwesend waren, es kamen immer mehr gewerbliche Anmelder – und irgendwie ging gar nichts vorwärts. Ich hatte A043, als ich den Zettel bekam war A022 dran, eine Stunde später gerade 4 Nummern weiter. Um die Wartegeschichte zu verkürzen: Letztendlich kam ich fast exakt 16 Uhr aus der Zulassungsstelle.

Aber was mich noch mehr traf: Ich stolz die vorbereiteten Kennzeichen hingelegt und dann bekam ich die Aussage: Nein, die Nummer können Sie nicht nehmen. Wir haben seit gestern neue Vorschriften. Vorgabe vom Ministerium: Es dürfen keine neuen Kennzeichen mehr gestempelt werden mit Engschrift. Und durch das Saisonkennzeichen hatte meine Kennzeichen Engschrift. Das darf nicht wahr sein! Erstens hatte ich noch nie ein Auto auf schwarzen Kennzeichen ohne 907, was eine Familientradition ist, bei der mein Bruder, mein Vater, meine Schwägerin und auch meine beiden Neffen mitspielen, zudem hatte ich mich richtig schön kindisch auf das VW gefreut.

Nein. Bei Saisonkennzeichen machen wir nur 2 Buchstaben und zwei Ziffern. Und beim ersten Buchstaben gibt es auch nur eine beschränkte Auswahl. VW ging so auch nicht. Ausnahme? Ich hab doch jetzt schon die Schilder machen lassen. Und die schöne Familientradition! Ein Buchstabe und drei Zahlen? Auch nicht zulässig wegen der Unterscheidung Stadt Mainz und Landkreis Mainz-Bingen. Damit man unterscheiden kann, ob ein Auto in der Stadt Mainz oder im Landkreis Mainz-Bingen zugelassen ist, gibt jeweils nur gewissen Kombinationen der Anzahl Buchstaben:

Mainz-Bingen:
1 Buchstabe + 3 oder 4 Zahlen
2 Buchstaben + 1, 2 oder 4 Zahlen

Mainz:
2 Buchstaben + 3 oder 4 Zahlen (Keine Ahnung, wo die Unterscheidung bei Fahrzeugen mit 2 Buchstaben und 4 Zahlen sein soll)
Zudem hat Mainz Stadt ein Kontingent Nummern mit 2 Buchstaben und 2 Zahlen für Motorräder, jedoch ausschließlich beginnend mit gewissen Buchstaben, eigentlich nur für Motorräder und die werfen sie jetzt für Saisonkennzeichen und H-Kennzeichen auf den Markt.

Klingt verwirrend? Ist es auch.

Boah! Was hab ich mich geärgert! Auf der Homepage steht davon nichts! Doch, angeblich seit heute (also gestern). Ich habe gerade nachgesehen, da steht noch nichts zu dieser Änderung. Auch sonst finde ich online nichts. Geht wohl um eine interne Richtlinie. Tolle Wurst. Ich war kurz vor dem Resignieren, dann fiel mir auf: Moment einmal! Auf dem zweizeiligen Kuchenblech ist keine Engschrift! Wenn ich nun zwei Kuchenbleche montiere, bekomme ich dann drei Ziffern? Erst einmal Ratlosigkeit. Vorne müsse das genehmigt werden. Beratschlagung mit einer Kollegin. Nein, das ist nur bei kleinen zweizeiligen Kennzeichen beispielsweise bei US Cars, die keinen Platz für ein europäisches Kennzeichen haben. Mit Zeichen in Originalgröße geht das wohl. Also verlangte ich Kuchenbleche zur Verwirrung der Bearbeiterin. Aber was wollte sie machen. Sie gab mir meine Wunschnummern. Die musste ich dann vor Ort prägen lassen – Stückpreis 18 Euro, verbilligt auf 15 Euro, weil die Schildermacherin etwas Farbe daneben bekommen hat.

Kennzeichen

Dann folgte die zu erwartende Schreiborgie. Einen Fehler habe ich schon entdeckt, die vordere Stoßstange ist 100mm hoch und nicht 10mm. Ich bin schon fast etwas enttäuscht, dass noch so viel Platz auf der zweiten Seite übrig geblieben ist.

Fahrzeugschein

Der Schein vom Pirat ist voller.

Ich konnte mir auf der Zulassungsstelle die Frage nicht verkneifen, was los ist, wenn jetzt einer ein H-Kennzeichen auf Saison in einzeilig haben will. Dann wäre es ja mit zwei Buchstaben und zwei Ziffern wieder Engschrift. Dann bekommt man ab jetzt einen Buchstaben und eine Ziffer. Unglaublich aber wahr. Gibt genau 236 Möglichkeiten und dann?

Noch eine amüsante Geschichte am Rande: Die Polizei in Mainz fährt die Kennzeichenkombination RLP – eine Ziffer – vier Ziffern – ergibt Engschrift. Können jetzt keine neuen Polizeifahrzeuge zugelassen werden? Irgendwie hat da einer im Verkehrsministerium Rheinland Pfalz nicht ganz bis zu Ende gedacht. Es soll angeblich um die Lesbarkeit gehen. Was wohl erst in den Landkreisen mit drei Buchstaben los sein mag.

Die Praxis wird zeigen, dass sich da der Amtsschimmel mächtig selbst ins Knie geschossen hat. Was ein himmelschreiender Unfug!

Klar, dass ich gleich in die Werkstatthölle musste, die Schilder montieren. Mal sehen, wie Depp das aussieht. Vorne finde ich das gar nicht so übel, weil der Anblick ungewohnt ist.

Focht Titan

Hinten finde ich es nicht ganz so harmonisch zu den Sicken auf den Türen, di nun einmal auf ein einzeiliges Kennzeichen ausgerichtet sind.

Focht Titan

Vielleicht bessere ich da irgendwann nach. Aber jetzt will ich erst einmal fahren. Das Ding stand viel zu lange in der Werkstatthölle…

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Einmal Hardcore durchfegen

Gestern wollte ich dem Geräusch aus dem Motorraum des Titan auf den Grund gehen. Und was soll ich sagen? Vorführeffekt. Es war nicht mehr da.

Focht Titan

Muss ich das wohl verschieben. Warum ich aber eigentlich in der Werkstatthölle war, war der Umstand, dass selbst mir das Chaos zu groß wurde. Ich stehe ja zu meinem kreativen Chaos, aber irgendwann wird es zu viel. Und wenn man etwas abgeschlossen ist, ist man auch froh, wenn mal alles Werkzeug wieder sortiert ist und man sich wieder freier bewegen kann.

Wie das in der Praxis aussieht, zeige ich an zwei vorher/nachher Situationen:

Werkstatthölle

Werkstatthölle

Werkstatthölle

Werkstatthölle

Das sind jetzt zwei Zwischenstationen, ich hab noch viel mehr geräumt, wobei ich einiges in Kisten geworfen habe beim Auflesen, das noch sortiert werden muss. Nein, ich bin noch lange nicht durch, aber nach vier gefüllten großen Müllsäcken sieht die Situation schon erträglicher aus. Aber das muss noch besser werden, bevor ich etwas Neues anfange. Da fliegt noch einiges in den Müll.

Ich habe auch ein Ziel, das ich noch nicht erfüllt habe. Dank einer kaputten Hosentasche ist mir bei einem Arbeitseinsatz mein Lieblings-Zippo irgendwo aus der Hose gefallen. So etwas kommt normalerweise nicht weg. Gefunden habe ich es aber noch nicht. Also muss ich so lange aufräumen, bis ich es wieder in den Händen habe – irgendeine Motivation muss man sich selber vormachen, sonst wird das nix 😉

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Zu heiß!

Ich war vorgestern von der Werkstatthölle nach Hause unterwegs, als ich auf den Tacho sah und merkte, dass die Temperaturanzeige maximal ausgeschlagen hat und die LED blinkte. Zudem war der Öldruck zu niedrig. Alarmsignal – sofort runter von der Straße. Glück im Unglück – da kam eine Tankstelle. Also da rausgefahren und sofort Motor aus. Motorhaube auf und nachsehen. Der Kühlwasserbehälter war leer. Als Wassernachkippen. Aber das Wasser, das ich nachkippte, kam unten wieder heraus.

Äh ja. Glückwunsch! Kein Werkzeug dabei, also ADAC. Das Risiko, den Motor zu himmeln, war es mir einfach nicht wert. Das dauerte. Gut, kann man nie wissen, wie viel die an einem Tag zu tun haben. Manchmal hat man Glück, manchmal hatten eben andere ebenfalls Pannen. So wartet man – gut, dass man an der Tankstelle wenigstens kalte Getränke bekommt.

VW Pirat

Als der Helfer kam, wollte er den Schlauch irgendwie improvisieren.

ADAC

Es folgte ein Drama, woran durchaus auch das Material schuld war. Der Engel versuchte den Schlauch herauszuoperieren, wobei der auch am anderen Ende einriss. Dann versuchte er es mit Tape zu fixen und ihn ärgerten die VW Klemmschlauchschellen. Schlauchschellen hatte er keine dabei, daneben war ein Louis Motorradshop, also ging ich schraubbare Schlauchschellen einkaufen.

Er spannte mich auch als Hiwi ein, ich solle doch schon einmal die Anschlüsse vom Kalk entfernen etc.

Und dann musste er feststellen: Doof: Wenn man den Schlauch mit Tape umwickelt, dann dehnt der sich gar nicht mehr um den Anschluss.

Kühlerschlauch

Ich bot mehrfach an, er solle mich einfach zu meiner Garage an meiner Wohnung schleppen und ich hol dann aus der Werkstatthölle einen Schlauch aus dem Fundus und gut. Irgendwann gab er auf und schleppte dann doch ab.

Gestern dann einmal mit dem Prolo in die Werkstatthölle. Gesucht und fündig geworden.

Kühlerschlauch

Kleiner Spoiler, was demnächst in der Hölle passiert: Ich habe den Prolo dort stehen gelassen und die Kennzeichen mitgenommen.

VW Prolo

In der heimischen Garage habe ich den Schlauch dann eingesetzt.

Kühlerschlauch

Das System ist wieder dicht, in Bälde werde ich das Wasser aber noch einmal ablassen und Frostschutz einfüllen, da hatte ich keinen mehr zur Hand. Bei den Temperaturen ist ein Frostschaden unwahrscheinlich, aber der Frostschutz dient ja gleichzeitig als Rostschutz. Sagen wir mal, ich spüle das System gerade mal kurz.

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Titan meets §21 StVZO

Gestern am späten Vormittag machte ich mich auf, mit dem Titan die Welt zu erobern. Also erstes noch einen Schluck Diesel in den Tank, dann konnte es losgehen.

Focht Titan

Der erste Weg ging aber nicht zum TÜV, sondern zu einer Waage. Ich brauchte ja nicht nur das Leergewicht, sondern auch die Last auf der Hinterachse. Das hatte mir die erste Waage nicht machen wollen. Beim zweiten Versuch war das gar kein Thema. Was ist auch dabei? Nur mit der Hinterachse auf die Waage und dann noch einmal wiegen.

Waage

Der nächste Weg war dann die Prüfstelle. Und da wurde der Titan auf Herz und Nieren geprüft. Sowohl, ob alles mit dem Umbau stimmt, aber es stand auch eine HU an. Eigentlich logisch nach der Zeit.

TÜV

An dem Bock gab es aber soweit nix zu meckern. Die Scheinwerfer wurden vor Ort noch leicht in der Einstellung korrigiert, aber sonst war eigentlich alles in Ordnung. Der Prüfer war ja von Anfang an in das Projekt eingebunden und er war erstaunt. Er hatte nicht gedacht, dass das alles so harmonisch zusammenpasst.

Meine Bilder waren für ihn ausreichend, ich hatte alles abgearbeitet, was er gefordert hatte, also war alles im Lot. Er prüfte aber auch so Dinge wie die hinteren Türen. Die müssen in einem Winkel von ca. 90° einrasten und dürfen ohne zusätzliche Entriegelung nicht weiter öffnen, weil sie sonst die Rückleuchten verdecken. Die Zulassungsvorschriften sind eben voller Stolpersteine.

Das Gewicht hatte ich ja schon ermitteln lassen, die Höhe hat er in der Prüfhalle gemessen. Selten, dass er eine größere Fahrzeughöhe eintragen muss. An der höchsten Stelle, also am Heckspoiler, ist der Titan jetzt 1,735 m hoch.

Einiges beim Titan war mit ABEs abgedeckt, ich war damit auch schon über die HU gekommen. Der Prüfer regte aber an, das sicherheitshalber mit in die Papiere zu übernehmen, denn es könne sein, dass das eine oder andere Papier seine Gültigkeit verliere. Zudem ist die Polizei in letzter Zeit verstärkt mit SOKOs unterwegs gegen illegale Umbaumaßnahmen. So fanden die Hutzen, die AHK, die Seitenschweller und auch die Sitze den Weg aufs Gutachten.

Nach der Begutachtung war Schreibarbeit angesagt. Zudem hat er alle mitgebrachten Gutachten / ABE gescannt. Eine CD mit Fotos hat er von mir bekommen, er machte aber auch Bilder vom Titan in der Halle, als Nachweis, wie er bei der Prüfung aussah.

Und das hat er letztendlich alles geschrieben (zusammengeschnitten):

Gutachten

Nebenbei erwähnt: Die HU hat er auch geschafft.

Bezahlt und es ging erst einmal wieder zurück in die Werkstatthölle.

Werkstatthölle

Es gib noch ein wenig nachzuarbeiten – beispielsweise kommen irgendwelche Nebengeräusche vom Motor – ich gehe mal von der Lichtmaschine aus, aber ich habe noch nicht näher nachgeforscht. Das kommt jetzt noch. Ihm die Kinderkrankheiten austreiben, die man stehend auf der Bühne nicht feststellen konnte. Aber ich kann ihn jetzt zulassen. Vorher muss ich etwas Auto Tetris spielen. Titan und Prolo bekommen Saisonkennzeichen und der Prolo muss dann ja irgendwo abgestellt sein, wo er auch mit abgelaufener Saison stehen darf.

Nette Geschichte am Rande – der Prüfer berichtete mir im Nachhinein, dass sein Kollege meinte, er habe einen total umgebauten VW Caddy abgenommen. Ziel erreicht: Außenstehende können nicht mehr identifizieren, um welche Basis es sich handelt…

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Vorbereitungen für den TÜV

Heute wird’s ernst. Sehen wir mal, was rauskommt. Bei der Eintragung des Aufbaus bin ich eigentlich sehr zuversichtlich, da bin ich gut vorbereitet.

Dokumente

Wobei mir die Umbauten fast keine Magenschmerzen bereiten, eventuell macht mir noch irgendwas technisches Probleme. Drückt die Daumen!

Am Samstag habe ich noch den Innenspiegel montiert. Der ist bei Ford ja an die Windschutzscheibe geklebt. Doofes System, ist aber so. Mir wurde empfohlen, direkt von Ford da ein Klebepad zu holen, das hält wenigstens. Damit ich nicht umsonst durch die Gegend fahre, habe ich Ford Händler abtelefoniert.

Der erste Händler fragte erst nach dem Baujahr, brauchte relativ lang, um das Ding im Computer zu suchen, um mir dann zu sagen, dass er es bestellen müsse. Die Zeit hatte ich nicht. Und dann habe ich offenbar meinen neuen Ford Händler gefunden. Beim zweiten, bei dem ich anrief kam auf der Frage nach dem Klebepad die Antwort, ja klar, haben wir immer auf Vorrat da. War mir auf Anhieb sympathisch. Dass das eine relativ kleine Klitsche ist, der Parkplatz eher nach Hinterhofwerkstatt aussieht und da ein abgemeldeter Ford Sierra stand, machte für mich den Laden noch sympathischer. Winziges Büro und auf der Theke lag bereits das Klebepad. 2 Euro und ich war glücklich. Ich glaube, wir werden Freunde.

Der Typ hat sogar noch erklärt, wie ich es am besten montieren soll.

Alte Kleberreste abkratzen ist klar, dann Spiegel mit feinem Schleifpapier leicht anrauen und entfetten. Gut Angeraut hätte ich sicher nicht, aber wenn das ein Typ mit einem Ford Service empfiehlt, der das seit Jahrzehnten macht, dann glaub ich dem.

Innenspiegel

An der Scheibe auch die Kleberreste entfernen, entfetten und den Spiegel gleichmäßig andrücken. Wie meinte der Typ „Entschieden, aber nicht brachial“, soll nicht nur einer die Scheibe dabei zum Brechen gebracht haben.

Innenspiegel

Dann am besten den Spiegel einen Tag nicht verstellen, bis der Kleber richtig angezogen hat. Das war ja kein Problem.

Die Uhr drüber lässt sich übrigens nicht mehr einstellen. Na, im Notfall klebe ich die erst einmal ab, es gibt, wenn ich TÜV habe, sicherlich noch einige Kleinigkeiten, die ich nach und nach abarbeiten werden, weil sie nerven, auch wenn sie technisch irrelevant sind…

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Endlich: Der Rollout!

Gestern war für mich quasi ein Feiertag. Der erste Rollout nach dem Umbau und der „Restauration“ des Titan. Um nicht ewig hin und her rangieren zu müssen, habe ich meine Rangierhilfen genutzt. Ging fix.

Focht Titan

Fix ging auch das Einstellen des Innenspiegels. Ein Griff und das Ding war ab.

Innenspiegel

Geklebter Scheißdreck. Ein Ford Problem. Kein TÜV Problem, weil ich zwei Rückspiegel habe, aber ganz ehrlich: So ein Innenspiegel ist schon praktisch.

Aber egal, es war so weit: Titan meets Sonnenlicht.

Focht Titan

Die erste Fahrt ging zu einer Agrarwaage. Der TÜV will eine Wiegung von gesamtem Leergewicht und der Hinterachse. Die Fahrt war etwas abenteuerlich, denn die Straßenlage war katastrophal. Die Spur war noch nicht eingestellt und durch die Tieferlegung ist die Achsgeometrie natürlich versaut.

An der Waage die Aussage: Achsen wiegen einzeln? Machen wir nicht. WTF! O.k. – da es nicht so viel kostete, habe ich wenigstens das Gesamtgewicht ermitteln lassen, weil ich neugierig war.

Wiegekarte

1071 kg – das sind 127kg mehr. Da sind natürlich auch Dinge wie Musikanlage etc. auch dabei.

Nächste Station: Waschplatz. Der Staub musste runter.

Focht Titan

Erst einmal grob. Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen.

Auch die Spur habe ich einstellen lassen. Marco war mal wieder mein Held.

Focht Titan

War vollkommen daneben. Oder anders ausgedrückt: Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und dann habe ich das gemacht, worauf viele gewartet haben: Fotos. Denn endlich konnte ich den Wagen mit mehr Abstand aufnehmen. Ist schon auch immer ein Risiko, in beengten Verhältnissen zu schaffen und das Gesamtpaket nicht ausreichend mit Abstand betrachten zu können. Man könnte sich bei Proportionen verschätzen. Aber ich bin mit den Proportionen ganz zufrieden.

Focht Titan

Focht Titan

Focht Titan

Focht Titan

Focht Titan

Focht Titan

Zeit für einen kleinen Vergleich mit meinem im Photoshop realisierten Kopfkino damals. Ich hatte mich offenbar mit den Proportionen des Kastens etwas verschätzt.

Planung

Ganz ehrlich? Ich finde das Ergebnis deutlich besser, als die Photoshop Variante…

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Zu tief.

Natürlich stand gestern als erstes das Beilackieren des Radlaufs ganz oben auf der Agenda.

Radlauf

Dann musste ich mir Gedanken darüber machen, wie ich den Titan aus der Werkstatthölle bekomme. Denn Wege freihalten über so lange Zeit? Wozu? Deshalb war er mit der Zeit ziemlich eingebaut.

Werkstatthölle

Draußen war endlich einmal abgekühlt. Um einmal das Klima der Werkstatthölle zu erklären. Die eigentliche Hölle hat kein Fenster. Es gibt nur das Tor in der Vorhölle, eine Tür mit Lüftung in der Vorhölle und der Treppenaufgang in den 1. Stock. Es dauert glücklicherweise sehr lange, bis sich sie aufheizt. Aber leider auch, bis sie wieder abkühlt. Kompletter Abend mit offenem Tor und das ist der Temperaturunterschied:

Thermometer

Draußen waren ca. 20°C

Aber ich schweife ab. Ich habe erst einmal grob Platz gemacht, aufgeräumt wird definitiv, wenn ich durch bin mit dem Titan. Räder hinten wieder drauf, abgelassen und UPS!

Focht Titan

Obwohl die Bühne komplett unten war, lag der Wagen immer noch komplett auf. Das liegt einerseits an der Tieferlegung, andererseits an den RS Seitenschwellern. Was tun? Meine Vermieterin will u.a. ein paar Holzplatten. Die Kreissäge angeworfen und 8 passende Platten zurechtgesägt und den Titan darauf abgesetzt.

Focht Titan

Das reichte, um ihn herunterzubekommen. Schieben? Wieso? Der fährt doch! Also einen Meter zurückgefahren.

Focht Titan

Da zeigte sich schon das erste Problem, das ich leider nicht mit Bildern dokumentiert habe: Ich habe ja eine Klappe über dem Rest der Reserveradmule: Das klappert furchtbar! Da muss irgendeine Verriegelung her. Irgendetwas Versenkbares. Mal sehen, ob ich da irgendwas finde. Vielleicht hat einer eine Idee für eine günstige Lösung?

Nun hieß es den Wagen innen leer zu räumen. Dabei fand ich das Typenschild, das ich anfertigen lassen habe für den Titan. Sollte der Wagen irgendwann in andere Hände kommen, soll man noch nachvollziehen können, wer den gebaut hat.

Typenschild

Pirat und Prolo haben auch solche Schilder. Übrigens ganz billige Geschichte: Das sind gravierte Schilder für Pokale.

Den Innenraum habe ich weitestgehend ausgeräumt.

Laderaum

Auch das Armaturenbrett ist erst einmal grob gereinigt.

Armaturenbrett

Heute ist erster Rollout, wenn alles klappt. Probefahrt und Spur einstellen lassen. Und eventuell schaffe ich es auch noch auf eine Waage. Denn für die TÜV Eintragung brauche ich das neue Gesamtgewicht und das Gewicht auf der Hinterachse. Finde ich spannend, wie sich das Gewicht verändert hat. Einerseits ist der Aufbau hinten ja höher und zusätzliche Streben drin. Andererseits entfällt die schwere Heckklappe (Hecktüren haben ein Grundgerüst aus leichtem GFK), es gibt keine schweren Seitenscheiben, etc. Schwerer ist er wahrscheinlich schon, nur um wieviel?

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Verschränkungsprobleme

Ich arbeite meine Checkliste beim Titan inzwischen konsequent ab. So kam der Kantenschutz auf der Fahrerseite gestern noch auf den Aufbau. Der musste nur zurechtgeflext werden.

Kantenschutz

Am Unterboden habe ich etwas Farbe ausgebessert – davon habe ich vergessen das Bild zu machen. Dafür gibt es ein Bild von den lackierten Inbusschrauben für die Felgendeckel.

Schrauben

Der Rostlöser an den Spurstangen hat nichts gebracht. Da musste ich mit der Lötlampe dran.

Spurstange

Aber nach dem Erwärmen war es kein Problem mehr, beide Seiten gingen auf. Auch da ein Haken dahinter.

Unterm Fahrzeug ist nichts mehr zu richten. Also konnte ich die Stützen zwischen Scherenhebebühne und Titan rausnehmen und das erste Mal den Bock wieder auf dem Werkstattboden abstellen. Endlich konnte ich also auch die Antriebswellen wieder festziehen. Die Mutter wird zudem verkeilt.

Antriebswellen anziehen

Ich will so gut vorbereitet, wie möglich die TÜV Abnahme angehen. Die neuen Felgen haben eine negativere ET, dazu kommen die H&R Tieferlegungsfedern, da ist ein Verschränkungstest beim TÜV obligatorisch, ob die Räder nicht schleifen, selbst wenn das Auto komplett einfedert. Dazu wird diagonal unter ein vorderes und ein hinteres Rad eine Felge gestellt und das Fahrzeug abgelassen.

Verschränkungstest

Ich dachte vorne wird’s eng. Gut, eng wurde es, aber noch im Rahmen des Möglichen. Hinten hatte ich mir keine Sorgen gemacht, aber da lag der Reifen am Radlauf an.

Radlauf

Na super! Aber gut, dass es mir vorab aufgefallen ist und es nicht erst bei der Prüfung. Das hätte eine Eintragung definitiv vereitelt. Also Hammer her und Radlauf umlegen. Zudem kam die Heckschürze dem Reifen verdammt nah. Die stand etwas vom Radlauf ab.

Radlauf

Also seitliche Schraube raus und mit einer Grippzange die Heckschürze bündig an den Radlauf gezogen und dann eine Blechschraube durchgejagt.

Radlauf

Operation geglückt, da schleift nichts mehr.

Radlauf

Auf der Beifahrerseite ging es nicht ganz so glücklich. Da hatte ich nicht den kompletten Radlauf ersetzt und deshalb gab das Blech unterschiedlich nach und es platzte auch einiges ab.

Radlauf

Ich kam ums Spachteln nicht herum.

Radlauf

Zum Abschluss des gestrigen Abends konnte ich noch grundieren. Natürlich beide Seiten, denn innen war auch auf der Fahrerseite durch das Hämmern Lack abgeplatzt.

Radlauf

Da muss jetzt natürlich noch Lack drüber.

So langsam kann ich die TÜV Abnahme vorbereiten…

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Das „große“ Räumen in der Vorhölle

Ich hatte es ja angekündigt: Am vergangenen Samstag wurde in der Vorhölle aufgeräumt. Ich hatte zwar aufgerufen, ob jemand zum Helfen kommt, aber hatte bei den Temperaturen wohl niemand Bock drauf. Ist nicht so schlimm. Und auch wenn es in der Vorhölle deutlich kühler ist, als draußen – am Ende war ich trotzdem nassgeschwitzt. Und dann schwitzt auch mein Handy in der Brusttasche meines Werkstattstramplers. Teilweise so, dass es sich erst nach einer Trockenphase entsperren lässt.

Ich habe meine Ziele niedriger gesteckt, wichtig war erst einmal das, dass die Wege wieder alle frei sind, sperrige Teile, die ich vorerst nicht brauche, ins Hochlager kommen etc. Dazu muss man erst einmal noch mehr Chaos schaffen.

Vorhölle

Es fand sich so einiges wieder, einiges fand weiter oben Platz, anderes flog direkt in den Müll. Ich habe den Motorkran aufgebaut, um einen Motor auf den freigewordenen Rollwagen, auf dem der Escort Motor stand, zu hieven. Die Gelegenheit habe ich genutzt, um etwas nachzuholen, was ich vergessen hatte – am toten Polomotor das Öl ablassen.

Motorkran

Da muss ich noch ein paar Teile abbauen, dann fliegt der in den Schrott. Langsam lohnt es sich vom Gewicht wieder, wegzufahren.

Das wichtigste Ziel habe ich erreicht, vorher wollte ich nicht aufhören: Die Wege beispielsweise in den Keller, sind wieder frei.

Vorhölle

Aufgeräumt ist definitiv etwas anderes, aber es sieht etwas ordentlicher aus.

Vorhölle

Vorhölle

Der Plan geht so weiter: Demnächst einen Hänger von einem Kumpel für eine Woche leihen und ein bis mehrmals füllen mit allem Möglichen, was weg kann. Sowohl von meiner Vermieterin, als auch von mir und so mehr Platz schaffen. Denn letztendlich platzt die Werkstatthölle jetzt schon aus allen Nähten…

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Polo 6N macht den TÜV Prüfer glücklich

Die hintere Stoßstange für den Titan war lackiert, Zeit auch dieses Kapitel abzuschließen. Also ran an das Auto damit. Ziemliche Fummelei die Muttern da hinten draufzubekommen.

Stoßstangenmontage

Wer hat sich denn das so ausgedacht? Ach ja, war ich ja selbst. Künstlerpech. Als weder Auspuff noch AHK dran waren, ging das irgendwie leichter. Dauerte seine Zeit, aber ging.

Die Kanten der Stoßstange dürfen nicht zu hart sein. Es gibt da sogar eine genau definierte Rundung, die sie mindestens haben müssen. Den Wert weiß ich gerade nicht. Sicher ist: Die Kanten waren hart an der Grenze der Legalität. Das kann man aber ändern.

Ich hatte mir lange Gedanken gemacht, was ich dazu verwende. Auch schon klebbare Gummileisten besorgt. Dann fielen mir Dachleisten von einem Polo 6N Variant in die Hand. Die hatte ich von einem Schrottplatzbesuch bei der Rückenwindtour 2016 geborgen. Waren billig und ich dachte mir, vielleicht brauchst Du sie irgendwann. Irgendwann war gestern.

Die Leisten haben exakt die Breite der Stoßstange, sind aus Gummi mit einem Metallkern. Störrisch zu biegen,, aber es geht. Ich habe Löcher gebohrt und mit dem Senkbohrer für Senkkopfschrauben vorbereitet. Die Leisten sind dick genug dafür. Dann zunächst an den Seiten angeschraubt.

Custom Bumper

Mit Gewalt ließen sie sich um die Ecken zwingen.

Custom Bumper

Wie man schon sieht, habe ich gleich noch das Problem der Reflektoren gelöst. Der bisherige Befestigungspunkt war nicht optimal, denn die Heckschürze, wo ich sie angeklebt hatte, war nach unten geneigt. So reflektierten sie nicht nach hinten. Ich hatte ja schon geschrieben, die Leisten sind dick. Dick genug, die Reflektoren zu versenken, so dass sogar etwas Gummi übersteht. Problem war der Metallkern. So einfach Ausschneiden ging nicht.

Ich brauchte die Flex. Die zwei langen Seiten ausgeschnitten und ein Schnitt diagonal.

Stoßleiste

Der geschmolzene harte Gummi – ich hab den etwas unterschätzt. Gib nenne Brandblasen an den Griffeln.

Den Gummi an den kurzen Seiten bis zum Metall mit dem Cuttermesser durchschneiden und ich konnte durch hin und her bewegen das Metall brechen.

Stoßleiste

Die Lücke ist optimal für die echt schmalen Reflektoren.

Custom Bumper

Natürlich brauchte ich das beidseitig. Und da zwei Leisten nicht reichten, gab es einen Teil einer dritten Leiste in der Mitte.

Focht Titan

Die To Do Liste wird kleiner…

TO DO LIste

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